Corona in Hohenau.

Bürgermeister informiert die Bürger nicht.

Aktuell sind 4 Menschen in Hohenau positiv auf das Corona Virus getestet worden und haben einen Absonderungsbescheid erhalten.

Gleich vorweg: jeder Mensch, der an Covid-19 erkrankt, ist einer zuviel. Und es kann nicht genug dafür getan werden, dass so wenige Menschen wie nur möglich von dieser Infektion betroffen sind.

Die oben genannten Zahlen sind der Stand per 2.10.2020 (BH Gänserndorf). Wir haben das unter anderem durch einen Bürgermeister einer anderen Gemeinde erfahren. Einige Gemeinden im Bezirk Gänserndorf veröffentlichen diese Daten nämlich zumindest auf ihrer jeweiligen Gemeinde-Homepage.

Hohenau ist leider anders.

Über diese 4 “Fälle” findet sich leider keine Information auf der Gemeinde-Homepage und auch nicht in Sozialen Medien. Schaut man auf die Gemeinde-Homepage, ist alles sehr aktuell, also in puncto Selbstbeweihräucherung sowie Horrorkosten von 500.000 Euro für den Park rund um das March-Thaya-Zentrum. Aber egal. Darum geht’s jetzt nicht.

Warum informiert Bürgermeister Wolfgang Gaida die Bevölkerung nicht?
Unsere Nachfrage bei GGR Maria Jankowitsch, die Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Soziales ist, hat ergeben, dass Bürgermeister Gaida in der letzten Gemeinderatssitzung (29.9.2020) bekanntgegeben hat, dass aktuell 2 Menschen in Hohenau positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Von den 4 Fällen, die heute, am 2.10.2020, von der BH Gänserndorf bekanntgegeben wurden, wüßte sie noch nichts, teilt sie uns mit. Wir vermuten, dass das daran liegt, dass die Information der BH an die jeweiligen Bürgermeister übermittelt wird.

Warum Bürgermeister Gaida diese wichtigen Informationen den Hohenauer Bürgern vorenthält, verstehen wir nicht. Auch die Opposition, zum Beispiel die ÖVP, deren 3 Gemeinderäte bei der Gemeinderatssitzung laut unseren Informationen anwesend waren, informiert die Bürger/innen von Hohenau nicht. Auf der Facebook-Seite der Volkspartei Hohenau gab es lediglich Infos von Bund und Land, nichts betreffend Hohenau, auf der Homepage kaum etwas aktuelles, gerade einmal kurz ein Video mit Landeshauptfrau Mikl-Leitner.

Es kann doch nicht so schwer sein, diese Zahlen zu veröffentlichen.
Nun kann man dem natürlich entgegenhalten, dass eine Veröffentlichung vielleicht Panik auslösen würde oder die Menschen spekulieren würden, wer da wohl infiziert ist. Ja, das ist ein Argument.

Es gibt einen sehr viel wichtigeren Effekt.
Die Tatsache, dass das Virus ganz nah ist, bewirkt sehr viel. Denn wenn Menschen in meinem nächsten Umfeld, und das ist die Gemeinde, infiziert sind, mache ich mir vielleicht noch mehr Gedanken und auch Sorgen. Und Sorgen sind in diesem Fall gut, denn Sorgen bewirken, dass man dann vorsichtiger ist, mehr Abstand hält, den Mund-Nasen-Schutz ordnungsgemäß verwendet, und sich und andere schützt. Gut schützt.

Also schützen wir uns. Und schützen wir andere. Denn: es ist gut, andere zu schützen. Das ist verantwortungsvoll. Damit zeigt man, dass einem die Mitmenschen wichtig sind. Dass man möchte, dass sie gesund bleiben. Es ist ein Zeichen der Wertschätzung dem jeweils anderen gegenüber. Denn das Virus ist nicht irgendwo, im Nachbarort, irgendwo im Bezirk oder in Wien. Es ist hier. Hier, mitten unter uns.

Wir versuchen in Zukunft regelmäßig die aktuellen Infektionszahlen hier zu veröffentlichen.

Wir wünschen jenen, die im Augenblick mit einer Corona-Infektion oder mit den Folgen einer Infektion zu kämpfen haben, alles Gute und eine schnelle Erholung.

Nachtrag: mittlerweile gibt es bereits etwas Aufregung seitens des Bürgermeisters Wolfgang Gaida. In einem Facebook-Posting meint er unter anderem: “Wie kann man einem Bgm. noch am selben Tag (2.10.), an dem die Nachricht von der BH ergeht, vorwerfen, er würde seine Bürger nicht informieren? Ich war am Freitag [….] unterwegs und bin vielleicht nur noch nicht dazu gekommen.”

