Sarah Wiener und die Fake-News.

Manchmal kommt etwas gerade recht.
Das kann ein Bericht sein, eine Studie, ein Mißstand, ein Bild oder auch: Fake-News.
Die Grünen greifen nach jedem Strohhalm, könnte man meinen, wenn man das hier eingehender betrachtet.

Sarah Wiener schreibt einen Brief.
Sie schreibt an ÖR Ing. Franz Reisecker, den Präsidenten der Landwirtschaftskammer Oberösterreich.
Das wäre ja soweit noch nicht schlimm, und ich will auch auf den Inhalt nicht grossartig eingehen, weil meine Korrekturen des Sarah-Wiener-Briefes den Umfang dieses Blogs sprengen würden. Grob gesprochen geht es um die Notfallzulassung für Neonicotinoide und die Bienen.

Sarah Wiener veröffentlicht diesen Brief natürlich auf Facebook. Und sie fügt noch ein schönes Bild mit einem Kommentar hinzu. Im Zusammenhang mit dem Kommentar von Sarah Wiener macht dieses Bild Angst. Grosse Angst. Aber was verbirgt sich wirklich hinter diesem Bild? Stimmt das, was Sarah Wiener dazu schreibt?

Quelle: Facebook, Seite von Sarah Wiener, 12. April 2019, 14:47 Uhr

Ach herrje, man sollte etwas unbedingt überprüfen, bevor man es für grünen Populismus verwendet.
Ich verstehe schon, diese Nachrichten über die angeblich notwendige Handbestäubung (weil es angeblich keine Bienen mehr gibt), sind natürlich willkommen für grüne Propaganda. Aber das muss man prüfen. Auch wenn es Teil eines Filmes ist. Denn: dieses Bild stellt etwas ganz anderes dar.

Der Agrarstatistiker Georg Keckl hat darüber ausführlich recherchiert. Unter anderem berichtet er über die steigende Anzahl der Bienenvölkerung under Honigerzeugung in China. Aber nicht nur das.
Er schreibt: „Die Hälfte der Welt-Apfelernte hängt in China an den Bäumen, von Bienen bestäubt.“
Und weiter: „…tatsächlich werden nur die „Jinhuali“-Luxusbirnen in der Provinz Sichuan um die Stadt Hanyuan handbestäubt…“ Warum das so ist, und dass das nichts mit einem grossen Bienensterben zu tun hat, kann man hier nachlesen: „Wissenswertes zum Bienensterben“ von Georg Keckl.

Schade, dass Sarah Wiener die Wahrheit offenbar nicht kennt, wo ja die Bienen ihr „Steckenpferd“ sind, sie gerade ein Buch über die Bienen geschrieben hat, und sich selbst als Expertin in diesem Bereich sieht.

Sarah Wieners Fachkompetenz.
In der ORF Pressestunde meint Werner Kogler am 12. Mai 2019, dass Sarah Wiener im Bereich der Agrarrevolution Fachkompetenz aufweise.

Ludger Weß beschreibt in seinem Kommentar mit dem Thema „Wissen ist out“, Sarah Wiener sehr treffend (Quelle: www.salonkolumnisten.com). Er berichtet über Sarah Wieners Debüt in der Sendung „Mahlzeit“ im Deutschlandfunk und schreibt unter anderem:
„Im Wechsel mit Pollmer ist nun freitags die Fernsehköchin Sarah Wiener zu hören, die statt belegbarer Fakten gefühltes Wissen bietet und damit dem Wunsch der Grünen und ihrer Anhänger nach Geschichten aus der heilen Ökowelt und der bösen industriellen Landwirtschaft nachkommt.“

Weiter merkt er äußerst treffend an: „Wieners erster Beitrag war von bestechender Einfalt und folgte dem Grundsatz jeder guten Öko-Propaganda: an Ahnungslosigkeit reich, in der Meinung stark und beim Phrasendreschen unermüdlich.“

Den gesamten Kommentar von Ludger Weß können Sie hier (www.salonkolumnisten.com) nachlesen.


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