Gerhard Bartosch kritisiert die SPÖ Hohenau.

Bezirksblatt Gänserndorf löscht den Artikel.

Bild: Screenshot Bezirksblätter, meinbezirk.at / Google Cache

Gestern hatte ich eine Unterhaltung mit Helmut Brandstätter (NEOS) über den Einfluss von Politikern auf Journalisten und einen Artikel von ihm im Kurier am 11.5.2019. Dabei ist mir nicht nur einiges klar geworden, sondern auch wieder in Erinnerung gerufen worden.

27.11.2019: Thomas Pfeiffer veröffentlicht im Onlineportal der Bezirksblätter Bezirk Gänserndorf, meinbezirk.at, eine interessante Geschichte.

Es geht darum, dass der aktuelle Obmann der VP Hohenau, Gerhard Bartosch, meint, die SPÖ Hohenau hätte eine Informationsveranstaltung des March-Thaya-Zentrum für den Wahlkampf genützt.

Leider wird der Artikel kurz nachdem ich ihn gelesen habe, offline gestellt, weswegen dann auch kein Screenshot mehr vom gesamten Artikel gemacht werden konnte, sondern nur noch von der Vorschau auf den Artikel. Auch war noch der Link und ein Teilabdruck des Textes in den Suchmaschinen Google, Yahoo und Bing zu finden.

Eine Nachfrage beim zuständigen Redakteur ergab, dass man vergessen hätte, den Bürgermeister der Gemeinde Hohenau, Wolfgang Gaida (SPÖ) dazu zu befragen und seine Stellungnahme einzuholen. Der Artikel würde aber in adaptierter Form demnächst erscheinen.

Der Artikel erschien nicht mehr, auch nicht in abgeänderter Form.

Was war passiert?

Wir können nur Vermutungen anstellen. Dabei erinnere ich mich an einen Artikel von Helmut Brandstätter im Kurier am 11.5.2019, den dieser (Helmut Brandstätter) gestern in einer Diskussion mit mir erwähnte. Hier schreibt er unter anderem “Zuletzt haben mir Kolleginnen und Kollegen verschiedener Redaktionen erzählt, sie würden immer öfter beim Schreiben von Artikeln zumindest kurz daran denken, ob ihnen das schaden könnte, und wer wieder anrufen würde, und wer wieder versuchen würde, einzugreifen und wer wieder Druck machen würde.” War dies auch hier der Fall? Hat der Bürgermeister von Hohenau, Wolfgang Gaida, hier interveniert, waren die Vorwürfe des Obmanns der VP Hohenau, Gerhard Bartosch, unhaltbar oder hat dieser die Vorwürfe zurückgezogen? Was ist passiert?

Einflussnahme von Politikern auf die freie Presse.

Seit ich mich in meinen Blogs auch mit politischen Themen auseinandersetze, ist einiges passiert. Kommunalpolitiker haben mir mit Klagen gedroht (unter anderem via Facebook), mich zu “klärenden” Gesprächen face-to-face oder telephonisch eingeladen, obwohl von mir einfach nur der Sachverhalt dargestellt wurde. Freunde und Bekannte von Kommunalpolitikern meinten, ich solle mich zurücknehmen und schrieben mir unter anderem “Wie fad ist Ihnen eigentlich, müssen Sie immer auf andere Leute losgehen? […] Bitte…stellen Sie mal ihr Ego hinten an und bleibens bei den Kartoffeln ;)”, und so weiter. Damit erreicht man bei mir nichts. Also eigentlich erreicht man nur das Gegenteil. Man bestärkt mich in meinem Tun.

Mansplaining und Diskriminierung.

Und der Person, die meint, ich solle bei den Kartoffeln bleiben, sei gesagt wie folgt:

1) Bei uns im Weinviertel heissen die noch immer Erdäpfel.

