Ein besonderes Jahr.

Dieses Jahr ist ein besonderes Jahr.
Ein Jahr, in dem wir viel zuhause sind.
Zuhause, in unserem geschützten Bereich.
Ein Bereich, den wir gerne schön gestalten.
Heimelig soll es sein.
Wohlfühlen möchten wir uns.

Und gerade in der Adventzeit ist es vielen wichtig zu Ruhe zu kommen, nachzudenken, Rückschau zu halten und auch Pläne für die Zukunft zu schmieden.

Mit der Zukunft ist es schwierig.
Wir wissen gerade nicht, was kommt. Wird es besser? Können wir bald wieder “normal” leben? Oder wird es einen 3. Lockdown geben?

Wir können uns viele Gedanken dazu machen.
Sie bringen uns nicht weiter.
Sie lösen nichts.
Wir können diese Zeit auch nutzen.
Für uns selbst.
Für unsere Entwicklung, für Besinnung und ein wenig Ruhe in dieser doch meist Zeit.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein schöne Adventzeit.

Und – falls Sie noch keinen Adventkranz haben – hier können Sie einen von vielen wunderbaren nachhaltigen Kränzen bestellen.

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Kulinarische Ideen aus dem Internet.

Bild: Kaiserschmarren im Alpengasthof Peter Rosegger in Ramsau am Dachstein

Keine Zeit zum Essen. Keine Zeit zum Kochen.

Früher, als ich noch im Verlagswesen, in Werbeagenturen und mit meinem eigenen Schuhgeschäft beschäftigt war, waren meine Kochkünste beschränkt, auch fehlte mir die Zeit für grosses “Aufkochen”.
Backen war da schon eher mein Ding, allerdings kam ich dabei über dänische Spezialitäten nicht hinaus.

Plötzlich Bäuerin.

Und dann, dann wurde ich Bäuerin. Biobäuerin. Und jetzt habe ich einen lieben Mann, der jeden Tag körperlich schwer arbeiten muss. Er ist gross und breit gebaut, mit muskelbepacktem Oberkörper und riesigen Händen und Füßen. Mit seinen 190 cm Körpergrösse bringt er weit mehr als 100 Kilo auf die Waage. Der muss jetzt versorgt werden. Von mir. Nur wie?

Essen für richtige Männer.

Ein Kochbuch, noch ein Kochbuch und noch eines. Die Wiener Küche und sogar eines vom Lafer. Bei der “Wiener Küche” fehlen mir die Bilder, beim Lafer passt’s manchmal gar nicht, manchmal schon. Es ist schwierig.

Mamas Wissen rettet viele Mittagessen.

Auch in Zeitschriften wurde ich fündig, und in den Koch- und Backbüchern der Bäuerinnen. Und dann – dann finde ich bei meinen Blog-KollegInnen sehr, sehr viele Anregungen. Rezepte, die ich bisher nicht kannte.

Zur Zeit findet man sehr viele Food-Blogs im Internet. Und sie werden immer mehr. Ich möchte hier einige vorstellen, die ich gerne mag. Und natürlich habe ich auch einen Favoriten, und zwar:

www.wagners-kulinarium.at
Von Paprikahendel über Burger bis hin zu Bud Spencer Bohnen findet man hier wirklich spannende Gerichte. Die Betreiber des Food-Blogs bezeichnen sich selbst als Hobbyköche und Profi-Esser. Sie sind Freunde der traditionellen Küche, und das merkt man. Toller Blog, tolle Rezepte. Hut ab.

Und es gibt noch viele, viele andere Food-Blogs mit Rezepten, die überraschen. Hier ein kleiner Auszug aus der grossen Welt der “Koch- und Backseiten” im Internet.

www.backenmitchristina.at Karotten Gugelhupf, Nussstrudel
www.aufunsere.art Kartoffelcreme Suppe mit Speck
www.chezsimonemarie.com Grießknödel mit Apfelmus
www.oatsandcrumbs.com Kürbis-Quiche (vegetarisch)
www.tasteoftravel.at Schneller Zucchini Schoko Kuchen oder eine Hotdogs Gourmet-Variante
a-modo-mio.atStrangolapreti (Priesterwürger)
www.guenstig-kochen.at Leberschedl
www.ichmussbacken.com Parmesan-Rosmarin-Cracker
www.aufgetischt.net Blunzengröstl mit Äpfeln
www.lovetoeat.at Osttiroler Schlipfkrapfen mit Spinat Ricotta Sauce
www.theapricotlady.com Linseneintopf, Palatschinken mit Mohn-Topfenfülle
www.meiliabstespeis.at Bröseltopfen-Nockerl mit Zimt-Zucker
www.vienna-sunday.kitchen Tafelspitz Schritt für Schritt mit Video Tutorial
www.mundgefuehl.at Saftige Mohntorte mit Birne und Ribiselschaum
www.twosisterslivinglife.com (engl.) Spiced Winter Blizzard – The perfect holiday whiskey drink recipe
www.kochen-mit-diana.com Gnocchi, klassiche Lasagne Schritt für Schritt mit Photos erklärt
www.kochschuerze.at Kokoskuppeln, Pistazien Marzipan Roulade
www.Salzburgerlandwirtschaft.at/gschichtn Rotkrautstudel, Marzipanpralinen
www.lounge20.com boef bourguignon á la julia childs

Schauen Sie vorbei, bei den Food-Bloggern und -Bloggerinnen, vielleicht findet sich das eine oder andere Rezept, das auch Sie begeistert.

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Das ist los steigt auf.

Blogheim.at ist die Heimat der Österreichischen Blogszene. Blogheim.at wurde im Jahr 2015 ins Leben gerufen. Derzeit sind 3.286 Blogger und 2.564 aktive Blogs auf diesem Portal registriert und verzeichnen je nach Monat insgesamt zwischen 40 und 60 Millionen Seitenaufrufe.

Jedes Monat wird ein Ranking dieser Blogs erstellt. Auch mein Blog “dasistlos.at” wird in diesem Ranking bewertet.

Im Monat Oktober wurde mein Blog auf Platz 166 gereiht. Das ist meine derzeit beste Reihung. Damit ist dasistlos.at unter den ersten 6,5 Prozent aller auf blogheim.at bewerteten Blogs.

Und damit nicht genug, gehört dasistlos.at in diesem Monat auch zu den Top-Aufsteigern.

Im Vergleich zum September konnte sich dasistlos.at um 218 Ränge verbessern. Damit ist dasistlos.at der zweitbeste Aufsteiger.

Bei der Wertung nach Punkten konnten 24,8 Punkte dazugewonnen werden. dasistlos.at ist somit in dieser Kategorie der drittbeste Aufsteiger.

Ich freu mich so sehr und darf mich bei allen Leserinnen und Lesern bedanken.

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Viele möchten die Amtstafel jederzeit
vom Gehsteig aus einsehen können.

Die Amtstafel soll wieder in ein Auslagen-Fenster des Rathauses im Erdgeschoss.

Vom 6. bis 18. Oktober war unsere Umfrage zum Thema “Amtstafel” online. Das Interesse und die Teilnahme war gross. Daraus konnten wir sehen, dass ein reges Interesse am Geschehen in der Gemeinde besteht.

Früher befand sich die Amtstafel im grossen Schaufenster im Erdgeschoss des Rathauses. Es war möglich zu jeder Zeit vom Gehsteig aus im Schaufenster die Aushänge zu lesen. Aufgrund von Renovierungsmaßnahmen wurde sie vor längerer Zeit in den ersten Stock übersiedelt. Dort ist sie bis heute. Aushänge können daher nur noch während der Öffnungszeiten eingesehen werden.

Die Frage unserer Umfrage lautete: Möchten Sie, dass die Amtstafel wieder in’s Erdgeschoss in das grosse Schaufenster übersiedelt wird, damit die amtlichen Aushänge wieder zu jeder Zeit vom Gehsteig aus gelesen werden können? Wäre das Ihrer Meinung nach sinnvoll?

93 Prozent haben die Frage mit “ja” beantwortet.
7 Prozent haben die Frage mit “nein” beantwortet.

Man hatte auch die Möglichkeit, seine Antwort zu begründen. Hier eine kleine Auswahl der Begründungen jener, die die Amtstafel gerne wieder im Fenster des Rathauses neben dem Haupteingang sehen würden:

Es gibt betagte Personen, die nur am Wochenende rausgehen und sich so auf dem Laufenden halten.
In Zeiten von Corona meide ich öffentliche Gebäude.
Damit man auch nach den Amtsstunden nachsehen kann.
Dann sind sie wirklich öffentlich.
Ist doch der Sinn einer Amtstafel, sie jederzeit einsehen zu können!
Ich habe sie früher immer gelesen beim Vorbeigehen.
Das Wort “Aushang” sagt alles, sonst müsste man es “Innenversteck” nennen!
Es ist praktischer, wenn man spazieren geht, sich zu informieren, was ist Hohenau los ist! Nach den Öffnungszeiten.
Somit jederzeit zugänglich.
Ich finde es wichtig, die Informationen jederzeit einsehen zu können.
Für Auspendler, die sich zu selten zu den Amtsstunden in Hohenau befinden, wäre das sicher klass!
Früher konnte man beim Spaziergang am Wochenende einen Blick auf die Amtstafel werfen. Ich denke nicht, dass viele Leute dafür zu den Amtszeiten extra in den 1. Stock gehen, überhaupt jetzt während der Coronakrise. Ist ein Aushang eigentlich ordnungsgemäß veröffentlicht, wenn er zwar rechtzeitig angeschlagen wurde, aber das Rathaus geschlossen ist?

Die Begründungen derer, die mit “ja” geantwortet haben, waren sehr konkret und konstruktiv. Dafür möchte ich mich sehr herzlich bedanken, weil sich sehr viele Menschen die Mühe gemacht haben, ihre Entscheidung ausführlich und sachlich zu begründen.

Diejenigen, die meinen, die Amtstafel soll dort bleiben, wo sie jetzt ist, also im 1. Stock, und nur zu den Öffnungszeiten einsehbar, begründeten ihre Entscheidungen durchwegs nicht so sachlich.
Und darum möchte ich hier auf einige dieser Antworten näher eingehen:

“Weil dort eigentlich die Rettung einquartiert ist und amtliche Aushänge dort nichts zu suchen haben.”
Nun: an der Südseite des Rathauses gibt es drei Eingänge. Östlich vom mittleren Eingang (dort befindet sich auch der Einwurfkasten der Gemeinde) gibt es einen Raum, der nicht von der Rettung benützt wird. In diesem steht, soweit wir wissen, ein Kopiergerät. Und das Fenster von genau diesem Raum wäre doch wirklich passend für die Amtstafel.

“Hört auf zu stichlen.”
Eine Umfrage ist kein “sticheln”. Ich bin akademisch geprüfte Markt- und Meinungsforscherin. Diesen Beruf habe ich rund 10 Jahre ausgeübt. Es geht darum, Menschen nach deren Meinung zu fragen, und dieser Meinung Platz und Gehör zu verschaffen. Das ist etwas POSITIVES.

“Wozu die Aufregung. Wenn man was wissen will, braucht man nur den Bürgermeister anrufen, man bekommt immer prompte Antwort, die Covid Zahlen kann man jeden Tag im Internet ablesen, ausser man ist zu blöd dafür.
Und zu diesem aggressiven Kommentar darf ich sagen: es gibt keine Aufregung. Es gibt nur eine Umfrage. Natürlich kann jeder, wenn er etwas wissen möchte, den Bürgermeister anrufen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob er wirklich so viel Zeit hat, alle Anfragen zu beantworten. Zum Beispiel kann man ihn ja jeden Tag anrufen, und fragen, was aktuell auf der Amtstafel ausgehängt ist. Denn: wir wissen es nicht, wenn wir nicht zu den Öffnungszeiten in den 1. Stock hinaufmarschieren. Also: was sollen wir fragen, wenn wir nicht wissen, was auf der Amtstafel ausgehängt ist? Zum Beispiel Informationen zum Feuerbrand. Die sind aushangpflichtig. Und zum Thema Covid – es ging in dieser Umfrage nicht um Covid. Aber die aktuellen Zahlen kann nicht jeder im Internet ablesen. Denn: nicht jede/r hat einen Internetzugang. Das hat nichts mit “blöd sein” zu tun. Und: bis vo bis vor kurzem wurden die aktuellen Covid-19 Zahlen z.B. auf der Homepage der Gemeinde Hohenau noch nicht veröffentlicht. Dies geschah erst nachdem der entsprechende Blog “Corona in Hohenau” hier erschienen ist.