Das ist eine interessante Reaktion und Begründung. Dazu darf ich informieren (es wurde auch im bereits Blog erwähnt), dass es bereits am 28. September 2020 zwei “Fälle” in Hohenau gab. Dies war dem Bürgermeister auch bekannt. Aber auch darüber hat er die Bevölkerung bis 2.10.2020 nicht informiert. Lediglich im Gemeinderat wurde dies angeblich kundgetan, nur – das Protokoll darüber kann ja erst in ca. 2-3 Monaten von der Bevölkerung eingesehen werden. Also: es hat leider bereits früher Infektionen in Hohenau gegeben, was uns alle sehr betroffen macht, und es gab darüber keine Information.

Im Gemeinderatsprotokoll der Sitzung vom 30.6.2020 ist unter TOP 2p unter anderem zu lesen: “Mit Schreiben vom 19. Mai 2020 wies die Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf hin, dass es einen positiv getesteten Fall in unserer Gemeinde gab.”. Auch hier wurde die Bevölkerung nicht informiert.

Der Bürgermeister meint also, man könne nicht verlangen, dass dies sofort kommuniziert werde. Naja, seit März hört man nur noch, dass alles mögliche hintangestellt werden muss. Grund dafür ist Corona. Corona an oberste Stelle zu stellen ist wichtig und richtig. Weil es hier um das wichtigste Gut des Menschen überhaupt geht: um Gesundheit und Menschenleben. Und gerade deshalb ist es so wichtig, zu informieren, und schnell zu informieren. Die Menschen wieder dafür zu sensibilisieren. Es obliegt ja dem Bürgermeister dies auch zu delegieren. Er hat Mitarbeiter und es gibt auch eine geschäftsführende Gemeinderätin, die dem Ausschuss für “Gesundheit & Soziales” vorsteht. Eigentlich wäre es auch ganz einfach: man müßte nur die Amtstafel wieder ins Erdgeschoss des Rathauses verlegen, in die beiden schönen grossen Auslagenfenster. Und dort kann man täglich die aktuellen Zahlen bekanntgeben. Das würde auch bewirken, dass die Menschen mehr auf sich und auf andere achten.

Hier geht’s zur aktuellen Umfrage.

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Das Bild in diesem Beitrag stammt von pixabay.

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Erntedank in Hohenau.

Ausser dem Pfarrer darf niemand sprechen.

Da gibt es Menschen, die ihr ganzes Leben nach der Natur ausrichten. Sie dreschen bei 40 Grad das Korn oder bringen bei nicht weniger Hitze das Heu ein. Sie richten ihr Leben nach den Bedürfnissen der Tiere, die bei Ihnen am Hof leben, aus.
Sie kennen keinen Feierabend, kein Wochenende und keine Feiertage. Die Natur bestimmt ihr Leben.

Diese Menschen nennt man Bauern.


Das Erntedankfest in Hohenau.

Gestern war es so weit. Erntedank in Hohenau. Trotz Corona hat man das Erntedankfest stattfinden lassen. Im Vorfeld gab es viele Stimmen, es doch zum Schutze aller einmal ausfallen zu lassen. Nur ein einziges Mal. Nein. Es musste stattfinden.

Das Erntedankfest ist das am besten besuchte kirchliche Fest in Hohenau. Normalerweise finden sich 200-250 Besucher vorm Pfarrhof ein, um dann gemeinsam mit Blasmusik-Begleitung zur Kirche zu ziehen. Die Bauern tragen das Brot, den Wein, die Erntekrone und die Winzerkrone. Die Kinder tragen ihre selbst gebastelten Gestecke und kleine Körbe mit Früchten und Gemüse. Nach der Messe zieht man wieder zurück zum Pfarrhof, wo es dann unter anderem eine kleine Agape mit kalten Getränken, Wein und Aufstrichbroten, gespendet von den Bauern, gibt.

Dieses Jahr war alles anders.

Viele Menschen fanden sich nicht ein, zum Zug mit Erntekrone und Winzerkrone vom Pfarrheim zur Kirche. Rund 40 von den sonst 200-250 Besuchern wurden gezählt, davon rund die Hälfte jene, die dort sein “müssen” und deren Familien. Gründe dafür gibt es viele: die Angst vor einer Corona-Infektion, die fehlende Agape oder vielleicht die Annahme, dass das Erntedankfest gar nicht stattfinden würde.
Obwohl – einige Personen, die man eigentlich erwartet hätte, waren nicht gekommen. Warum das so war, konnten wir leider nicht eruieren.

Hohenau ist ja ein wenig anders, was das Erntedankfest betrifft. Es wird nicht von den Bauern gestaltet, sondern von der Kirche. Bei den Ansprachen darf dann auch der SPÖ-Bürgermeister nicht fehlen. Dass dieser spricht, darauf besteht der polnische Pfarrmoderator Leszek Bednarczyk. Er hat das nocht nicht so mitbekommen mit der Säkularisierung hier in Österreich.

Nachdem der Bürgermeister aber nur bis zur Kirche mitgegangen ist, und sich aufgrund der Corona-Gefahr weigerte dem Gottesdienst in der Kirche beizuwohnen, entfiel dieses Jahr seine Rede.