2) Mansplaining (ich erkenne an einem Kommentar, ob er von einem Mann oder einer Frau geschrieben wurde) und Diskriminierung von Frauen und Nebenerwerbslandwirten/innen, Herunterputzen anderer Menschen in dieser herablassenden Art kommt bei mir nicht gut an und zeugt lediglich von einer Persönlichkeitsstörung und von psychischen Problemen des Verfassers des Kommentars.

3) Bei diesem speziellen Kommentar habe ich hier eine persönliche Information nicht gedruckt, sondern mit […] gekennzeichnet. Diese eine Information hatte nur eine Person, der Vizebürgermeister von Hohenau, Dieter Koch. Das heisst, entweder er selbst hat diesen herablassenden Kommentar geschrieben, oder er hat eine persönliche Information an andere weitergeleitet. Dazu wird es aber noch einen gesonderten Blogbeitrag geben.

4) Danke für diesen Kommentar, weil – jetzt geht’s erst richtig los. Ich habe noch sehr viel Material für weiter Blogs und ich recherchiere weiter. Denn: ich bin unabhängig, und ich schreibe nicht einfach irgenwelche Presseaussendungen ab, sondern ich recherchiere.

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Falschinformation durch Bürgermeister

Wolfgang Gaida (SPÖ, Hohenau an der March)

Die Falschinformation von Bürgermeister Wolfgang Gaida (SPÖ, Hohenau an der March) über die Möglichkeit der kostenlosen COVID-19 Antigen-Testung erhitzt die Gemüter.

Denn: Falschinformationen können Menschenleben kosten.

Konkret geht es um ein Posting (26.1.2021) des Bürgermeisters in der Facebook-Gruppe „Hohenau an der March“, dessen Administrator er auch ist. Darin ergeht er sich nicht nur in Selbstbeweihräucherung, sondern liefert dann im Verlauf der Diskussion auch noch falsche Informationen.

Zuerst ist zu lesen: „Nun freut es mich, mitteilen zu dürfen, dass es ab 8. Februar im Bezirk Gänserndorf dauerhaft mehrere Möglichkeiten geben wird, sich kostenlos auf das Virus testen zu lassen, darunter auch in unserer Gemeinde.“

Es ist nicht sein Verdienst, …
… dass es ab 8. Februar dauerhafte Testmöglichkeiten geben wird. Abgesehen davon gibt es diese Testmöglichkeiten bereits jetzt schon, nur nicht in dieser Dichte. Er, also Bürgermeister Wolfgang Gaida, hat diese nicht ins Leben gerufen. Das waren andere Menschen und Institutionen, weit entfernt von seinem „Wirkungskreis“ Hohenau an der March.

Weiter ist zu lesen „Wir haben uns bemüht, in Kooperation mit der Stadtgemeinde Zistersdorf eine beinahe lückenlose Testumgebung für den Norden des Bezirks zu organisieren. Und sollte es trotzdem einmal eng werden, stehen im Bezirk noch weitere Teststraßen zur Verfügung (siehe Aufstellung).“

Da frage ich mich schon:

Wer ist „Wir“?
Denn: auch hier liegt die Initiative nicht bei ihm, sondern bei anderen Organisationen und Institutionen, weit weg von Hohenau an der March. Diese haben z.B. Bürgermeisterkonferenzen organisiert und dazu eingeladen, damit man sich hier abstimmen kann.

Übrigens: warum wird die Hohenauer Bevölkerung nicht vom Bürgermeister über die aktuellen kostenlosen Testmöglichkeiten informiert, also über die Teststrassen, die aktuell und vor dem 8. Februar geöffnet sind? Die gibt es nämlich, auch in der Nähe von Hohenau. Vielleicht deshalb, weil Hohenau im Augenblick noch nicht “dabei ist”, und man sich damit halt nicht brüsten kann. Nur: es geht ja um Menschen und um Menschenleben. Also mir persönlich geht es darum. Ich bin nur einfach davon ausgegangen, dass Politiker für’s Volk arbeiten. Hier finden Sie die Information über die aktuellen Testmöglichkeiten.