Wir bedanken uns bei allen, die an der Umfrage teilgenommen haben.

Übrigens: die Antworten jener, die meinten, ihre Meinung doppelt oder mehrfach abgeben zu können und die Umfrageergebnisse auf diese Art nicht nutzbar zu machen, hat unser Umfragetool natürlich nicht in die Auswertung miteinbezogen.

Wir haben uns auch ein wenig schlau gemacht, und andere Gemeinden besucht. Eine davon war Ladendorf, die wirklich eine großartige Lösung für die Amtstafel gefunden haben (siehe Photo).

Auch gibt es einige Gemeinden, die auch auf ihrer Gemeinde-Homepage eine “Elektronische Amtstafel” anbieten. Allerdings sollte das nur als Zusatzservice verstanden werden. Denn: wir können nicht jene, die keinen Internetzugang haben oder das Internet nicht nutzen, von Informationen ausschließen. Jeder hat das Recht auf Information.

Hier kommen Sie zurück zur Startseite und zum Blog.

Falls Sie auch an anderen Umfragen teilnehmen möchten, gibt es hier interessante Umfragen verschiedener Institute, die eine Teilnahme auch honorieren (man bekommt eine Vergütung dafür):

Das renommierte Gallup-Institut.

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Wie lautet Ihr Wort des Jahres?

Seit 1999 wird jedes Jahr das Wort des Jahres gewählt.

Jeder kann bei der Vorwahl seine Vorschläge einbringen und später bei der Online-Wahl mitwirken. 

Es gibt 5 Kategorien und mehrere Auswahlschritte.

Die Kategorien:
Wort
Un-Wort
Jugend-Wort
Positiver Spruch oder Satz
negativer Spruch oder Satz

Die Auswahlkriterien:
Die Wörter und Sprüche in den jeweiligen Kategorien sollten:<br
– im Jahr 2020
– in Österreich
– wichtig
– häufig
– von besonderer Bedeutung und
– von besonderer sprachlicher Qualität sein.

Das Auswahlverfahren und die einzelnen Schritte:

Der erste Auswahlschritt läuft aktuell und dauert noch bis Donnerstag, 22.10.2020. In diesem ersten Schritt kann jede/r im Internet ihre/seine Vorschläge auf der Vorwahlseite eintragen.

Im zweiten Schritt findet die erste Auswahlsitzung der Jury statt. Die Jury wählt dann mehrere Kandidatenwörter in den einzelnen Kategorien aus.

Im dritten Schritt findet dann die “Hauptwahl” zum Wort des Jahres im Internet statt. Hier kann wieder jeder mitmachen. Diese Wahl dauert von ca. Ende Oktober bis Anfang Dezember. In diesem Zeitraum kann man auch weitere Wörter zur Wahl einreichen.

Im finalen und letzten Schritt wird Mitte Dezember aufgrund der Internetwahl und von Überlegungen der Jury das Österreichische Wort, Unwort, Jugendwort sowie der Österreichische Spruch und Unspruch des Jahres 2020 festgelegt.

Also – mitmachen und die eigenen Vorschläge hier eintragen: Wort des Jahres 2020

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Aktuelle Zahlen zu Corona.
Bezirk Gänserndorf: +38%.


Corona-Fälle steigen im Bezirk-Gänserndorf.
Innerhalb der letzten drei Tage ist Anstieg von 38 Prozent zu verzeichnen (6. Oktober – 9. Oktober 2020).

Hier finden Sie die aktuellen Zahlen.

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Corona in Hohenau.

Bürgermeister informiert die Bürger nicht.

Aktuell sind 4 Menschen in Hohenau positiv auf das Corona Virus getestet worden und haben einen Absonderungsbescheid erhalten.

Gleich vorweg: jeder Mensch, der an Covid-19 erkrankt, ist einer zuviel. Und es kann nicht genug dafür getan werden, dass so wenige Menschen wie nur möglich von dieser Infektion betroffen sind.

Die oben genannten Zahlen sind der Stand per 2.10.2020 (BH Gänserndorf). Wir haben das unter anderem durch einen Bürgermeister einer anderen Gemeinde erfahren. Einige Gemeinden im Bezirk Gänserndorf veröffentlichen diese Daten nämlich zumindest auf ihrer jeweiligen Gemeinde-Homepage.

Hohenau ist leider anders.

Über diese 4 “Fälle” findet sich leider keine Information auf der Gemeinde-Homepage und auch nicht in Sozialen Medien. Schaut man auf die Gemeinde-Homepage, ist alles sehr aktuell, also in puncto Selbstbeweihräucherung sowie Horrorkosten von 500.000 Euro für den Park rund um das March-Thaya-Zentrum. Aber egal. Darum geht’s jetzt nicht.

Warum informiert Bürgermeister Wolfgang Gaida die Bevölkerung nicht?
Unsere Nachfrage bei GGR Maria Jankowitsch, die Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Soziales ist, hat ergeben, dass Bürgermeister Gaida in der letzten Gemeinderatssitzung (29.9.2020) bekanntgegeben hat, dass aktuell 2 Menschen in Hohenau positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Von den 4 Fällen, die heute, am 2.10.2020, von der BH Gänserndorf bekanntgegeben wurden, wüßte sie noch nichts, teilt sie uns mit. Wir vermuten, dass das daran liegt, dass die Information der BH an die jeweiligen Bürgermeister übermittelt wird.

Warum Bürgermeister Gaida diese wichtigen Informationen den Hohenauer Bürgern vorenthält, verstehen wir nicht. Auch die Opposition, zum Beispiel die ÖVP, deren 3 Gemeinderäte bei der Gemeinderatssitzung laut unseren Informationen anwesend waren, informiert die Bürger/innen von Hohenau nicht. Auf der Facebook-Seite der Volkspartei Hohenau gab es lediglich Infos von Bund und Land, nichts betreffend Hohenau, auf der Homepage kaum etwas aktuelles, gerade einmal kurz ein Video mit Landeshauptfrau Mikl-Leitner.

Es kann doch nicht so schwer sein, diese Zahlen zu veröffentlichen.
Nun kann man dem natürlich entgegenhalten, dass eine Veröffentlichung vielleicht Panik auslösen würde oder die Menschen spekulieren würden, wer da wohl infiziert ist. Ja, das ist ein Argument.

Es gibt einen sehr viel wichtigeren Effekt.
Die Tatsache, dass das Virus ganz nah ist, bewirkt sehr viel. Denn wenn Menschen in meinem nächsten Umfeld, und das ist die Gemeinde, infiziert sind, mache ich mir vielleicht noch mehr Gedanken und auch Sorgen. Und Sorgen sind in diesem Fall gut, denn Sorgen bewirken, dass man dann vorsichtiger ist, mehr Abstand hält, den Mund-Nasen-Schutz ordnungsgemäß verwendet, und sich und andere schützt. Gut schützt.

Also schützen wir uns. Und schützen wir andere. Denn: es ist gut, andere zu schützen. Das ist verantwortungsvoll. Damit zeigt man, dass einem die Mitmenschen wichtig sind. Dass man möchte, dass sie gesund bleiben. Es ist ein Zeichen der Wertschätzung dem jeweils anderen gegenüber. Denn das Virus ist nicht irgendwo, im Nachbarort, irgendwo im Bezirk oder in Wien. Es ist hier. Hier, mitten unter uns.

Wir versuchen in Zukunft regelmäßig die aktuellen Infektionszahlen hier zu veröffentlichen.

Wir wünschen jenen, die im Augenblick mit einer Corona-Infektion oder mit den Folgen einer Infektion zu kämpfen haben, alles Gute und eine schnelle Erholung.

Nachtrag: mittlerweile gibt es bereits etwas Aufregung seitens des Bürgermeisters Wolfgang Gaida. In einem Facebook-Posting meint er unter anderem: “Wie kann man einem Bgm. noch am selben Tag (2.10.), an dem die Nachricht von der BH ergeht, vorwerfen, er würde seine Bürger nicht informieren? Ich war am Freitag [….] unterwegs und bin vielleicht nur noch nicht dazu gekommen.”

Das ist eine interessante Reaktion und Begründung. Dazu darf ich informieren (es wurde auch im bereits Blog erwähnt), dass es bereits am 28. September 2020 zwei “Fälle” in Hohenau gab. Dies war dem Bürgermeister auch bekannt. Aber auch darüber hat er die Bevölkerung bis 2.10.2020 nicht informiert. Lediglich im Gemeinderat wurde dies angeblich kundgetan, nur – das Protokoll darüber kann ja erst in ca. 2-3 Monaten von der Bevölkerung eingesehen werden. Also: es hat leider bereits früher Infektionen in Hohenau gegeben, was uns alle sehr betroffen macht, und es gab darüber keine Information.

Im Gemeinderatsprotokoll der Sitzung vom 30.6.2020 ist unter TOP 2p unter anderem zu lesen: “Mit Schreiben vom 19. Mai 2020 wies die Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf hin, dass es einen positiv getesteten Fall in unserer Gemeinde gab.”. Auch hier wurde die Bevölkerung nicht informiert.

Der Bürgermeister meint also, man könne nicht verlangen, dass dies sofort kommuniziert werde. Naja, seit März hört man nur noch, dass alles mögliche hintangestellt werden muss. Grund dafür ist Corona. Corona an oberste Stelle zu stellen ist wichtig und richtig. Weil es hier um das wichtigste Gut des Menschen überhaupt geht: um Gesundheit und Menschenleben. Und gerade deshalb ist es so wichtig, zu informieren, und schnell zu informieren. Die Menschen wieder dafür zu sensibilisieren. Es obliegt ja dem Bürgermeister dies auch zu delegieren. Er hat Mitarbeiter und es gibt auch eine geschäftsführende Gemeinderätin, die dem Ausschuss für “Gesundheit & Soziales” vorsteht. Eigentlich wäre es auch ganz einfach: man müßte nur die Amtstafel wieder ins Erdgeschoss des Rathauses verlegen, in die beiden schönen grossen Auslagenfenster. Und dort kann man täglich die aktuellen Zahlen bekanntgeben. Das würde auch bewirken, dass die Menschen mehr auf sich und auf andere achten.

Hier geht’s zur aktuellen Umfrage.

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Das Bild in diesem Beitrag stammt von pixabay.

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Erntedank in Hohenau.

Ausser dem Pfarrer darf niemand sprechen.

Da gibt es Menschen, die ihr ganzes Leben nach der Natur ausrichten. Sie dreschen bei 40 Grad das Korn oder bringen bei nicht weniger Hitze das Heu ein. Sie richten ihr Leben nach den Bedürfnissen der Tiere, die bei Ihnen am Hof leben, aus.
Sie kennen keinen Feierabend, kein Wochenende und keine Feiertage. Die Natur bestimmt ihr Leben.

Diese Menschen nennt man Bauern.


Das Erntedankfest in Hohenau.

Gestern war es so weit. Erntedank in Hohenau. Trotz Corona hat man das Erntedankfest stattfinden lassen. Im Vorfeld gab es viele Stimmen, es doch zum Schutze aller einmal ausfallen zu lassen. Nur ein einziges Mal. Nein. Es musste stattfinden.

Das Erntedankfest ist das am besten besuchte kirchliche Fest in Hohenau. Normalerweise finden sich 200-250 Besucher vorm Pfarrhof ein, um dann gemeinsam mit Blasmusik-Begleitung zur Kirche zu ziehen. Die Bauern tragen das Brot, den Wein, die Erntekrone und die Winzerkrone. Die Kinder tragen ihre selbst gebastelten Gestecke und kleine Körbe mit Früchten und Gemüse. Nach der Messe zieht man wieder zurück zum Pfarrhof, wo es dann unter anderem eine kleine Agape mit kalten Getränken, Wein und Aufstrichbroten, gespendet von den Bauern, gibt.