Allerdings ließ der Pfarrmoderator den Ortsbauernratsobmann dann auch nicht sprechen, was einigen Besuchern sehr negativ auffiel. Und darum gibt es die Zeilen, die er für das Erntedankfest vorbereitet hat, hier zu lesen.

Geschätzte Damen und Herren!

Erntedank heißt Danke sagen. Es gibt gerade in diesem Jahr viele Gründe, Danke zu sagen: Danke vor allem, dass wir gesund sind und hier und heute zusammen feiern können.

Danke an den Herrgott dafür, dass wir die Menschen in unserem Land mit Lebensmitteln – also Mitteln zum Leben – versorgen können. Danke auch für die vielerorts reiche Ernte, die wir bis zum Sommer so nicht erwartet hätten – und die uns gezeigt hat:

An Gottes Segen ist alles gelegen.

Wir erleben heuer ein besonderes Jahr – ein Jahr, das bisher wie kein anderes gewesen ist. Ein Jahr, in dem Althergebrachtes wieder an Bedeutung gewonnen hat. Die Corona-Krise hat uns gezeigt, dass eine regionale Versorgung wichtig ist. Speziell dann, wenn wir an die Verfügbarkeit von Lebensmitteln oder das Vorhandensein von medizinischer Schutzausrüstung denken. Corona hat uns auch gezeigt, dass nicht alles, was wir heute für selbstverständlich halten, auch morgen noch so selbstverständlich ist.

In der Krise ist vielen der Wert unseres täglichen Brotes bewusst geworden.

Sie haben wieder Zeit dafür gefunden, einmal selbst Brot zu backen und es in der Familie geteilt. Jeder kann in seinem eigenen Bereich die Lehren aus dieser Krise ziehen und wieder der Regionalität beim Einkauf den Vorrang geben. So, wie man es früher gemacht hat. Viele haben wieder an ihre Vorräte gedacht, sie haben also in die Vergangenheit und in die Zukunft gedacht.

Mit ist es ein besonderes Anliegen, heute jenen Danke zu sagen, die im Hintergrund ihrer Aufgabe nachkommen und so für unser täglich Brot sorgen. Ich möchte jenen danken, die ohne viel Aufhebens ihrer Aufgabe nachkommen. Man vergisst es leider immer wieder, jenen zu danken, die nicht auffallen und doch verlässlich ihre Aufgabe erfüllen.

Man dankt oft nur jenen, die sich selbst laut zur Schau stellen oder sich nach vorne drängen.

Wir sollten bedenken: nicht die Lauten halten unser Leben aufrecht, sondern die vielen unscheinbaren Menschen im Hintergrund erhalten uns am Leben.

Denken wir an die fleißigen Hände der Landwirte.

Sie erst ermöglichen durch die Aussaat der Körner eine neue Ernte zur Versorgung der Menschen. Nicht Einzelne, oder die Regierung, oder die Gemeinde, oder andere: sondern die Gemeinschaft der Landwirte macht eine Ernte möglich. Sie macht Lebensmittel möglich.

Unserem Berufsstand, den Bauern, ist das langfristige Planen in die Wiege gelegt worden. Dieses langfristige Planen sollte nicht nur in der Landwirtschaft ganz selbstverständlich sein. Wir wissen, dass nur ein rücksichtsvoller Umgang mit der Natur und mit dem Menschen auf lange Sicht unsere Zukunft sichert.

Das verbindet auch die Landwirtschaft mit unserer Glaubensgemeinschaft.

Ich hoffe, dass wir so ein Stück Heimat mitgeben können, und dass wir diese Verbundenheit mit unserer Region nicht nur in dieser schweren Zeit, sondern auch darüber hinaus bewahren.

Herbert Bartosch


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Märchen Nummer 1 Das Märchen von den Agrarsubventionen. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten schreibt „Die zitierte Aussage on Frau Sarah Wiener […] ist schlichtweg falsch.“
Märchen Nummer 2 Das Märchen von der Landwirtschaft. Oder: Sarah Wiener und ihre Partner. Wer sind ihre Partner – und was hat dieses Unternehmenskonstrukt noch mit Landwirtschaft zu tun?
Märchen Nummer 3 Das Märchen von der Visionärin. Oder: Johannes Niedeggen – der wahre Visionär auf Gut Kerkow.
Märchen Nummer 5 Das Märchen von der erfolgreichen Geschäftsfrau. Oder: Was ist Erfolg?

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Der Frau Einhalt gebieten.

Heute ist internationaler Tag der Pressefreiheit.

Freiheit bedeutet uns allen sehr viel.
Denken wir nur, wie ungern wir die Einschränkungen in den letzten Wochen auf uns genommen haben.

Was bedeutet eigentlich Freiheit für uns?

Wir können unsere Entscheidungen selbst treffen. Solange wir niemandem schaden, und uns im Bereich der Legalität bewegen, können wir auch tun, was wir wollen. Und wir können sagen, was wir wollen. Unsere Meinung sagen.

