Vermummt zur Ortsbauernratswahl.
Extrem geheim – geheime Extreme.

Die Ortsbauernratswahl ist eine geheime Wahl.
So wie andere Wahlen auch.
Und manche nehmen es mit dem Geheimnis ganz genau.
So vor kurzem in Hohenau.
Einer Gemeinde am Rande von Österreich.

Es ist Dienstag.
Dienstag, der 5. Februar 2019.
Ein kalter Tag.
Der Wind lässt es uns die Luft noch kälter empfinden.
Und da ist es schon verständlich, wenn man sich ordentlich einpackt und schützt.
Mit Mütze und Schal.
Ja, das ist verständlich.
Also dann, wenn man draussen ist.
Draussen in der Welt. Im Freien.


Und so geschieht es, dass an diesem Tag, dem Tag der Ortsbauernratswahl in Hohenau, eine Person zum Wahllokal eilt.
Diese Person ist erkennbar, also nicht grossartig gegen Kälte und Wind geschützt.
Und man denkt sich nicht viel.
In diesem Moment noch nicht.
Aber dann, kurz bevor diese Person in den Bereich des Wahllokales (im Inneren des Atrium) tritt, wird von ihr/ihm eine Mütze aufgesetzt und ein Schal um den Kopf gewickelt.
Und so ist diese Person nun nurnoch sehr schwer, wenn überhaupt erkennbar.
Alleine die Statur lässt hinter dieser Erscheinung eine männliche Person vermuten.

Die Person betritt den Raum, in dem die Wahlkommission und einige andere Personen (Wahlberechtigte) anwesend sind.
Er/Sie geht schnurstraks zur Wahlurne, legt einen Ordner auf den Tisch, nimmt das Wahlkuvert heraus und wirft es in die Urne.
Dann verlässt die Person den Raum und das Atrium.
Schweigend.
Ja, schweigend.
Kein Gruß nach links, kein Gruß nach rechts.
Nichts.
Schweigend.
Vermummt.
Offenbar in geheimer Mission.

Bevor ich es vergesse: bei dieser Wahl wurde der Wahlvorschlag vorher an alle Wahlberechtigten an deren Wohnadresse zugestellt, um auch Wahlberechtigten, die am Wahltag keine Zeit haben, die Teilnahme an der Wahl zu ermöglichen.
Und der Wahlvorschlag wurde fast einstimmig angenommen.
Nur eine der abgegebenen gültigen Stimmen war gegen den Wahlvorschlag.
Ob die wohl von dieser geheimnisumwobenen Person stammt?
Die Gegenstimme?
Wir werden es nie erfahren.

Das war eine weitere Berichterstattung.
Aus Hohenau.
Einer Gemeinde am Rande von Österreich.


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Wir sind wir.

Da sitzt man letzten Dienstag im Atrium.
In Hohenau.
Am Abend gegen 6.
Und denkt sich nicht viel.
Es sind kaum Gäste zu sehen.

Oh – dort, im Extrazimmer, offenbar eine geschlossene Gesellschaft.
Laufend kommen neue Menschen hinzu, zu dieser Gesellschaft.
Gehen an den anderen Gästen des Atriums vorbei.

Schweigend.
Grußlos.
Na dann halt nicht.

Obwohl – irgendwie denkt man sich schon – was sind das für Leute?
Denn: es sind die Mitglieder des Vorstandes der SPÖ Ortsfraktion Hohenau.
Und ein Teil der Gemeinderäte der SPÖ Hohenau.
Da hätte man sich mehr erwartet.
Also zumindest einen Gruß.

Einer von ihnen, der sonst immer grüßt, war nicht dabei:
Der Bürgermeister.
Er gehört dem Vorstand nicht mehr an.

Sie haben ihn nicht mehr in den Vorstand gewählt.
Die, die nicht grüßen können.

Ah ja: der „zukünftige“ Bürgermeister hat gegrüßt.
Er übt schon für später.
Allerdings: nix is fix.
Aber dazu in einem anderen Blog.

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Die andere Tanzschule.
Freiheit für Jenny.
Gott zum Gruße.

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Kein gutes Benehmen.

Erwarte ich zu viel?
Bin ich anderes gewohnt?
Von früher vielleicht?
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Bin ich ein böser Mensch, wenn ich das einfordere, was ich erwarte? „Kein gutes Benehmen.“ weiterlesen

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