Dieses Jahr war alles anders.

Viele Menschen fanden sich nicht ein, zum Zug mit Erntekrone und Winzerkrone vom Pfarrheim zur Kirche. Rund 40 von den sonst 200-250 Besuchern wurden gezählt, davon rund die Hälfte jene, die dort sein “müssen” und deren Familien. Gründe dafür gibt es viele: die Angst vor einer Corona-Infektion, die fehlende Agape oder vielleicht die Annahme, dass das Erntedankfest gar nicht stattfinden würde.
Obwohl – einige Personen, die man eigentlich erwartet hätte, waren nicht gekommen. Warum das so war, konnten wir leider nicht eruieren.

Hohenau ist ja ein wenig anders, was das Erntedankfest betrifft. Es wird nicht von den Bauern gestaltet, sondern von der Kirche. Bei den Ansprachen darf dann auch der SPÖ-Bürgermeister nicht fehlen. Dass dieser spricht, darauf besteht der polnische Pfarrmoderator Leszek Bednarczyk. Er hat das nocht nicht so mitbekommen mit der Säkularisierung hier in Österreich.

Nachdem der Bürgermeister aber nur bis zur Kirche mitgegangen ist, und sich aufgrund der Corona-Gefahr weigerte dem Gottesdienst in der Kirche beizuwohnen, entfiel dieses Jahr seine Rede.

Allerdings ließ der Pfarrmoderator den Ortsbauernratsobmann dann auch nicht sprechen, was einigen Besuchern sehr negativ auffiel. Und darum gibt es die Zeilen, die er für das Erntedankfest vorbereitet hat, hier zu lesen.

Geschätzte Damen und Herren!

Erntedank heißt Danke sagen. Es gibt gerade in diesem Jahr viele Gründe, Danke zu sagen: Danke vor allem, dass wir gesund sind und hier und heute zusammen feiern können.

Danke an den Herrgott dafür, dass wir die Menschen in unserem Land mit Lebensmitteln – also Mitteln zum Leben – versorgen können. Danke auch für die vielerorts reiche Ernte, die wir bis zum Sommer so nicht erwartet hätten – und die uns gezeigt hat:

An Gottes Segen ist alles gelegen.

Wir erleben heuer ein besonderes Jahr – ein Jahr, das bisher wie kein anderes gewesen ist. Ein Jahr, in dem Althergebrachtes wieder an Bedeutung gewonnen hat. Die Corona-Krise hat uns gezeigt, dass eine regionale Versorgung wichtig ist. Speziell dann, wenn wir an die Verfügbarkeit von Lebensmitteln oder das Vorhandensein von medizinischer Schutzausrüstung denken. Corona hat uns auch gezeigt, dass nicht alles, was wir heute für selbstverständlich halten, auch morgen noch so selbstverständlich ist.

In der Krise ist vielen der Wert unseres täglichen Brotes bewusst geworden.

Sie haben wieder Zeit dafür gefunden, einmal selbst Brot zu backen und es in der Familie geteilt. Jeder kann in seinem eigenen Bereich die Lehren aus dieser Krise ziehen und wieder der Regionalität beim Einkauf den Vorrang geben. So, wie man es früher gemacht hat. Viele haben wieder an ihre Vorräte gedacht, sie haben also in die Vergangenheit und in die Zukunft gedacht.

Mit ist es ein besonderes Anliegen, heute jenen Danke zu sagen, die im Hintergrund ihrer Aufgabe nachkommen und so für unser täglich Brot sorgen. Ich möchte jenen danken, die ohne viel Aufhebens ihrer Aufgabe nachkommen. Man vergisst es leider immer wieder, jenen zu danken, die nicht auffallen und doch verlässlich ihre Aufgabe erfüllen.

Man dankt oft nur jenen, die sich selbst laut zur Schau stellen oder sich nach vorne drängen.

Wir sollten bedenken: nicht die Lauten halten unser Leben aufrecht, sondern die vielen unscheinbaren Menschen im Hintergrund erhalten uns am Leben.

Denken wir an die fleißigen Hände der Landwirte.

Sie erst ermöglichen durch die Aussaat der Körner eine neue Ernte zur Versorgung der Menschen. Nicht Einzelne, oder die Regierung, oder die Gemeinde, oder andere: sondern die Gemeinschaft der Landwirte macht eine Ernte möglich. Sie macht Lebensmittel möglich.

Unserem Berufsstand, den Bauern, ist das langfristige Planen in die Wiege gelegt worden. Dieses langfristige Planen sollte nicht nur in der Landwirtschaft ganz selbstverständlich sein. Wir wissen, dass nur ein rücksichtsvoller Umgang mit der Natur und mit dem Menschen auf lange Sicht unsere Zukunft sichert.

Das verbindet auch die Landwirtschaft mit unserer Glaubensgemeinschaft.

Ich hoffe, dass wir so ein Stück Heimat mitgeben können, und dass wir diese Verbundenheit mit unserer Region nicht nur in dieser schweren Zeit, sondern auch darüber hinaus bewahren.

Herbert Bartosch


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Märchen Nummer 2 Das Märchen von der Landwirtschaft. Oder: Sarah Wiener und ihre Partner. Wer sind ihre Partner – und was hat dieses Unternehmenskonstrukt noch mit Landwirtschaft zu tun?
Märchen Nummer 3 Das Märchen von der Visionärin. Oder: Johannes Niedeggen – der wahre Visionär auf Gut Kerkow.
Märchen Nummer 5 Das Märchen von der erfolgreichen Geschäftsfrau. Oder: Was ist Erfolg?

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Die Frau ist dem Manne untertan.

Die kleine Welt des kleinen Pastoralassistenten.
Die Welt, in der die Frau dem Mann zu gehorchen hat.

Mein letzter Blog hat viele Reaktionen hervorgerufen. Durchwegs fand man, dass der Pastoralassistent, Peter Heger, zumindest die Arbeit des Landwirten und den Landwirten selbst im Facebook-Post erwähnen hätte sollen.

Und dann gab es noch eine interessante Reaktion des Pastoralassistenten selbst. Nicht mir gegenüber, weil mit mir spricht er ja nicht. Wahrscheinlich hat er Angst, dass er mit seiner doch eigenartigen Weltanschauung und Aussagen bei mir nichts erreicht. Und das würde er wahrscheinlich nicht verkraften.

Also spricht er nicht mit mir. Nein, nein, er äußert sich über mich meinem Mann gegenüber, dem Mann, der die Kürbisse angebaut und kultiviert hat und die Kosten dafür übernommen hat.

Er, also der Pastoralassistent, konnte einfach nicht glauben, dass mein Mann nichts von meinem aktuellen Blog wußte. Er müßte das doch wissen. Ich dürfte das doch nicht schreiben, ohne vorher mit ihm gesprochen zu haben, ja quasi seine Erlaubnis dafür eingeholt zu haben.

Ich warte jetzt, bis auch Sie, liebe Leserin und lieber Leser, sich erholt haben und wieder ruhig atmen können.

Ich weiss ja nicht, wie es im Hause des Pastoralassistentn zugeht. Aber bei uns zuhause, so wie wahrscheinlich auch im zuhause aller, die das gerade lesen, gilt die Österreichische Verfassung. Hier werden Frauen (und auch Männer) nicht unterdrückt, nicht bevormundet. Ihnen wird nichts vorgeschrieben. Frauen sind dem Mann gleichgestellt. Sie müssen den Mann nicht um Erlaubnis fragen.

Aber wenn Pastoralassistent Peter Heger meint, die Frau müsse den Mann vorher informieren oder um Erlaubnis bitten, dann ist sie seiner Meinung nach offenbar dem Manne untertan. Es sieht nicht gut aus mit der Pfarre in Hohenau. Und, ja, da muss man sehr viel hinterfragen. Hier in Hohenau. Einer Gemeinde am Rande von Österreich.

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Herbert Bartosch macht’s möglich.

Die Pfarre Hohenau dankt jemand anderem.

Warum agiert die Pfarre Hohenau so?
Das würde viele interessieren.

Denn: gerade von einer Pfarre erwartet man wahrheitsgemäße Aussagen.

Seit einigen Jahren gibt diese Aktion: Kürbisse können gegen freie Spende von einem Anhänger entnommen werden. Das damit gesammelte Geld kommt der Pfarre Hohenau zugute.


Die Pfarre Hohenau, also Peter Heger, dankt in einem Facebook-Posting demjenigen dafür, der das möglich gemacht haben soll: Bürgermeister Wolfgang Gaida. Nur – was genau hat er möglich gemacht? Er hat erlaubt, dass der Anhänger beim Rathaus stehen darf. Super. Eine ganz grossartige Leistung. Respekt.

Und jetzt kommen wir zu dem Mann, der diese Aktion wirklich möglich gemacht hat:

Ing. Herbert Bartosch.


Er hat den Acker
– vorbereitet
– mit der Scheibenegge oder der Kombi oder dem Grubber bearbeitet
– das Saatbeet bereitet
– die Kürbissamen besorgt und bezahlt
– die Kürbissamen gesät
– das Unkraut mechanisch entfernt
– das Unkraut händisch entfernt.

Er hat seinen Traktor und die verschiedenen notwendigen Bodenbearbeitungsgeräte zur Verfügung gestellt. Und zwar dann, wenn der Boden sie gebraucht hat. Dann, wenn die Natur die Voraussetzungen dafür geschaffen hat. Dann, wenn gerade dieser oder jener Bearbeitungsschritt notwendig gewesen war. Immer genau zum richtigen Zeitpunkt. Und er hat sein Wissen, seine Erfahrung und seine Arbeitskraft eingebracht.

Er hat das gern gemacht. Für die Pfarre. Und er hat auch nie über die Kosten gesprochen.
Zum besseren Verständnis habe ich die jetzt recherchiert.
3x Bodenbearbeitung, 1x Anbau, 2x maschinelle Unkrautbearbeitung sind auf diesem knapp 1/2 Hektar rund 600 Euro für Traktor, Maschinen und Fahrer. Dazu kommt noch das Saatgut im Wert von 150 Euro, und ca. 16 Stunden händische Hacke (viele Disteln) mit knapp 200 Euro. In Summe 950 Euro.

Aber darum geht’s ja nicht. Es geht nur darum, wer es möglich gemacht hat. Und zwar nicht erst in diesem Jahr, sondern seit es diese “Aktion” gibt. Also jedes Jahr. Für die Pfarre und für die, die sich jetzt Kürbisse gegen eine freie Spende holen können. Eine freie Spende für die Pfarre.

Also: wer hat es jetzt diese Aktion möglich gemacht?

Und so, wie es jetzt aussieht, hat Herbert Bartosch das in diesem Jahr zum letzten Mal gemacht, dank einer Pfarre, der es offenbar nicht um die Wahrheit geht, sondern darum, sich nur beim Bürgermeister – ich sag’s jetzt einmal nett – einzuwamperln.

Übrigens es ist die Kürbissorte im Facebook-Posting auch falsch genannt. Es ist die Sorte “Rustikal”.

Und ich weiss schon jetzt, was Peter Heger zu Herbert Bartosch sagen wird. Er wird sagen: “Hättest ja nicht müssen.” Genau. Hätte er nicht. Genauso wenig, wie er die Pfarre beim Aufgraben des Pfarrhofes anläßlich des Einbaus der neuen Heizung unterstützt hat: mit seiner Arbeitskraft, seinen Traktoren, Anhängern, Geräten und so weiter. Hätte er nicht müssen.

Ja, sowas hören manche Menschen vom Pastoralassistenten und von so manchen Vertretern der Pfarre Hohenau, wenn sie die Pfarre unterstützen. Wirklich toll, diese Art der Kommunikation. Und wirklich christlich. Respekt und Applaus.


Ich freue mich auf viele Kommentare. Danke.

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Der Frau Einhalt gebieten.

Heute ist internationaler Tag der Pressefreiheit.