So ist auch die Pressefreiheit eine der wichtigsten Grundsätze unserer Verfassung.

Und diese Pressefreiheit gilt auch für Blogger wie mich. Ich habe die gleichen Rechte und Pflichten wie Journalisten. Die Pressefreiheit gilt auch für mich.

Der Obmann der Volkspartei Hohenau sieht das anders.
Nicht nur, was die Pressefreiheit betrifft, die Meinungsfreiheit, sondern auch meine Freiheit als Frau.
So meint er gegenüber meinem Mann, dieser würde mir nicht genügend Einhalt gebieten.

Ich formuliere das einmal ganz allgemein: der Mann soll der Frau Einhalt gebieten.

Aha.
Dieses Ansinnen ist nicht nur gegen die Pressefreiheit gerichtet, sondern richtet sich auch gegen die Meinungsfreiheit im Allgemeinen, ist menschenverachtend und frauenfeindlich. Je öfter ich diese Aussage des aktuellen Obmanns der Volkspartei Hohenau lese, umso absurder scheint mir dieses Ansinnen zu sein. Ich habe mir auch bisher nicht vorstellen können, dass jemand im 21. Jahrhundert derartiges äußern kann. Abgesehen davon, dass eine derartige Aussage eines Politikers, wenn auch nur eines (sehr) kleinen Kommunalpolitikers und geschäftsführenden Gemeinderates, nicht würdig ist.

Ich denke, es ist Zeit für einen Rücktritt.
Am besten gleich.

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Gemeinderatswahl 2020 in Hohenau.
Was sagen Sie dazu?

Es war wirklich spannend!

4 Parteien traten in Hohenau bei der Gemeinderatswahl 2020 an.


Mit diesen 4 Parteien traten auch 4 neue Spitzenkandidaten an. Damit war der Ausgang dieser Wahl nur schwer zu prognostizieren. „Gemeinderatswahl 2020 in Hohenau.
Was sagen Sie dazu?“
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SPÖ. Aufräumen und Gas geben.



Anläßlich der Gemeinderatswahl 2020 habe ich alle Parteien, die in Hohenau an der March kandidieren, um ein Interview gebeten.


Wolfgang Gaida, amtierender Bürgermeister und Spitzenkandidat der SPÖ Hohenau, war sofort bereit zum Chat via Facebook Messenger.

Einige Passagen dieses Interviews haben sich auf Forderungen der anderen Parteien bezogen und sind teilweise bei diesen und den jeweiligen Themenbereichen zu finden. „SPÖ. Aufräumen und Gas geben.“ weiterlesen

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ÖVP. Alte Forderungen und verpasste Chancen.


Anläßlich der Gemeinderatswahl 2020 habe ich alle Parteien, die in Hohenau an der March kandidieren, um ein Interview gebeten.


Nach einigem hin und her und vielen Fragen, erklärt sich die ÖVP zum Interview via Chat im Facebook Messenger bereit. Wer von den Kandidaten oder dem Vorstand das Interview gegeben hat, wollte man mir nicht mitteilen.

“Mir ist die anonyme Antwort lieber”, ließ man mich während des Interviews wissen, als es um eine eher persönliche Frage ging.
„ÖVP. Alte Forderungen und verpasste Chancen.“ weiterlesen

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FPÖ fordert mehr direkte Demokratie auf Gemeinde-Ebene.

Anläßlich der Gemeinderatswahl 2020 habe ich alle Parteien, die in Hohenau an der March kandidieren, um ein Interview gebeten.

Eva-Maria Kranz, Spitzenkandidatin der FPÖ, war sofort dazu bereit. “… damit Hohenau weiterhin Hohenau bleibt und die Menschen einander auf der Straße noch grüßen!” Dieser Satz aus der Zeitung der FPÖ Hohenau hat mir zu denken gegeben. Grüßen, Respekt und Benehmen, ohne “Standesdünkel” und ohne dass man jemanden ignoriert, nur weil er oder sie sich zu einer anderen politischen Partei bekennt. Das letzte kennt sie nur zu gut, sagt Eva-Maria Kranz, Spitzenkandidatin der FPÖ Hohenau, im Interview. „FPÖ fordert mehr direkte Demokratie auf Gemeinde-Ebene.“ weiterlesen

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Kein Interview von den Grünen.

Anläßlich der Gemeinderatswahl 2020 habe ich alle Parteien, die in Hohenau an der March kandidieren, um ein Interview gebeten.

“Ein gutes und freundschaftliches Miteinander wollen auch wir Hohenauer GRÜNE.” So liest man in der Aussendung der Grünen Hohenau im Dezember 2010.

Keine Freundschaft.
Nun – dieses freundschaftliche Miteinander habe ich nicht so richtig erlebt. Irgendwie war’s nicht da. Zuerst einmal sind die „Kein Interview von den Grünen.“ weiterlesen

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Sarah Wiener und die Fake-News.

