Die böse Birgit. (1)

Ja, die Birgit ist böse.
Wirklich böse.
Ein böse Frau.

Die hat ein Gehirn und (be)nutzt es.
Die macht sich Gedanken zu vielen Dingen.
Vielleicht zu viele Gedanken.
Manchmal sind diese Gedanken für sie sehr belastend.
Aber eigentlich sind es nicht die Gedanken, die sie so belasten, sondern die Dinge, über die sie sich Gedanken macht.

Belastungen sind ungesund.
Und darum befreit sich die Birgit davon.

Sie spricht.
Sie schreibt.
Sie stört.



Die Birgit stört.
Darum ist die Birgit böse.

Sie stört die, die sich keine Gedanken machen.
Die, die nichts hinterfragen.
Die, denen es egal ist, wie es anderen Menschen geht.
Die, die sich keine Gedanken darüber machen, ob das, was geschieht, so geschehen soll.
Die, die meinen, alles soll so bleiben, wie es ist, auch wenn es nicht in Ordnung ist.
Die, die gelernt haben, nichts zu sagen.

Vielleicht wäre es besser, über die Dinge nachzudenken, über die die Birgit schreibt und spricht.
Vielleicht wäre es bessser, die Dinge zu hinterfragen.

Und das gilt nicht nur für die Birgit.

Demnächst erscheint mein Blog: „Der arme Herbert.“

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Das ist kein Fest.

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Glättung Nummer 2.

Ich brauche ein Portraitphoto.
Immer wieder fehlt mir für verschiedene Gelegenheiten ein schönes, professionelles Portraitphoto von mir selbst.
Am Dienstag war es dann so weit.
Ich fasste mir ein Herz und vereinbarte einen Termin beim Photographen.
Und hier fängt alles an.

Die Geschichte der Glättung Nummer 2.



Haare waschen, Haare frisieren (das mach ich sonst nie!), Haare föhnen, nicht einfach so, sondern mit der Rundbürste. Das ist schon einmal ein Aufwand, den ich gar nicht mag. Die sollen alleine trocknen. Ich will nicht vor’m Spiegel stehen und mir die Arme mit Föhn und Rundbürste verrenken. Noch dazu hab ich diese eigenartigen Haare. Man frisiert sie und 2 Minuten später sind sie wieder so verheddert, dass man wieder nicht mit der Bürste durchkommt und jedes 2. Haar ausreisst. Eine Aufgabe, die in Oberarm-Muskeltraining endet.

Aber – was tut man nicht alles für ein schönes Portraitphoto.

Meine dekorative Kosmetik hab ich schon vor Jahren weggeräumt.
30 Minuten habe ich gesucht.
Dann habe ich eine Grundierung, ein helles Puder und ein kleines Pinserl gefunden. Das Rouge war unauffindbar. Lediglich der grosse Rougepinsel ist aufgetaucht, mit noch etwas Rouge aus vergangenen Zeiten d’rauf. Um genau zu sein, das war 10 Jahre alt – also bereits pubertierend.

Ich malte mir also ein Gesicht.
Und ich dachte, es wäre ein schönes Gesicht.



Jetzt musste ich noch verschiedene Outfits suchen. Keiner meiner Blazer passte mir noch. Also nahm ich den schönen schwarzen von Ivan Grundahl, geschätzte 15 Jahre alt, wo die Knöpfe 10 cm von den Knopflöchern entfernt sind.
Sieht ja keiner.
Ist ja nur ein Brustbild.
Das geht schon.

Das Photoshooting war anstrengend.
Das Ergebnis …

„Jessas. Soooo schau‘ ich aus?“
„Bist ja keine 20 mehr“ meinte mein Photograph.
Naja gut, aber sooo schiach?

Das kann ich gar nicht verwenden.
Das geht nicht.

Meine ganzen Hoffnungen setzte ich nun auf die Retusche.
Leider setzte sich mein Photograph kurzfristig ab, weil irgendetwas passiert war.
Nun stand ich alleine da.

Und da – da kommt Isi ins Spiel. Ja, mein Tanzlehrer Isi (www.isi-dance.at).
Er gab mir einen wirklich wunderbaren Tip: Snapseed. Eine App, mit der man am Handy Photos retuschieren kann. Also eine grobe Retusche, nicht wie vom Profi, aber so, wie ich sie halt gerade noch schaffe.

Dieses Ding, also Snapseed, ist der Hit.
Es bietet tolle Möglichkeiten, Bilder zu verändern.
Und ich spreche da nicht von Helligkeit und Kontrast – haha.
Nein, davon nicht.
Ich spreche von Retro, Glamour Glow, Grunge, und solchen Dingen.



Aber vor allem – ja – vor allem spreche ich von Glättung.
Ja, Glättung.
Es gibt Glättung 1 und Glättung 2.
Ich hab‘ Glättung 2 gewählt.

Und jetzt – jetzt bin ich wieder 20.

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Schlechtes Gewissen.
Da steht was weg.

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