Freiheit bedeutet uns allen sehr viel.
Denken wir nur, wie ungern wir die Einschränkungen in den letzten Wochen auf uns genommen haben.

Was bedeutet eigentlich Freiheit für uns?

Wir können unsere Entscheidungen selbst treffen. Solange wir niemandem schaden, und uns im Bereich der Legalität bewegen, können wir auch tun, was wir wollen. Und wir können sagen, was wir wollen. Unsere Meinung sagen.

So ist auch die Pressefreiheit eine der wichtigsten Grundsätze unserer Verfassung.

Und diese Pressefreiheit gilt auch für Blogger wie mich. Ich habe die gleichen Rechte und Pflichten wie Journalisten. Die Pressefreiheit gilt auch für mich.

Der Obmann der Volkspartei Hohenau sieht das anders.
Nicht nur, was die Pressefreiheit betrifft, die Meinungsfreiheit, sondern auch meine Freiheit als Frau.
So meint er gegenüber meinem Mann, dieser würde mir nicht genügend Einhalt gebieten.

Ich formuliere das einmal ganz allgemein: der Mann soll der Frau Einhalt gebieten.

Aha.
Dieses Ansinnen ist nicht nur gegen die Pressefreiheit gerichtet, sondern richtet sich auch gegen die Meinungsfreiheit im Allgemeinen, ist menschenverachtend und frauenfeindlich. Je öfter ich diese Aussage des aktuellen Obmanns der Volkspartei Hohenau lese, umso absurder scheint mir dieses Ansinnen zu sein. Ich habe mir auch bisher nicht vorstellen können, dass jemand im 21. Jahrhundert derartiges äußern kann. Abgesehen davon, dass eine derartige Aussage eines Politikers, wenn auch nur eines (sehr) kleinen Kommunalpolitikers und geschäftsführenden Gemeinderates, nicht würdig ist.

Ich denke, es ist Zeit für einen Rücktritt.
Am besten gleich.

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Valentinstag.
Was er schenkt und was sie will.

Oje, schon wieder kommt er daher – der Valentinstag.
Na hoffentlich kommt das Schatzi nicht auf die Idee, mir Pralinen zu schenken.
Noch dazu welche, die mir so gar nicht schmecken, die nicht bio und nicht fairtrade sind, und die auch noch dick machen.

Oder gar so komischen Blumen, so pseudoexotische, von denen ich den Namen nicht kenne. Wer will sowas? Ich nicht.


Wiesenblumen sollen es sein.
Woher soll ich die nehmen – im Februar?
Ja, ist schon gut.

Vor Jahren habe ich mich im Spätsommer darüber beschwert, dass er mir nie Blumen schenkt.
Das hab ich bei einer Wanderung gemacht.
Schwerer Fehler.
Flugs hat das Schatzi am Wegesrand eine Sonnenblume “gepflückt”. Auf seine Art.
Er hat sie samt Wurzeln aus der Erde gerissen.
Ich hab sie nach Hause tragen dürfen, kilometerweit.
Daraus hab’ ich gelernt.

Nein, bitte keine Blumen.
Keine Pralinen.
Und schon gar keinen Schmuck.
Wann soll ich den denn bitte tragen?
Mir steht kein Schmuck.
Ich seh immer aus wie ein Christbaum mit dem Zeug.

Ja, Männer schenken Blumen, Pralinen und Schmuck.
Und? Was wollen wir Frauen?
Die Mehrzahl der Frauen möchte gerne Zeit mit ihrem Partner verbringen.
Vielleicht einen Ausflug machen, etwas interessantes unternehmen, einen Film im Kino anschauen, fein essen gehen, oder sonst etwas, das Freude macht.
Oder eine kleine Reise, über’s Wochenende, in ein kleines, feines Hotel.
Es muss nicht weit weg sein, hauptsache romantisch.

Oder aber, man investiert ein wenig Zeit und denkt nach.
Über ein sehr persönliches Geschenk.
Etwas, das der Liebsten wirklich Freude macht. Wenn man genau hinhört, was sie sagt,
findet man es vielleicht heraus.

Hat die Liebste vielleicht schon von einer Reise gesprochen, die sie gerne unternehmen möchte? Dann wäre vielleicht ein Reiseführer ein guter Anfang und zaubert sehnsüchtige Sternchen in ihre Augen.

Und – ein Candlelight-Dinner macht auch Freude.
Und die Freude ist noch grösser, wenn der Mann es selbst kocht.
Wenn er’s kann.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Valentinstag.

24

Gemeinderatswahl 2020 in Hohenau.
Was sagen Sie dazu?

Es war wirklich spannend!

4 Parteien traten in Hohenau bei der Gemeinderatswahl 2020 an.


Mit diesen 4 Parteien traten auch 4 neue Spitzenkandidaten an. Damit war der Ausgang dieser Wahl nur schwer zu prognostizieren. „Gemeinderatswahl 2020 in Hohenau.
Was sagen Sie dazu?“
weiterlesen

57

Prognostizieren und Gewinnen.
Gemeinderatswahl 2020.


Diesmal wird es spannend!
4 Parteien treten in Hohenau bei der Gemeinderatswahl an.


Wird die FPÖ ihr Mandat halten?< Werden die Grünen nicht nur den Einzug in den Gemeinderat schaffen, sondern gleich 2 oder 3 Mandate holen?

Wird die ÖVP den nationalen Aufwärtstrend durch Sebastian Kurz auch in Hohenau nutzen können? Und die SPÖ? Hat Wolfang Gaida gezeigt, dass er’s kann?

Raten Sie mit, geben Sie Ihre Prognose für das Wahlergebnis in Hohenau ab. „Prognostizieren und Gewinnen.
Gemeinderatswahl 2020.“
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44

SPÖ. Aufräumen und Gas geben.



Anläßlich der Gemeinderatswahl 2020 habe ich alle Parteien, die in Hohenau an der March kandidieren, um ein Interview gebeten.


Wolfgang Gaida, amtierender Bürgermeister und Spitzenkandidat der SPÖ Hohenau, war sofort bereit zum Chat via Facebook Messenger.

Einige Passagen dieses Interviews haben sich auf Forderungen der anderen Parteien bezogen und sind teilweise bei diesen und den jeweiligen Themenbereichen zu finden. „SPÖ. Aufräumen und Gas geben.“ weiterlesen

34

ÖVP. Alte Forderungen und verpasste Chancen.


Anläßlich der Gemeinderatswahl 2020 habe ich alle Parteien, die in Hohenau an der March kandidieren, um ein Interview gebeten.


Nach einigem hin und her und vielen Fragen, erklärt sich die ÖVP zum Interview via Chat im Facebook Messenger bereit. Wer von den Kandidaten oder dem Vorstand das Interview gegeben hat, wollte man mir nicht mitteilen.

“Mir ist die anonyme Antwort lieber”, ließ man mich während des Interviews wissen, als es um eine eher persönliche Frage ging.
„ÖVP. Alte Forderungen und verpasste Chancen.“ weiterlesen

40

FPÖ fordert mehr direkte Demokratie auf Gemeinde-Ebene.

Anläßlich der Gemeinderatswahl 2020 habe ich alle Parteien, die in Hohenau an der March kandidieren, um ein Interview gebeten.

Eva-Maria Kranz, Spitzenkandidatin der FPÖ, war sofort dazu bereit. “… damit Hohenau weiterhin Hohenau bleibt und die Menschen einander auf der Straße noch grüßen!” Dieser Satz aus der Zeitung der FPÖ Hohenau hat mir zu denken gegeben. Grüßen, Respekt und Benehmen, ohne “Standesdünkel” und ohne dass man jemanden ignoriert, nur weil er oder sie sich zu einer anderen politischen Partei bekennt. Das letzte kennt sie nur zu gut, sagt Eva-Maria Kranz, Spitzenkandidatin der FPÖ Hohenau, im Interview. „FPÖ fordert mehr direkte Demokratie auf Gemeinde-Ebene.“ weiterlesen

37

Kein Interview von den Grünen.

Anläßlich der Gemeinderatswahl 2020 habe ich alle Parteien, die in Hohenau an der March kandidieren, um ein Interview gebeten.

“Ein gutes und freundschaftliches Miteinander wollen auch wir Hohenauer GRÜNE.” So liest man in der Aussendung der Grünen Hohenau im Dezember 2010.

Keine Freundschaft.
Nun – dieses freundschaftliche Miteinander habe ich nicht so richtig erlebt. Irgendwie war’s nicht da. Zuerst einmal sind die „Kein Interview von den Grünen.“ weiterlesen

36

Die andere Tanzschule.

September 2009.

Ich bin frisch verliebt.
Er ist ein toller Tänzer.
Ich habe noch nie getanzt.

Auf geht’s – in die Tanzschule.
Also – ich allein – er kommt natürlich nicht mit, weil – er kann es ja schon.

Dann nehme ich eben Privatstunden. Alles kein Problem, denke ich. Weit gefehlt.
Denn es ist gar nicht so einfach eine Tanzschule zu finden, die einzelne Personen in Form von Privatstunden unterrichtet. Nein, höre ich da von 6 verschiedenen, teils namhaften Schulen, nur wenn Sie mit einem Partner kommen.

Sehr nett, denke ich. Und wie soll ich das jetzt anstellen?
Ich will doch nur tanzen lernen. Das kann ja nicht so schwer sein.

Aber ich gebe nicht auf.
Mein nächstes Telephonat führe ich mit Ismet Özdek.
Ihm gehört die Tanzschule Isi-Dance in Bruck/Leitha.
Ich frage nach Privatstunden und ob ich diese auch alleine bei ihm besuchen kann, also ohne Partner.
Sein leichter Akzent und sein Name lassen mich vermuten, dass er nicht immer in Österreich gelebt hat.

Ich werde mich immer an dieses Telephongespräch erinnern. Mit Ismet Özdek zu sprechen ist so, als würde man mit einem guten Freund sprechen. Und er sagt: “Kein Problem. Wann haben Sie Zeit?”

Was? Kein Problem? Einfach so? So einfach?
Die anderen 6 Tanzschulen haben eine “Staatsaffaire” aus meinem Anliegen gemacht.
Und er sagt “Kein Problem?”
Ich war überrascht.
In den nächsten Jahren werde ich noch einige Male von ihm überrascht sein.

Isi ist anders.
So wie seine Tanzschule.
Und das ist gut so.

Tanzschule Isi-Dance
Alter Hainburgerweg 2A, 2460 Bruck an der Leitha
www.isi-dance.at

Weitere Blogs zu ähnlichen Themen:
Da steht was weg.
Was mich glücklich macht (Teil 2).
Der Striezel und das Schatzi.
Warum lächelst Du?
Das ist auch eine Möglichkeit.
Schön verheiratet.
Schlechtes Gewissen.
1. April 2009.
Freiheit für Jenny.
Gott zum Gruße.
Kein gutes Benehmen.22

Sarah Wiener und die Fake-News.

Manchmal kommt etwas gerade recht.
Das kann ein Bericht sein, eine Studie, ein Mißstand, ein Bild oder auch: Fake-News.
Die Grünen greifen nach jedem Strohhalm, könnte man meinen, wenn man das hier eingehender betrachtet.

Sarah Wiener schreibt einen Brief.
Sie schreibt an ÖR Ing. Franz Reisecker „Sarah Wiener und die Fake-News.“ weiterlesen34

12 Fragen an Sarah Wiener.

Es ist nicht so wichtig,
wie die Wahrheit ist.

Ob sie hilfreich ist.
Ob sie bei anderen gut ankommt.
Ob sie einem zu Ansehen verhilft.

Aber es ist wichtig,
die Wahrheit zu sagen.”