Manchmal kommt etwas gerade recht.
Das kann ein Bericht sein, eine Studie, ein Mißstand, ein Bild oder auch: Fake-News.
Die Grünen greifen nach jedem Strohhalm, könnte man meinen, wenn man das hier eingehender betrachtet.

Sarah Wiener schreibt einen Brief.
Sie schreibt an ÖR Ing. Franz Reisecker „Sarah Wiener und die Fake-News.“ weiterlesen34

12 Fragen an Sarah Wiener.

Es ist nicht so wichtig,
wie die Wahrheit ist.

Ob sie hilfreich ist.
Ob sie bei anderen gut ankommt.
Ob sie einem zu Ansehen verhilft.

Aber es ist wichtig,
die Wahrheit zu sagen.”

(Birgit Medlitsch)
1) Sie sagen oft, Sie legen Wert auf regionale Lebensmittel. Woher kommen die Produkte (Lebensmittel), die Sie im Gut Kerkow Bauernmarkt verkaufen aber nicht selbst produzieren? Von anderen Landwirten aus der Region oder von einem Grosshandel wie zum Beispiel Terra? „12 Fragen an Sarah Wiener.“ weiterlesen36

7 Fragen an die Grünen*.

*Grüne = Die Grünen – die grüne Alternative (Österreich)

In den letzten Tagen gab es Beschwerden darüber, dass Journalisten bei Pressekonferenzen keine Fragen stellen dürfen.
Diese Kritik hat sich vornehmlich gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz gerichtet.
Aber auch die Grünen finden es nicht wert, Fragen von Journalisten zu beantworten. „7 Fragen an die Grünen*.“ weiterlesen
In den letzten Tagen gab es Beschwerden darüber, dass Journalisten bei Pressekonferenzen keine Fragen stellen dürfen.
Diese Kritik hat sich vornehmlich gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz gerichtet.
Aber auch die Grünen finden es nicht wert, Fragen von Journalisten zu beantworten. „7 Fragen an die Grünen*.“ weiterlesen
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Märchen Nummer 5 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

Eine prominente Köchin bezeichnet sich selbst als theoretische Landwirtin, Chef-Ideologin und Visionärin.
Für einige ist sie allerdings nur eine Meisterin der Selbstdarstellung. Eine, die oft über sich selbst, ihre Ansichten und “Werke” spricht. Eine, die gerne Geschichten erzählt, mitunter sehr frech ist und auch laut werden kann.

Das Märchen von der erfolgreichen Geschäftsfrau.

Und da sind sie wieder: Menschen, die Sarah Wiener als erfolgreiche Geschäftsfrau bezeichnen. Warum tun die das? „Märchen Nummer 5 der Sarah Wiener.“ weiterlesen131

Märchen Nummer 4 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

Da gibt es Menschen, die ihr ganzes Leben nach der Natur ausrichten. Sie dreschen bei 40 Grad das Korn oder bringen bei nicht weniger Hitze das Heu ein. Sie richten ihr Leben nach den Bedürfnissen der Tiere, die bei Ihnen am Hof leben, aus. Sie kennen keinen Feierabend, kein Wochenende und keine Feiertage.
Die Natur bestimmt ihr Leben.

Diese Menschen nennt man Bauern.

Das Märchen von der Bio-Bäuerin.

Und dann gibt es Investoren. Investoren, die Land kaufen. Land, das bisher Bauern ihr eigen nannten. Und es gibt eine Visionärin, die von diesen Investoren unterstützt wird. Eine Visionärin, die Mitarbeitern beim Arbeiten gerne über die Schulter schaut und mit den Tieren am Hof kuschelt. „Märchen Nummer 4 der Sarah Wiener.“ weiterlesen140

Märchen Nummer 3 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

In einem Interview mit der dpa (Deutsche Presse-Agentur, April 2019) bezeichnet sich Sarah Wiener in Bezug auf Gut Kerkow als „Chefideologin“, die Visionen hat.

In diversen Interviews mit ihr kann man nachlesen und nachhören, was sie nicht alles erneuert und verbessert und auch „neu erfunden“ hat.
Auch – so kann man in ihrem neuen Buch nachlesen – soll Gut Kerkow für sie etwas desolat und führungslos gewirkt haben. In einem Interview (Berliner Zeitung 17.6.2018) spricht sie sogar von einem völlig marodem und verschuldetem Hof.

Bild: David Zydd auf Pixabay.


Das Märchen von der Visionärin.

Sarah Wiener hat – gemeinsam mit ihren Partnern – Gut Kerkow im Jahr 2014 gekauft.
Der vorherige Eigentümer, und sehr bekannte und angesehene Diplomagraringenieur Johannes Niedeggen, „Märchen Nummer 3 der Sarah Wiener.“ weiterlesen64

Märchen Nummer 2 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

Die Vorgeschichte: In einem Interview (Ö1 Morgenjournal, 20.3.2019) sagte Sarah Wiener: „Wir haben eine Landwirtschaft, wo man einfach Fläche subventioniert. Also jeder Hektar wird subventioniert, egal, was Du da machst, und wer’s hat, und ob er überhaupt Landwirt ist. Und natürlich bin ich dagegen.“

Diese Aussage ist falsch, wie unter anderem vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in einem Schreiben erklärt.