(Birgit Medlitsch)
1) Sie sagen oft, Sie legen Wert auf regionale Lebensmittel. Woher kommen die Produkte (Lebensmittel), die Sie im Gut Kerkow Bauernmarkt verkaufen aber nicht selbst produzieren? Von anderen Landwirten aus der Region oder von einem Grosshandel wie zum Beispiel Terra? „12 Fragen an Sarah Wiener.“ weiterlesen36

7 Fragen an die Grünen*.

*Grüne = Die Grünen – die grüne Alternative (Österreich)

In den letzten Tagen gab es Beschwerden darüber, dass Journalisten bei Pressekonferenzen keine Fragen stellen dürfen.
Diese Kritik hat sich vornehmlich gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz gerichtet.
Aber auch die Grünen finden es nicht wert, Fragen von Journalisten zu beantworten. „7 Fragen an die Grünen*.“ weiterlesen
In den letzten Tagen gab es Beschwerden darüber, dass Journalisten bei Pressekonferenzen keine Fragen stellen dürfen.
Diese Kritik hat sich vornehmlich gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz gerichtet.
Aber auch die Grünen finden es nicht wert, Fragen von Journalisten zu beantworten. „7 Fragen an die Grünen*.“ weiterlesen
25

Märchen Nummer 5 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

Eine prominente Köchin bezeichnet sich selbst als theoretische Landwirtin, Chef-Ideologin und Visionärin.
Für einige ist sie allerdings nur eine Meisterin der Selbstdarstellung. Eine, die oft über sich selbst, ihre Ansichten und “Werke” spricht. Eine, die gerne Geschichten erzählt, mitunter sehr frech ist und auch laut werden kann.

Das Märchen von der erfolgreichen Geschäftsfrau.

Und da sind sie wieder: Menschen, die Sarah Wiener als erfolgreiche Geschäftsfrau bezeichnen. Warum tun die das? „Märchen Nummer 5 der Sarah Wiener.“ weiterlesen131

Märchen Nummer 4 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

Da gibt es Menschen, die ihr ganzes Leben nach der Natur ausrichten. Sie dreschen bei 40 Grad das Korn oder bringen bei nicht weniger Hitze das Heu ein. Sie richten ihr Leben nach den Bedürfnissen der Tiere, die bei Ihnen am Hof leben, aus. Sie kennen keinen Feierabend, kein Wochenende und keine Feiertage.
Die Natur bestimmt ihr Leben.

Diese Menschen nennt man Bauern.

Das Märchen von der Bio-Bäuerin.

Und dann gibt es Investoren. Investoren, die Land kaufen. Land, das bisher Bauern ihr eigen nannten. Und es gibt eine Visionärin, die von diesen Investoren unterstützt wird. Eine Visionärin, die Mitarbeitern beim Arbeiten gerne über die Schulter schaut und mit den Tieren am Hof kuschelt. „Märchen Nummer 4 der Sarah Wiener.“ weiterlesen140

Märchen Nummer 3 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

In einem Interview mit der dpa (Deutsche Presse-Agentur, April 2019) bezeichnet sich Sarah Wiener in Bezug auf Gut Kerkow als „Chefideologin“, die Visionen hat.

In diversen Interviews mit ihr kann man nachlesen und nachhören, was sie nicht alles erneuert und verbessert und auch „neu erfunden“ hat.
Auch – so kann man in ihrem neuen Buch nachlesen – soll Gut Kerkow für sie etwas desolat und führungslos gewirkt haben. In einem Interview (Berliner Zeitung 17.6.2018) spricht sie sogar von einem völlig marodem und verschuldetem Hof.

Bild: David Zydd auf Pixabay.


Das Märchen von der Visionärin.

Sarah Wiener hat – gemeinsam mit ihren Partnern – Gut Kerkow im Jahr 2014 gekauft.
Der vorherige Eigentümer, und sehr bekannte und angesehene Diplomagraringenieur Johannes Niedeggen, „Märchen Nummer 3 der Sarah Wiener.“ weiterlesen64

Märchen Nummer 2 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

Die Vorgeschichte: In einem Interview (Ö1 Morgenjournal, 20.3.2019) sagte Sarah Wiener: „Wir haben eine Landwirtschaft, wo man einfach Fläche subventioniert. Also jeder Hektar wird subventioniert, egal, was Du da machst, und wer’s hat, und ob er überhaupt Landwirt ist. Und natürlich bin ich dagegen.“

Diese Aussage ist falsch, wie unter anderem vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in einem Schreiben erklärt.


Das Märchen von der Landwirtschaft. Oder: Sarah Wiener und ihre Partner.

Sprechen wir über die Empfänger von Agrarförderungen, die “keine Bauern sind”. Sprechen wir über Sarah und ihre Landwirtschaft. Gut Kerkow. Das ist zwar ein landwirtschaftlicher Betrieb, aber – wer sind die Eigentümer? Sind das Landwirte? „Märchen Nummer 2 der Sarah Wiener.“ weiterlesen66

Märchen Nummer 1 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

Wir sehen weites Land.
Unser Land.
Das Land unserer Bauern.
Land, auf dem das wächst, was wir brauchen.
Bestellt, behütet und beerntet.
Da steht er, der Bauer.
Ein Mensch, der nichts anderes möchte,
als das bewahren, was uns ernährt.
Wissend um die Natur. Wissend um alles,
was das bedroht, was uns ernährt.

Er lebt in und mit der Natur und trotzt ihren Gewalten, wenn es darum geht, das zu tun, was getan werden muss. Weil es die Natur verlangt. Und er tut es gern. Und ehrlich.

Und jetzt?
Jetzt kommt Sarah.
Sarah erzählt ihm, dass er es nicht richtig macht. „Märchen Nummer 1 der Sarah Wiener.“ weiterlesen77

Ältere Dame.

Schönheit ist etwas … Schönes.
Die meisten Menschen wollen „schön“ sein.
Ich natürlich auch.
Und so freue ich mich über meine Haare.
Sie sind sehr kräftig und dicht, und wachsen recht schnell.
Im Jahr so ca. 20 Zentimeter.

Eigentlich hätte ich sie gerne wieder ganz lang. Als Biobäuerin muss ich mir die Haare aber fast täglich waschen. Und das ist mühsam, wenn sie so lang sind. Kurz möchte ich sie aber auch nicht haben, weil ich dann jede vierte Woche zum Friseur muss.

Und so kam es, dass ich gestern abend das Schatzi gefragt habe, was er denn so dazu meint. Kurz oder lang?

Ich weiss, dass ist nicht einfach für einen Mann. Aber er hat da nicht lange nachgedacht und gemeint: „Mach wie Du glaubst. Aber es kommt ja nicht von ungefähr, dass viele ältere Damen kurze Haare haben.“

Wow. Was hat der gerade gesagt?
Ältere Dame?
Mein Mann.
Mein Schatzi.
Sagt das.
Zu mir!
Da muss ich aber gar nichts darauf sagen.

Weil: weisst, Schatzi, spätestens heute abend liest Deine Schwiegermutter diesen Blog.

35

Vermummt zur Ortsbauernratswahl.
Extrem geheim – geheime Extreme.

Die Ortsbauernratswahl ist eine geheime Wahl.
So wie andere Wahlen auch.
Und manche nehmen es mit dem Geheimnis ganz genau.
So vor kurzem in Hohenau.
Einer Gemeinde am Rande von Österreich.

Es ist Dienstag.
Dienstag, der 5. Februar 2019.
Ein kalter Tag.
Der Wind lässt es uns die Luft noch kälter empfinden.
Und da ist es schon verständlich, wenn man sich ordentlich einpackt und schützt.
Mit Mütze und Schal.
Ja, das ist verständlich.
Also dann, wenn man draussen ist.
Draussen in der Welt. Im Freien.


Und so geschieht es, dass an diesem Tag, dem Tag der Ortsbauernratswahl in Hohenau, eine Person zum Wahllokal eilt.
Diese Person ist erkennbar, also nicht grossartig gegen Kälte und Wind geschützt.
Und man denkt sich nicht viel.
In diesem Moment noch nicht.
Aber dann, kurz bevor diese Person in den Bereich des Wahllokales (im Inneren des Atrium) tritt, wird von ihr/ihm eine Mütze aufgesetzt und ein Schal um den Kopf gewickelt.
Und so ist diese Person nun nurnoch sehr schwer, wenn überhaupt erkennbar.
Alleine die Statur lässt hinter dieser Erscheinung eine männliche Person vermuten.

Die Person betritt den Raum, in dem die Wahlkommission und einige andere Personen (Wahlberechtigte) anwesend sind.
Er/Sie geht schnurstraks zur Wahlurne, legt einen Ordner auf den Tisch, nimmt das Wahlkuvert heraus und wirft es in die Urne.
Dann verlässt die Person den Raum und das Atrium.
Schweigend.
Ja, schweigend.
Kein Gruß nach links, kein Gruß nach rechts.
Nichts.
Schweigend.
Vermummt.
Offenbar in geheimer Mission.

Bevor ich es vergesse: bei dieser Wahl wurde der Wahlvorschlag vorher an alle Wahlberechtigten an deren Wohnadresse zugestellt, um auch Wahlberechtigten, die am Wahltag keine Zeit haben, die Teilnahme an der Wahl zu ermöglichen.
Und der Wahlvorschlag wurde fast einstimmig angenommen.
Nur eine der abgegebenen gültigen Stimmen war gegen den Wahlvorschlag.
Ob die wohl von dieser geheimnisumwobenen Person stammt?
Die Gegenstimme?
Wir werden es nie erfahren.

Das war eine weitere Berichterstattung.
Aus Hohenau.
Einer Gemeinde am Rande von Österreich.


15

Alles dobre.

Ja, da wohne ich.
Im Nordosten Österreichs.
Direkt an der Grenze zur Slowakei und zu Tschechien.
Wir haben hier nicht viel.
Die Thaya fließt in die March, die Au ist schön, aber sonst – nein, wir haben hier nicht viel.
Es passiert auch nicht viel.
Abgesehen vom Mißtrauensantrag gegen den früheren Bürgermeister und seinem Rücktritt passiert hier nicht wirklich etwas aussergewöhnliches.
Und so ist es halt ein bisserl fad, für einige hier an der Grenze.

Auch bei mir ist nicht viel passiert in den letzten Tagen.
Ich habe viel Zeit am Schreibtisch verbracht und bin kaum rausgekommen.
Aber heute, heute da war ich draussen.
Und zwar nicht irgendwo.
Also ich bin nicht weggefahren.
Nein. Nach dem Motto “Fahr’ nicht fort, kauf im Ort” bin ich hier geblieben.
Hier in Hohenau.
Da, wo manches anders ist, ganz anders als im Westen von Österreich.


“Stimmt das – der Herbert hat einen Herzinfarkt gehabt, und der Gerhard liegt im Koma?”
So schallt es mir heute entgegen.
Im Wirtshaus wurde das gestern so – naja – kommuniziert, sage ich jetzt einmal.
Damit hier ein schönes Wort steht.

Herbert, das ist mein Schatzi, und Gerhard, das ist sein Bruder.

Also bitte – der Herbert war letzte Nacht sehr gut drauf.
Also in der Nacht.
Das hätte er mit Herzinfarkt nicht geschafft.
Jetzt sitzt er beim Zahnarzt.
Und Gerhard?
Den ruf ich gleich an.
Nein, sagt er, er macht gerade Sport, der Gerhard.
Kann man im Koma nicht.
Kein Koma.

Und das war die aktuelle Berichterstattung.
Aus Hohenau.
Einer Gemeinde am Rande von Österreich.
Dort, wo man sagt: “alles dobre”.

(Anmerkung: “alles dobre” = alles gut.)

21

Die NÖN und das Kreuzerl.


Oder: Bürgermeisterwahl in Hohenau – die Berichterstattung.

Sie war spannend und doch wieder nicht.
Spannender war für mich wieder einmal die Berichterstattung der Regionalmedien. So haben sich schon manche Redakteure “ausgezeichnet”, als sie über den Mißtrauensantrag gegen den ehemaligen Bürgermeister Robert Freitag berichtet haben. “Ausgezeichnet” in dem Sinne, als manchen Redakteuren offenbar die Gemeindeordnung nicht einmal in Grundzügen bekannt war und ist, obwohl sie sehr oft über Ereignisse im Bereich der Kommunalpolitik berichten. Auch fehlerhafte Bezeichnungen sind leider sehr häufig.