Das Märchen von der Landwirtschaft. Oder: Sarah Wiener und ihre Partner.

Sprechen wir über die Empfänger von Agrarförderungen, die “keine Bauern sind”. Sprechen wir über Sarah und ihre Landwirtschaft. Gut Kerkow. Das ist zwar ein landwirtschaftlicher Betrieb, aber – wer sind die Eigentümer? Sind das Landwirte? „Märchen Nummer 2 der Sarah Wiener.“ weiterlesen65

Märchen Nummer 1 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

Wir sehen weites Land.
Unser Land.
Das Land unserer Bauern.
Land, auf dem das wächst, was wir brauchen.
Bestellt, behütet und beerntet.
Da steht er, der Bauer.
Ein Mensch, der nichts anderes möchte,
als das bewahren, was uns ernährt.
Wissend um die Natur. Wissend um alles,
was das bedroht, was uns ernährt.

Er lebt in und mit der Natur und trotzt ihren Gewalten, wenn es darum geht, das zu tun, was getan werden muss. Weil es die Natur verlangt. Und er tut es gern. Und ehrlich.

Und jetzt?
Jetzt kommt Sarah.
Sarah erzählt ihm, dass er es nicht richtig macht. „Märchen Nummer 1 der Sarah Wiener.“ weiterlesen77

Vermummt zur Ortsbauernratswahl.
Extrem geheim – geheime Extreme.

Die Ortsbauernratswahl ist eine geheime Wahl.
So wie andere Wahlen auch.
Und manche nehmen es mit dem Geheimnis ganz genau.
So vor kurzem in Hohenau.
Einer Gemeinde am Rande von Österreich.

Es ist Dienstag.
Dienstag, der 5. Februar 2019.
Ein kalter Tag.
Der Wind lässt es uns die Luft noch kälter empfinden.
Und da ist es schon verständlich, wenn man sich ordentlich einpackt und schützt.
Mit Mütze und Schal.
Ja, das ist verständlich.
Also dann, wenn man draussen ist.
Draussen in der Welt. Im Freien.


Und so geschieht es, dass an diesem Tag, dem Tag der Ortsbauernratswahl in Hohenau, eine Person zum Wahllokal eilt.
Diese Person ist erkennbar, also nicht grossartig gegen Kälte und Wind geschützt.
Und man denkt sich nicht viel.
In diesem Moment noch nicht.
Aber dann, kurz bevor diese Person in den Bereich des Wahllokales (im Inneren des Atrium) tritt, wird von ihr/ihm eine Mütze aufgesetzt und ein Schal um den Kopf gewickelt.
Und so ist diese Person nun nurnoch sehr schwer, wenn überhaupt erkennbar.
Alleine die Statur lässt hinter dieser Erscheinung eine männliche Person vermuten.

Die Person betritt den Raum, in dem die Wahlkommission und einige andere Personen (Wahlberechtigte) anwesend sind.
Er/Sie geht schnurstraks zur Wahlurne, legt einen Ordner auf den Tisch, nimmt das Wahlkuvert heraus und wirft es in die Urne.
Dann verlässt die Person den Raum und das Atrium.
Schweigend.
Ja, schweigend.
Kein Gruß nach links, kein Gruß nach rechts.
Nichts.
Schweigend.
Vermummt.
Offenbar in geheimer Mission.

Bevor ich es vergesse: bei dieser Wahl wurde der Wahlvorschlag vorher an alle Wahlberechtigten an deren Wohnadresse zugestellt, um auch Wahlberechtigten, die am Wahltag keine Zeit haben, die Teilnahme an der Wahl zu ermöglichen.
Und der Wahlvorschlag wurde fast einstimmig angenommen.
Nur eine der abgegebenen gültigen Stimmen war gegen den Wahlvorschlag.
Ob die wohl von dieser geheimnisumwobenen Person stammt?
Die Gegenstimme?
Wir werden es nie erfahren.

Das war eine weitere Berichterstattung.
Aus Hohenau.
Einer Gemeinde am Rande von Österreich.


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Die NÖN und das Kreuzerl.


Oder: Bürgermeisterwahl in Hohenau – die Berichterstattung.

Sie war spannend und doch wieder nicht.
Spannender war für mich wieder einmal die Berichterstattung der Regionalmedien. So haben sich schon manche Redakteure “ausgezeichnet”, als sie über den Mißtrauensantrag gegen den ehemaligen Bürgermeister Robert Freitag berichtet haben. “Ausgezeichnet” in dem Sinne, als manchen Redakteuren offenbar die Gemeindeordnung nicht einmal in Grundzügen bekannt war und ist, obwohl sie sehr oft über Ereignisse im Bereich der Kommunalpolitik berichten. Auch fehlerhafte Bezeichnungen sind leider sehr häufig.

Ich fange einmal mit ganz einfachen Dingen an. Hohenau an der March ist kein Ort. Hohenau an der March ist eine Gemeinde. Somit gibt es keine “Orts-Chefs” und auch keine “Orts-Partei”. Es gibt Bürgermeister, Vizebürgermeister, Gemeinderäte, Mitglieder des Vorstandes, Gemeindeparteien, Gemeindeparteiobmänner, u.s.w. Aber es gibt hier nichts mit “Ort-“.

Jetzt lese ich in der Onlineausgabe der NÖN (Internet, 29.1.2019, 00:30 Uhr) “Wolfgang Gaida jetzt SP-Ortschef”. Nicht böse sein, aber er ist weder SP-Ortschef, noch SP-Gemeindechef, er ist Bürgermeister. Und zwar einer der Fraktion der SPÖ. Und – in der Headline wäre noch Platz für ein Verb gewesen. Aber das nur so nebenbei.

Und wieder lese ich das Wort “Ortschef” im ersten Absatz. Und dann noch “Der bisherige SP-Vize”. So etwas gibt es auch nicht. Er war bisher Vizebürgermeister. Und zwar einer, der der Fraktion der SPÖ angehörte.

Aber es geht ja noch weiter. “Nicole Prohaska, die schon bei der Gemeinderatswahl 2015 auf der Kandidatenliste gestanden war, rückte nach und sitzt ab sofort im Ortsparlament”. Es ist immer wieder schön, und ich weiss, man lernt es in der Schule: keine Wortwiederholungen. Aber hätte jemand die Bücher von Wolf Schneider gelesen, das sind Lehrbücher für angehende großartige Journalisten, oder sogar die Hamburger Henri-Nannen-Schule besucht, würde niemand “Ortsparlament” schreiben. Sondern Gemeinderat. So heisst das höchste Gremium in einer Gemeinde nämlich. Gemeinderat.

Und übrigens: Nicole Prohaska hat nicht einfach so nebenbei auf der Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl 2015 gestanden, deren korrekte Bezeichnung “Wahlvorschlag” ist. Dass sie auf dieser sogenannten Liste gestanden hat, macht es erst möglich, dass sie ein Gemeinderatsmandat innehaben kann, sprich Gemeinderätin werden kann. Durch das Ausscheiden von Robert Freitag aus dem Gemeinderat musste sein Mandat neu besetzt werden und Nicole Prohaska ist – aufgrund ihres “Listenplatzes” nachgerückt.

Es nimmt ja kein Ende. Wieder ist dann von einem SP-Vizebürgermeister die Rede. Von mir aus. Man könnte es durchaus schöner und korrekter ausdrücken. Aber was dem ganzen die Krone aufsetzt: “… für Bartosch gab es abermals nur fünf Kreuzerl”. Acht Wörter und drei Fehler. Das muss man erst einmal schaffen.
Erstens sollte man schon auch den Vornamen nennen, denn es sitzen zwei Gemeinderäte mit dem Nachnamen Bartosch im Gemeinderat.
Zweitens gehört zu einer objektiven Berichterstattung, dass man ohne Bewertung berichtet. “…gab es abermals nur fünf Kreuzerl” ist nicht objektiv. Ausserdem ist nicht klar, was genau an diesen “fünf Kreuzerl” schlecht sein soll. Denn: hätte man hier im Vorfeld recherchiert, dann wüßte man, dass die vorhergehenden Bürgermeister meist einstimmig, also ohne 5 Stimmen für GGR Ing. Herbert Bartosch, gewählt worden sind. Sprich: das sind nicht “nur” 5 Kreuzerl, sondern, wenn man schon von “Kreuzerl” spricht und wertet, “gute” 5 Kreuzerl.
Und drittens: es gab keine Kreuzerl. Es wurde nämlich so gewählt, wie es gesetzlich in der NÖ Gemeindeordnung 1973 in der aktuellen Fassung vorgesehen und vorgeschrieben ist. Nämlich mit leeren Stimmzetteln. Da konnte niemand ein Kreuzerl machen, sondern nur einen Namen darauf schreiben. Und zwar den Namen der Person, der die einzelnen Gemeinderäte ihre Stimme gaben.

Hätten die Gemeinderäte bei dieser Wahl ein Kreuzerl gemacht, wäre ein Kreuzerl gewählt worden.
Ja, ein Kreuzerl wäre jetzt Bürgermeister.

Medien sollen objektiv berichten. Auch haben Sie einen Informations- und Bildungsauftrag. Diesen sollten sie auch als Regionalmedium wahrnehmen, und korrekte Bezeichnungen verwenden. Auch sollten sie nur dann über etwas berichten, wenn sie auch darüber ausreichend Bescheid wissen.