Ich fange einmal mit ganz einfachen Dingen an. Hohenau an der March ist kein Ort. Hohenau an der March ist eine Gemeinde. Somit gibt es keine “Orts-Chefs” und auch keine “Orts-Partei”. Es gibt Bürgermeister, Vizebürgermeister, Gemeinderäte, Mitglieder des Vorstandes, Gemeindeparteien, Gemeindeparteiobmänner, u.s.w. Aber es gibt hier nichts mit “Ort-“.

Jetzt lese ich in der Onlineausgabe der NÖN (Internet, 29.1.2019, 00:30 Uhr) “Wolfgang Gaida jetzt SP-Ortschef”. Nicht böse sein, aber er ist weder SP-Ortschef, noch SP-Gemeindechef, er ist Bürgermeister. Und zwar einer der Fraktion der SPÖ. Und – in der Headline wäre noch Platz für ein Verb gewesen. Aber das nur so nebenbei.

Und wieder lese ich das Wort “Ortschef” im ersten Absatz. Und dann noch “Der bisherige SP-Vize”. So etwas gibt es auch nicht. Er war bisher Vizebürgermeister. Und zwar einer, der der Fraktion der SPÖ angehörte.

Aber es geht ja noch weiter. “Nicole Prohaska, die schon bei der Gemeinderatswahl 2015 auf der Kandidatenliste gestanden war, rückte nach und sitzt ab sofort im Ortsparlament”. Es ist immer wieder schön, und ich weiss, man lernt es in der Schule: keine Wortwiederholungen. Aber hätte jemand die Bücher von Wolf Schneider gelesen, das sind Lehrbücher für angehende großartige Journalisten, oder sogar die Hamburger Henri-Nannen-Schule besucht, würde niemand “Ortsparlament” schreiben. Sondern Gemeinderat. So heisst das höchste Gremium in einer Gemeinde nämlich. Gemeinderat.

Und übrigens: Nicole Prohaska hat nicht einfach so nebenbei auf der Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl 2015 gestanden, deren korrekte Bezeichnung “Wahlvorschlag” ist. Dass sie auf dieser sogenannten Liste gestanden hat, macht es erst möglich, dass sie ein Gemeinderatsmandat innehaben kann, sprich Gemeinderätin werden kann. Durch das Ausscheiden von Robert Freitag aus dem Gemeinderat musste sein Mandat neu besetzt werden und Nicole Prohaska ist – aufgrund ihres “Listenplatzes” nachgerückt.

Es nimmt ja kein Ende. Wieder ist dann von einem SP-Vizebürgermeister die Rede. Von mir aus. Man könnte es durchaus schöner und korrekter ausdrücken. Aber was dem ganzen die Krone aufsetzt: “… für Bartosch gab es abermals nur fünf Kreuzerl”. Acht Wörter und drei Fehler. Das muss man erst einmal schaffen.
Erstens sollte man schon auch den Vornamen nennen, denn es sitzen zwei Gemeinderäte mit dem Nachnamen Bartosch im Gemeinderat.
Zweitens gehört zu einer objektiven Berichterstattung, dass man ohne Bewertung berichtet. “…gab es abermals nur fünf Kreuzerl” ist nicht objektiv. Ausserdem ist nicht klar, was genau an diesen “fünf Kreuzerl” schlecht sein soll. Denn: hätte man hier im Vorfeld recherchiert, dann wüßte man, dass die vorhergehenden Bürgermeister meist einstimmig, also ohne 5 Stimmen für GGR Ing. Herbert Bartosch, gewählt worden sind. Sprich: das sind nicht “nur” 5 Kreuzerl, sondern, wenn man schon von “Kreuzerl” spricht und wertet, “gute” 5 Kreuzerl.
Und drittens: es gab keine Kreuzerl. Es wurde nämlich so gewählt, wie es gesetzlich in der NÖ Gemeindeordnung 1973 in der aktuellen Fassung vorgesehen und vorgeschrieben ist. Nämlich mit leeren Stimmzetteln. Da konnte niemand ein Kreuzerl machen, sondern nur einen Namen darauf schreiben. Und zwar den Namen der Person, der die einzelnen Gemeinderäte ihre Stimme gaben.

Hätten die Gemeinderäte bei dieser Wahl ein Kreuzerl gemacht, wäre ein Kreuzerl gewählt worden.
Ja, ein Kreuzerl wäre jetzt Bürgermeister.

Medien sollen objektiv berichten. Auch haben Sie einen Informations- und Bildungsauftrag. Diesen sollten sie auch als Regionalmedium wahrnehmen, und korrekte Bezeichnungen verwenden. Auch sollten sie nur dann über etwas berichten, wenn sie auch darüber ausreichend Bescheid wissen.

Unsere Sprache verroht. Besonders viele junge Menschen gehen nicht sorgsam damit um, woraus ein “flapsiger” Umgang mit unserer Sprache resultiert und diese im Laufe der Jahre verkümmert. Nun ist Sprache aber wichtig. Sehr wichtig. Sie gehört zu unserer Kultur. Sie ist Kultur. Und es ist Aufgabe von Menschen, die für andere schreiben, sei es als Autor oder Journalist, diese Sprache zu bewahren, mit ihr sorgsam und präzise umzugehen. Der Gemeinderat ist das höchste Organ einer Gemeinde. Diesem steht der Bürgermeister vor. Und: Bürgermeister ist ein Amt. Ein flapsiger Sprachgebrauch in diesem Zusammenhang ist nicht nur unangebracht, sondern auch diesem Gremium und dessen Mitgliedern nicht würdig.

Bevor ich es vergesse: Wolfgang Gaida (SP) ist mit 13 von 18 Stimmen zum Bürgermeister gewählt worden. Ing. Herbert Bartosch (VP) erhielt 5 Stimmen. Dieter Koch (SP) ist mit 13 von 18 Stimmen zum Vizebürgermeister gewählt worden. Auch in diesem Wahlgang entfielen 5 Stimmen auf Ing. Herbert Bartosch (VP).

Zur Information: der Gemeinderat in Hohenau an der March besteht aus 21 Gemeinderäten – 15 der SPÖ, 5 der ÖVP und ein freier Mandatar (ursprünglich von der FPÖ nominiert).

30

Diskussion mit dem Schatzi.

Man kann streiten.
Besser ist es aber, wenn man diskutiert.
Das Schatzi und ich haben Streitkultur.
Wir streiten nicht.
Wir diskutieren.
Das machen wir ganz zivilisiert.

Und so hat sich heute dieser Dialog ergeben.

Er: Also so kann man das nicht machen. Das bringt nichts.
Ich: Doch, das kann man machen. Rein rechtlich geht das.

Er: Also da bin ich nicht Deiner Meinung.
Ich: Ich bin schon meiner Meinung.

12

Nicht sprechen. Lesen.

Man spricht miteinander.
Man unterhält sich.
Über dies und das.
Verschiedenes.
So wie man das eben macht.

Auch GGR Ing. Herbert Bartosch.
Er spricht mit Bürgermeister Robert Freitag.
Man spricht miteinander.

Und so geschah es, dass Herbert in einem Gespräch so nebenbei fragte:
“Sag, wann ist die Eröffnung der Ordination?”
Er hat einfach nur gefragt. Im Gespräch.
Und das war die Antwort des Bürgermeisters:

“Steht in der Gemeindezeitung.”

Ja bitte – geht’s noch?
Alles in Ordnung?
Wo ist denn da die Gesprächskultur?
Haben wir überhaupt eine Kultur?
Darf man nicht nach einem Termin fragen?
Einfach so?

Diese überhebliche und herablassende Art des Bürgermeisters ist kein Novum.
Seit längerer Zeit schon gibt es von Seiten des Bürgermeisters Antworten in derlei Ton.
Und auch verbale Attacken.
Nicht nur gegenüber GGR Ing. Herbert Bartosch.
Es fällt auf.

Bereits in der Sitzung des Gemeindesrates am 12. Dezember 2017 ist dies aufgefallen. Und es hat im Laufe des Jahres 2018 keine Besserung seitens des Bürgermeisters gegeben. Und diese Art der Kommunikation setzt er auch im Jahr 2019 fort.

So am 2. Jänner 2019: bei der Eröffnung der Ordination von Dr. Shahram Adel.

GGR Ing. Herbert Bartosch “erdreiste” sich bei der Eröffnung der Ordination mit Barbara, einer der Arztassistentinnen unter anderem über die Abläufe in der Ordination, die Arbeitszeit und die freien Tage zu sprechen. Herbert hat gefragt, weil es ihn interessiert.
Er interessiert sich für andere Menschen. Er interessiert sich dafür, wie andere Menschen ihr Leben gestalten, womit sie sich gerne beschäftigen, was ihnen wichtig ist, was sie erfüllt und vieles mehr. Das machen Menschen, die sich engagieren, sozial oder politisch. Sie interessieren sich für andere.

Das ist ein Zeichen von Wertschätzung.
Wertschätzung drückt sich unter anderem in Interesse, Aufmerksamkeit und Freundlichkeit aus.
Sprich: mit diesem Gespräch drückte Herbert seine Wertschätzung aus.
Wertschätzung gegenüber dem Arzt, seiner Familie und seinen Assistentinnen.
Wertschätzung gegenüber jenen, die sich der kranken Menschen annehmen.

Offenbar hat der Bürgermeister dieses Gespräch mitangehört, und es scheint ihm nicht gepaßt zu haben.
Denn er sagt – zu Herbert gewandt – “Steht eh in der Zeitung drin. Hast sie nicht gelesen?”

Ja geht’s noch?

Wie sagt meine Mama so schön?
Einmal ist es vorbei, sagt sie. Ja. Und jetzt ist es wirklich vorbei. Es reicht.
Man kann sich ja wohl ganz normal mit anderen Menschen unterhalten. Oder passt das dem Bürgermeister jetzt auch nicht? Schreibt er jetzt auch schon vor, wer sich mit wem wo, wann und worüber unterhalten darf? Die “Nummer Eins”?

Übrigens: auch in der letzten Sitzung des Gemeinderates hat es einen Vorfall dieser Art gegeben.
Es ist sogar soweit eskaliert, dass “eingeschritten” werden mußte. Ja genau. Eingeschritten.

Aber dazu in einem anderen Blog. Demnächst.

Weitere Blogs zu ähnlichen Themen:
Hohenau ohne Freitag.
Das karierte Hemd.
Der Herbert war’s (nicht).
Will Bürgermeister keine Windräder?
Keine Antwort.
17

Maria und der letzte Apfel.

Ja, vor rund 10 Jahren, da war er (noch) umschwärmt.
Der Herbert.
Mein Schatzi.
Da gab es einige.
Nur – die konnten sich nicht so recht entscheiden.
Tja. Dumm gelaufen.
Denn – ich treffe Entscheidungen sehr schnell.
Und ich bleibe dann auch dabei.

Und Herbert hat sich auch schnell entschieden.
Denn – kaum dass es gefunkt hat, sind wir schon zusammengezogen.
Nach zwei Wochen!
Schön, dass er mich eingeladen hat, mit ihm zu leben.

Und so kam es, dass die Damen, die ihn damals (noch) umschwärmt haben, leer ausgegangen sind.
Nur bis sie das endlich kapiert hatten, hat es sehr, sehr lange gedauert.
Weil das Schatzi auch nicht so einer ist, der das so direkt und unverblümt sagt, dass da nichts geht.
Er zieht sich leise zurück.
So ist er.

Aber die Damen haben’s teilweise nicht gecheckt.
Und so ist es geschehen, dass heute, nach mehr als 10 Jahren, nachdem das Schatzi und ich geheiratet haben, einander versprochen haben, und glücklich sind, dass heute eine Dame noch immer keine Ruhe findet. Und auch uns keine läßt.

Sie hat damals sehr lange gezögert.
Und als ich dann da war, kam ihr plötzlich in den Sinn:
“Huch – das war der letzte Apfel.
Den hätte ICH doch gerne gehabt.”

Und heute meint sie, sie könnte ihn sich holen.
Den Apfel.
Den letzten.
Die Maria.

Sie ruft an.
Sie schickt SMS.
Sie versucht es über Facebook.
Sie versucht es über WhatsApp.

Ja, wird mancheiner sagen, sie will halt mit Herbert befreundet bleiben.
Also bitte.
Jössas.
Meine (männlichen) Freunde sprechen ganz normal mit Herbert.
Und seine (weiblichen) Freundinnen sprechen ganz normal mit mir.


Aber Maria – Maria spricht nicht mit mir.
Bin ich am Telephon, legt sie auf.
Rufe ich sie zurück, legt sie auf.

Also wissen wir nun: die will mehr.
Und sicher nicht von mir.
Und – sie stalkt.

Ich bin gespannt, was sie sich demnächst einfallen läßt.
Denn sie versteht es nicht.
Die Maria.18

DHL will meinen Blog versenden.

Ja, DHL. Und da gibt es noch andere sogenannte Paketdienste.
Aber – DHL ist mir heute ganz besonders aufgefallen.
Heute ist der 28. November 2018.
Es ist 13:55 Uhr.
Ich bekomme einen Anruf von der Nummer 01-76600.
Ein Herr S. von DHL ist am Telephon.

Es ist ein sehr schwieriges Telephonat.
Wir alle wissen ja, die Kommunikation zwischen Mann und Frau ist machmal eine schwierige.
Aber damit hat es jetzt wahrlich nichts zu tun.

Herr S. von DHL meint, er wäre im Internet auf meine Seite gestoßen.
Da denke ich natürlich gleich an meinen Webshop Sandali oder an meine Bio-Landwirtschaft Bio-Birgit.
Aber nein.
Dasistlos.at heißt die Seite, meint er.

Aha, auch gut. Vielleicht möchte DHL ja Werbung auf meiner Seite machen.
Gut besucht ist sie ja.
Schauen wir einmal, was Herr S. von mir möchte.

Herr S. meint, ob ich nicht via DHL versenden möchte.
Ich: “Und was soll ich da versenden?” .

Herr S. schweigt.

Ich: “Das ist ein Blog. Ein Online-Blog, sage ich ihm.

Stille am Telephon.

Haben Sie das verstanden? Den Blog gibt es nur im Internet.
Da wird nichts versendet.”

Noch immer Stille.

Und dann – die scheinbare Lösung für Herrn S. – in letzter Minute.
Er meint: “Sie sind ja auch Autorin.
Ich: “Ja.”
Er: “Sie schreiben ja Bücher.”
Ich: “Ja. Und die versende ich selber?”

Es ist ein Kampf.
Ein Kampf um’s wirtschaftliche Überleben der Paketdienste.
Und ein Kampf um die Intelligenz.
Wobei – der, der’s nicht hat, der kämpft wahrscheinlich nicht.10

Die Semmel, das Schatzi und ich.

Die Semmel. Sie hat viele Formen.
In ihrer schönsten Form finden wir sie als Kaisersemmel.
Ich mag den Duft von frischen Semmeln.
Sie riechen wie Weizenfelder zur Erntezeit.

Jemandem eine Semmel zu schenken, war früher eine noble Geste.
Auch galt anfangs des 20. Jahrhunderts eine Semmel als Festtagsschmaus.
Und auch ich finde die Semmel in ihrer Erscheinung majestätisch.
Sie ist golden und hat etwas Erhabenes, Besonderes.

Ich freue mich, wenn meine Semmel aussen gerade so richtig knusprig ist und innen flaumig weich.

Sie scheint perfekt zu sein.
Oder doch nicht?
Denn – so eine Semmel wird zumeist durchgeschnitten.
Waagerecht.

In zwei Hälften.
Unterschiedliche Hälften.

Und da geht es los.
Mit dem Schatzi.
Mit der Semmel.
Und mit mir.

Die obere Hälfte ist abwechselnd dick und dünn.
Sie liegt so gut in der Hand.
Sie ist knusprig und flaumig.
Sie ist meine Lieblingshälfte.

Die untere Hälfte ist eher dünn und flach.
Und sie ist auch nicht so knusprig.
Und nicht so flaumig.
Ich will die nicht.

Ja, und dann ist da das Schatzi.
Und die Liebe.
Und oft macht die Liebe etwas mit uns, das wir nicht verstehen.
Sie verleitet zum Verzicht.
Verzicht zugunsten des Schatzis.

Und so geschah es, dass ich verzichtete.
Ich verzichtete auf meine ach so heiss geliebte obere Hälfte meiner goldenen Kaisersemmel.

Und so biß ich lächelnd (und innerlich sehr unzufrieden) in die untere Hälfte meiner Semmel,
und überließ dem Schatzi meine dicke, knusprige obere Hälfte.

Und das Schatzi gab mir dafür – ganz generös – seine untere Hälfte der Semmel.
Die ich wiederum mit einem Lächeln (innerlich weinend) entgegennahm und (mittlerweile appetitlos) verzehrte (damit’s wegkommt).

So ging das eine Weile.
Also es ging Wochen, Monate und Jahre.

Aus Liebe.
Meine Liebe zu ihm.
Seine Liebe zu mir.

Es war eine sehr, sehr lange Zeit.

Und dann, irgendwann stellten wir fest:
Das Schatzi will die obere Hälfte gar nicht.
Er kann die überhaupt nicht leiden.
Nein, er will die untere Hälfte.
Er findet die toll!

Wahnsinn.
All die Jahre!
All die Semmeln!

Und so geschah es, dass sich alles zum Guten wandte.

Ich durfte die von mir geliebte obere Hälfte meiner Semmel behalten
Und ich bekam noch eine obere Hälfte dazu.

Und das Schatzi durfte die von ihm geliebte untere Hälfte seiner Semmel behalten.
Und bekam noch eine untere Hälfte dazu.

Und jetzt freuen wir uns.
Wir freuen uns darüber, dass wir so unterschiedlich sind.

Weil – unsere Unterschiedlichkeit hat viele Vorteile.
Nicht nur bei der Semmel.

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1. April 2009.11

Was mich glücklich macht. (Teil 3)

Was macht eine kleine Bio-Bäuerin glücklich?
Natürlich eine schöne Ernte.
Aber – die ist in diesem Jahr nicht so gut ausgefallen
Und das ist noch positiv formuliert.



Heute hat mich ein E-Mail glücklich gemacht.
Von meinem Zahnarzt.
Ja, ihr lest schon richtig.
Von meinem Zahnarzt.

Er hat nämlich bei mir einen größeren Einkauf getätigt.
Unter anderem die feine Gemüsewürze, die ich aus meinem eigenen Bio-Gemüse herstelle.
Er schwärmt davon, und hat sich viele, viele Gläser “gesichert”.
Jetzt hat er mir ein E-Mail geschickt, mit einem Photo von einem Teil des Vorrats.

“Der Winter kann kommen”, hat er geschrieben.

Und ich freue mich.
Ich freue mich, dass meine selbst produzierten feinen Lebensmittel so gut angenommen werden.

Mehr braucht’s nicht zum Glück einer kleinen Bio-Bäuerin.

Übrigens: meine Produkte findet ihr hier: https://www.bio-birgit.at/bio-birgit-shop/

 

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Gespräche mit der Mama. (Folge 1)

Telephonate mit meiner Mama sind sehr erfrischend, lustig und nehmen häufig eine erstaunliche Wendung.

Die Mama ist keine Frau der vielen Worte, aber sie ist eine, die alles sehr treffsicher und einfach
auf den Punkt bringt.

Eine weise Frau.

Auch in unserem Gespräch von heute, also in unserer Folge 1.




Ich: Stell Dir vor, Mama, da sitzt ich heute am Clo und schau auf das kleine Küberl unter dem Waschbecken.
Und da war so was wolliges, rundliches.
Neben dem Küberl.
Das hat ausgeschaut wie eine Maus.

Die Mama sagt nichts.




Ich: Und dann schau ich genau – war das ein Lurch.

Die Mama sagt noch immer nichts.
Stille am anderen Ende der Leitung.

Dann – die Mama: Sei froh.

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1. April 2009.9

Die böse Birgit. (1)

Ja, die Birgit ist böse.
Wirklich böse.
Ein böse Frau.

Die hat ein Gehirn und (be)nutzt es.
Die macht sich Gedanken zu vielen Dingen.
Vielleicht zu viele Gedanken.
Manchmal sind diese Gedanken für sie sehr belastend.
Aber eigentlich sind es nicht die Gedanken, die sie so belasten, sondern die Dinge, über die sie sich Gedanken macht.

Belastungen sind ungesund.
Und darum befreit sich die Birgit davon.

Sie spricht.
Sie schreibt.
Sie stört.



Die Birgit stört.
Darum ist die Birgit böse.

Sie stört die, die sich keine Gedanken machen.
Die, die nichts hinterfragen.
Die, denen es egal ist, wie es anderen Menschen geht.
Die, die sich keine Gedanken darüber machen, ob das, was geschieht, so geschehen soll.
Die, die meinen, alles soll so bleiben, wie es ist, auch wenn es nicht in Ordnung ist.
Die, die gelernt haben, nichts zu sagen.

Vielleicht wäre es besser, über die Dinge nachzudenken, über die die Birgit schreibt und spricht.
Vielleicht wäre es bessser, die Dinge zu hinterfragen.

Und das gilt nicht nur für die Birgit.

Demnächst erscheint mein Blog: “Der arme Herbert.”

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10

Glättung Nummer 2.

Ich brauche ein Portraitphoto.
Immer wieder fehlt mir für verschiedene Gelegenheiten ein schönes, professionelles Portraitphoto von mir selbst.
Am Dienstag war es dann so weit.
Ich fasste mir ein Herz und vereinbarte einen Termin beim Photographen.
Und hier fängt alles an.

Die Geschichte der Glättung Nummer 2.



Haare waschen, Haare frisieren (das mach ich sonst nie!), Haare föhnen, nicht einfach so, sondern mit der Rundbürste. Das ist schon einmal ein Aufwand, den ich gar nicht mag. Die sollen alleine trocknen. Ich will nicht vor’m Spiegel stehen und mir die Arme mit Föhn und Rundbürste verrenken. Noch dazu hab ich diese eigenartigen Haare. Man frisiert sie und 2 Minuten später sind sie wieder so verheddert, dass man wieder nicht mit der Bürste durchkommt und jedes 2. Haar ausreisst. Eine Aufgabe, die in Oberarm-Muskeltraining endet.

Aber – was tut man nicht alles für ein schönes Portraitphoto.

Meine dekorative Kosmetik hab ich schon vor Jahren weggeräumt.
30 Minuten habe ich gesucht.
Dann habe ich eine Grundierung, ein helles Puder und ein kleines Pinserl gefunden. Das Rouge war unauffindbar. Lediglich der grosse Rougepinsel ist aufgetaucht, mit noch etwas Rouge aus vergangenen Zeiten d’rauf. Um genau zu sein, das war 10 Jahre alt – also bereits pubertierend.

Ich malte mir also ein Gesicht.
Und ich dachte, es wäre ein schönes Gesicht.



Jetzt musste ich noch verschiedene Outfits suchen. Keiner meiner Blazer passte mir noch. Also nahm ich den schönen schwarzen von Ivan Grundahl, geschätzte 15 Jahre alt, wo die Knöpfe 10 cm von den Knopflöchern entfernt sind.
Sieht ja keiner.
Ist ja nur ein Brustbild.
Das geht schon.

Das Photoshooting war anstrengend.
Das Ergebnis …

“Jessas. Soooo schau’ ich aus?”
“Bist ja keine 20 mehr” meinte mein Photograph.
Naja gut, aber sooo schiach?

Das kann ich gar nicht verwenden.
Das geht nicht.

Meine ganzen Hoffnungen setzte ich nun auf die Retusche.
Leider setzte sich mein Photograph kurzfristig ab, weil irgendetwas passiert war.
Nun stand ich alleine da.

Und da – da kommt Isi ins Spiel. Ja, mein Tanzlehrer Isi (www.isi-dance.at).
Er gab mir einen wirklich wunderbaren Tip: Snapseed. Eine App, mit der man am Handy Photos retuschieren kann. Also eine grobe Retusche, nicht wie vom Profi, aber so, wie ich sie halt gerade noch schaffe.