Unsere Sprache verroht. Besonders viele junge Menschen gehen nicht sorgsam damit um, woraus ein “flapsiger” Umgang mit unserer Sprache resultiert und diese im Laufe der Jahre verkümmert. Nun ist Sprache aber wichtig. Sehr wichtig. Sie gehört zu unserer Kultur. Sie ist Kultur. Und es ist Aufgabe von Menschen, die für andere schreiben, sei es als Autor oder Journalist, diese Sprache zu bewahren, mit ihr sorgsam und präzise umzugehen. Der Gemeinderat ist das höchste Organ einer Gemeinde. Diesem steht der Bürgermeister vor. Und: Bürgermeister ist ein Amt. Ein flapsiger Sprachgebrauch in diesem Zusammenhang ist nicht nur unangebracht, sondern auch diesem Gremium und dessen Mitgliedern nicht würdig.

Bevor ich es vergesse: Wolfgang Gaida (SP) ist mit 13 von 18 Stimmen zum Bürgermeister gewählt worden. Ing. Herbert Bartosch (VP) erhielt 5 Stimmen. Dieter Koch (SP) ist mit 13 von 18 Stimmen zum Vizebürgermeister gewählt worden. Auch in diesem Wahlgang entfielen 5 Stimmen auf Ing. Herbert Bartosch (VP).

Zur Information: der Gemeinderat in Hohenau an der March besteht aus 21 Gemeinderäten – 15 der SPÖ, 5 der ÖVP und ein freier Mandatar (ursprünglich von der FPÖ nominiert).

30

Nicht sprechen. Lesen.

Man spricht miteinander.
Man unterhält sich.
Über dies und das.
Verschiedenes.
So wie man das eben macht.

Auch GGR Ing. Herbert Bartosch.
Er spricht mit Bürgermeister Robert Freitag.
Man spricht miteinander.

Und so geschah es, dass Herbert in einem Gespräch so nebenbei fragte:
“Sag, wann ist die Eröffnung der Ordination?”
Er hat einfach nur gefragt. Im Gespräch.
Und das war die Antwort des Bürgermeisters:

“Steht in der Gemeindezeitung.”

Ja bitte – geht’s noch?
Alles in Ordnung?
Wo ist denn da die Gesprächskultur?
Haben wir überhaupt eine Kultur?
Darf man nicht nach einem Termin fragen?
Einfach so?

Diese überhebliche und herablassende Art des Bürgermeisters ist kein Novum.
Seit längerer Zeit schon gibt es von Seiten des Bürgermeisters Antworten in derlei Ton.
Und auch verbale Attacken.
Nicht nur gegenüber GGR Ing. Herbert Bartosch.
Es fällt auf.

Bereits in der Sitzung des Gemeindesrates am 12. Dezember 2017 ist dies aufgefallen. Und es hat im Laufe des Jahres 2018 keine Besserung seitens des Bürgermeisters gegeben. Und diese Art der Kommunikation setzt er auch im Jahr 2019 fort.

So am 2. Jänner 2019: bei der Eröffnung der Ordination von Dr. Shahram Adel.

GGR Ing. Herbert Bartosch “erdreiste” sich bei der Eröffnung der Ordination mit Barbara, einer der Arztassistentinnen unter anderem über die Abläufe in der Ordination, die Arbeitszeit und die freien Tage zu sprechen. Herbert hat gefragt, weil es ihn interessiert.
Er interessiert sich für andere Menschen. Er interessiert sich dafür, wie andere Menschen ihr Leben gestalten, womit sie sich gerne beschäftigen, was ihnen wichtig ist, was sie erfüllt und vieles mehr. Das machen Menschen, die sich engagieren, sozial oder politisch. Sie interessieren sich für andere.

Das ist ein Zeichen von Wertschätzung.
Wertschätzung drückt sich unter anderem in Interesse, Aufmerksamkeit und Freundlichkeit aus.
Sprich: mit diesem Gespräch drückte Herbert seine Wertschätzung aus.
Wertschätzung gegenüber dem Arzt, seiner Familie und seinen Assistentinnen.
Wertschätzung gegenüber jenen, die sich der kranken Menschen annehmen.

Offenbar hat der Bürgermeister dieses Gespräch mitangehört, und es scheint ihm nicht gepaßt zu haben.
Denn er sagt – zu Herbert gewandt – “Steht eh in der Zeitung drin. Hast sie nicht gelesen?”

Ja geht’s noch?

Wie sagt meine Mama so schön?
Einmal ist es vorbei, sagt sie. Ja. Und jetzt ist es wirklich vorbei. Es reicht.
Man kann sich ja wohl ganz normal mit anderen Menschen unterhalten. Oder passt das dem Bürgermeister jetzt auch nicht? Schreibt er jetzt auch schon vor, wer sich mit wem wo, wann und worüber unterhalten darf? Die “Nummer Eins”?

Übrigens: auch in der letzten Sitzung des Gemeinderates hat es einen Vorfall dieser Art gegeben.
Es ist sogar soweit eskaliert, dass “eingeschritten” werden mußte. Ja genau. Eingeschritten.

Aber dazu in einem anderen Blog. Demnächst.

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