Dieses Ding, also Snapseed, ist der Hit.
Es bietet tolle Möglichkeiten, Bilder zu verändern.
Und ich spreche da nicht von Helligkeit und Kontrast – haha.
Nein, davon nicht.
Ich spreche von Retro, Glamour Glow, Grunge, und solchen Dingen.



Aber vor allem – ja – vor allem spreche ich von Glättung.
Ja, Glättung.
Es gibt Glättung 1 und Glättung 2.
Ich hab’ Glättung 2 gewählt.

Und jetzt – jetzt bin ich wieder 20.

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Da steht was weg.

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Das ist kein Fest.

Manchmal ist es nicht einfach, die Wahrheit zu erzählen. Manchmal ist es besser, nichts zu sagen. Manchmal ist es besser, die Wahrheit unter den Tisch zu kehren. Weil sie unangenehm ist. Weil man sich vielleicht selbst damit schadet – sich selbst in ein nicht so gutes Licht stellt. Aber – jetzt – ja genau jetzt – ist es wichtig, wichtig für mich, die Wahrheit zu erzählen. Die Wahrheit über das Erntedankfest in der Gemeinde, in der ich lebe. „Das ist kein Fest.“ weiterlesen28

Mode für Bio-Bäuerinnen. (1)

Ja, hier ist sie.
Die aktuelle Mode für Bio-Bäuerinnen.
Und für die, die es noch werden möchten.

Heute stelle ich das erste Outfit vor.
Eine Kleiderschürze. Genau.
Eine zum Wickeln.
Praktisch soll es sein. „Mode für Bio-Bäuerinnen. (1)“ weiterlesen22

Das Ende.

Normalerweise stelle ich mein Auto in den Hof.
Vor einigen Wochen hatte ich es vor unserem Haus in der Hauptstrasse geparkt.
Am nächsten Tag war der linke Hinterreifen kaputt.
Das kann ja passieren, dachte ich. „Das Ende.“ weiterlesen7

Schlechtes Gewissen.

Da sitzt das Schatzi im Büro und beschäftigt sich mit der Buchhaltung. Ich hab mich in die Küche zurückgezogen, surfe im Internet und schaue das WM-Spiel Belgien-Japan.

Ich freue mich für die Japaner und bin bestärkt in meiner Einschätzung. Irgendwie habe ich ein schlechtes Gewissen, dass ich das Match anschaue und mein Schatzi sich mit der Buchhaltung auseinandersetzen muss. „Schlechtes Gewissen.“ weiterlesen8

Der Müll, der Nöli und wir.

Manchmal erschrecke ich. Ich erschrecke, wieviel Müll wir produzieren. Wir beide, Herbert und ich. Ein Zwei-Personen-Haushalt. Dabei kaufen wir kaum etwas mit Verpackung ein, da wir sehr vieles selbst produzieren, also Gemüse und Obst. Und trotzdem. „Der Müll, der Nöli und wir.“ weiterlesen9

Leben als Frau in Hohenau.

Ja, ich war lange weg.
Und dann bin ich zurückgekommen.
In meine Heimatgemeinde.

In die Gemeinde, in der schon meine Vorfahren zuhause waren.
Viele Generationen zurück.
Ich gehöre sozusagen zu den Nachfahren der Ureinwohner von Hohenau.

Weil ich so lange weg war, habe ich gar nicht mehr gewußt,
wie es hier ist. Speziell für eine Frau. „Leben als Frau in Hohenau.“ weiterlesen7

Liebe, Frieden und Michaela.

1982.

Nicole.
Und der Friede.
Sie sang sich zum Sieg.
Mit Liebe und Frieden.
Und mich machte sie fertig.
Mit den Nerven.
Aber nicht direkt.
Da gab es jemanden, der konnte das viel besser. „Liebe, Frieden und Michaela.“ weiterlesen6

Freiheit für Jenny.

Die Jenny.
Gerade hat sie ihre ersten Schritte gemeistert.
Ganz stolz und mit einem permanenten Lachen im Gesicht geht sie nun aufrecht durch die Welt. Sie entdeckt die Welt ganz neu.

In den letzten Tagen ist sie schneller geworden. „Freiheit für Jenny.“ weiterlesen10

Da steht was weg.

Ja, ich bin dick. So ist es. Und das Schatzi ist auch ein wenig rundlich, aber sehr elastisch. Und wenn wir etwas schneller aufeinander zugehen, dann kann es sein, dass ich – bei seinem Bauch angekommen – gleich wieder abgefedert werde und leicht nach hinten kippe.
Zumeist lachen wir dann. Wir mögen das.
Auch spannt die Haut rund um den Bauch, und nicht nur dort. Herbert meint, darum sind wir faltenfrei. „Da steht was weg.“ weiterlesen

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Gott zum Gruße.

Aquarell von Birgit Medlitsch, 2002

Ja, wie ist das so im nordöstlichen Österreich?
Dort, wo ich wohne.
Wird man da gegrüßt?

Schön wär’s.
Soweit ich mich jetzt erinnern kann, grüßt der Jüngere den Älteren, der Herr die Dame, u.s.w. Aber hier und heute? Ich habe mir angewöhnt jeden zu grüßen. Nur – da kommt meist nichts zurück. „Gott zum Gruße.“ weiterlesen7

Das ist auch eine Möglichkeit.

Photo: “Isi” Ismet Özdek; aufgenommen in seiner Tanzschule in Bruck/Leitha www.isi-dance.at

Wir sind verschieden.
Sehr verschieden.
Herbert und ich.
Manches, das ihm wichtig ist, ist mir nicht wichtig und umgekehrt.
Wo ich mit Akribie dahinter bin, ist für ihn reine Zeitverschwendung.
Ja, da gibt es vieles.
Herbert ist gerne unter Menschen, ich fühle mich in einer ruhigen Umgebung wohler. „Das ist auch eine Möglichkeit.“ weiterlesen6

Das ist traurig.

Die ersten Rüben haben wir verloren. Dann die zweiten Rüben. Und jetzt hofft Herbert, dass die Kürbisse keimen, obwohl der Kürbisacker kurz nach dem Anbau starkem Regen ausgesetzt und “überschwemmt” war.

Da sitzt sie neben mir, meine Mama.
Nach vorne gebeugt und schüttelt den Kopf.

Wir fahren die Landstrasse entlang.
Sie sieht aus dem Fenster, auf die Felder.
Wieder schüttelt sie den Kopf. „Das ist traurig.“ weiterlesen5

Das karierte Hemd.

Kaum erscheint die “(nicht-)amtliche Mitteilung” der Marktgemeinde Hohenau an der March, ist bei uns zuhause Ausnahmezustand. „Das karierte Hemd.“ weiterlesen12

Was mich glücklich macht (Teil 2).

Nach dem Mulchen wird der Boden mit der Fräse bearbeitet.

Ein Acker, ein Schatzi, ein Traktor und einige Geräte.
Nicht, woran ihr denkt.
Also bitte.
Landwirtschaftliche Geräte.
Mulcher, Fräse, Kreiselegge und Kartoffeldammfräse. „Was mich glücklich macht (Teil 2).“ weiterlesen9

Der Striezel und das Schatzi.

Großer Wiener Sechsstrangzopf und kleiner Vierstrangzopf.

So ein Butterstriezel mit Hagelzucker …. Ja, das ist eine feine Sache. Und da kann man auch noch kreativ sein. Mittels Flechtung. Da gibt es unter anderem diese Zöpfe: „Der Striezel und das Schatzi.“ weiterlesen9

Was mich glücklich macht (Teil 1).

Kirsche am 11. April 2018

Ja, was macht eine Bio-Bäuerin glücklich?

Da gibt es so vieles.
Zum Beispiel ein Obstgarten.
Alte Sorten sollten es sein.
Und bio natürlich. „Was mich glücklich macht (Teil 1).“ weiterlesen6

Wer weiss, wozu’s gut ist.

Eigentlich war ich ünglücklich:
darüber, dass ich in diesem Jahr keine Jungpflanzen zum Verkauf anbieten konnte.
Ich bin im Frühling krankheitsbedingt einfach nicht in der Lage gewesen.

20.000 Jungpflanzen hätten es werden sollen.
Und jetzt sind es gerade einmal 400. Für meine Bio-Landwirtschaft. „Wer weiss, wozu’s gut ist.“ weiterlesen8

Kein gutes Benehmen.

Erwarte ich zu viel?
Bin ich anderes gewohnt?
Von früher vielleicht?
Oder von anderen Menschen, als jenen, mit denen ich es jetzt zu tun habe?
Bin ich ein böser Mensch, wenn ich das einfordere, was ich erwarte? „Kein gutes Benehmen.“ weiterlesen9

Kräuter im Frühling.

Mit steigenden Temperaturen steigt die Lust auf frische Kräuter. Das Schnittlauchbrot mit Radieschen – eine einfache Köstlichkeit auf unseren Tischen „Kräuter im Frühling.“ weiterlesen7

Der Herbert war’s (nicht).

Ja, das war eine Gemeinderatssitzung der anderen Art.
Am 20. März 2018 in Hohenau an der March. „Der Herbert war’s (nicht).“ weiterlesen11

Will Bürgermeister keine Windräder?

Ökozentrum ja.
Radwege ja.

Gesunde Gemeinde nein.
Bienenfreundliche Blumen nein.
Und Windräder schon überhaupt nicht.

Was ist mit dem Bürgermeister von Hohenau/March los? „Will Bürgermeister keine Windräder?“ weiterlesen13

Keine Antwort.

Ich habe eine Anfrage per E-Mail geschickt.

Die Beantwortung sollte normalerweise nicht mehr als 2 Minuten in Anspruch nehmen.
Aber – er antwortet nicht.
Der Bürgermeister von Hohenau. „Keine Antwort.“ weiterlesen14

Die andere Tanzschule.

September 2009.

Ich bin frisch verliebt.
Er ist ein toller Tänzer.
Ich habe noch nie getanzt.

Auf geht’s – in die Tanzschule. „Die andere Tanzschule.“ weiterlesen10

Schreiben ist zu wenig. (Biene 2)

Ja, die Bienen sind gefährdet.

Und wir können diese und jene Petition unterschreiben.
Wir können diesen und jenen Beitrag auf Facebook liken und/oder teilen.
Verschiedene Medien können darüber berichten.
Wir können auch Schuldige suchen.

Wir können aber auch etwas dagegen tun.
Jeder von uns.
Ich habe etwas getan. „Schreiben ist zu wenig. (Biene 2)“ weiterlesen5

Junges Gemüse – ganz früh.

Buchempfehlung

Gemüse im Supermarkt einkaufen?
Das kommt für mich gar nicht in Frage.
Wenn es um Gemüse geht, gilt:
was ich nicht selbst habe, gibt es nicht in meiner Küche.

Und so bin ich bestrebt, so viel Gemüse wie möglich sehr zeitig ernten zu können. Natürlich hilft mir dabei mein Gewächshaus, „Junges Gemüse – ganz früh.“ weiterlesen8

Die weiss alles besser.

Ja. Manchmal.
Manchmal weiss ich etwas “besser”.
Und das darf ich auch.
Ja, ich darf das.
Weil – ich hab’s mir hart erarbeitet.
Ich hab gelernt, vieles erlernt, mir vieles angelesen oder mir autodidaktisch beigebracht.
Ich hab mich für vieles interessiert.
Das tue ich heute noch. „Die weiss alles besser.“ weiterlesen8

Der Löwenzahn und die Biene. (Biene 1)

Es gibt sie:

Die Menschen, die den Löwenzahn in ihrem Garten
nicht wollen.

Die Menschen, die den Löwenzahn suchen, verfolgen,
aushacken und töten.

Die Menschen, die jammern „Der Löwenzahn und die Biene. (Biene 1)“ weiterlesen7

Schön verheiratet.

Sie: “Findest Du es schön, dass Du mit mir verheiratet bist?”
Er nickt (sehr brav): “Ja …?!”

Sie: “Wann?”
Er: “Immer, wenn ich dran denk.”



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Warum lächelst Du?
Nix.
Das ist auch eine Möglichkeit.
Schlechtes Gewissen.
1. April 2009.
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