Aber damit nicht genug.
Auf die Rückfrage einer Facebook-Userin aus Bernhardsthal (im Screenshot anonymisiert), ob dieses Angebot nur für Einwohner aus dem Bezirk Gänserndorf gilt, gibt Bürgermeister Wolfgang Gaida eine absolut falsche Information, nämlich jene, dass man sich nur im jeweiligen Wohnbezirk testen lassen könne (siehe Bild).

Bürgermeister Wolfgang Gaida (SPÖ) schreibt: „Eigentlich bezirksweise, aber vielleicht möchten uns die Gemeinden oder Freiwillige aus den umliegenden Gemeinden unterstützen, dann kann ich mir das vorstellen. Wir wollen niemanden abweisen, der eine Testung benötigt, aber ohne Unterstützung wird es schwer zu schaffen sein, diesen Service für die eigene Bevölkerung, Bediensteten, Berufsgruppen, die Umgebung aus dem Bezirk + Rabensburg + Bernhardsthal + Hausbrunn + Altlichtenwarth zu stemmen. Wir werden uns um eine Lösung bemühen.“

Und dann möchte er uns allen zeigen, wie toll er ist, und wie menschlich, denn er meint, er würde ja niemanden abweisen wollen und würde sich um einen Lösung bemühen und könnte sich das vorstellen, falls Freiwillige aus den umliegenden Gemeinden „uns“ (wer auch immer das ist) unterstützen würden.

Ich denke, es reicht.
Er muss sich nicht um eine Lösung bemühen. Das ist gar nicht notwendig. Es ist auch nicht notwendig, dass Helfer aus anderen Gemeinden unterstützend hinzukommen (wo man doch bisher auch potentielle Helfer aus der eigenen Gemeinde abgelehnt hat). Und er wird auch niemanden abweisen, denn das darf er nicht.

Wir, die Redaktion, haben nachgefragt. Und zwar bei jener Stelle, die dafür zuständig ist, für die Tests, für die Organisation und Koordinierung.

Und hier ist die Stellungnahme des Notrufs Niederösterreich:

„Die Testungen werden für Personen angeboten, welche ihre Wohn- oder Arbeitsstätte in NÖ haben. In welche der NÖ Testorte man fährt, ist völlig jedem selbst überlassen.“

Das heisst:
Man kann sich in Niederösterreich kostenlos testen lassen wo man will.
Man ist nicht an den Wohnbezirk gebunden.

Hat jemand noch Fragen?
Die sollte man vielleicht nicht dem Bürgermeister von Hohenau an der March stellen.
Und vor allem: man sollte die Antworten von ihm immer hinterfragen.

Man sollte ihm immer die Frage stellen:
„Wo steht das?“

Hier finden Sie die Teststationen im Weinviertel, die aktuell und schon vor dem 8.2.2021 geöffnet sind.

Warum ich denke, dass Falschinformationen bezüglich des “erlaubten” Testortes gefährlich sein könnte. Hier ein Scenario:
Nennen wir ihn Otto. Otto wohnt in Hausbrunn. Er möchte sich gerne testen lassen. Heute könnte er das in Hohenau tun. Allerdings hat er die Information erhalten (vom Hohenauer Bürgermeister), dass man nur in dem Bezirk getestet werden kann, in dem man wohnt. Im Falle Ottos wäre das die Testeinrichtung in Mistelbach. Dort kann man sich aber erst in 3 Tagen testen lassen. Otto wartet geduldig ab und fährt dann nach Mistelbach zum Test. Dieser ist positiv. Otto hat sich leider mit dem Corona-Virus infiziert. In den letzten 3 Tagen war er in einigen Geschäften und auch beim Zahnarzt. Hoffentlich hat er in diesen 3 Tagen niemanden sonst infiziert, der dann vielleicht schwer erkrankt oder sogar stirbt.

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NÖ: Mittelschule ist jetzt frei wählbar.

Die Bindung an den Schulsprengel ist “Geschichte”.

SchülerInnen dürfen nun auch in Niederösterreich selbst bestimmen, welche Mittelschule (früher NMS oder Neue Mittelschule) sie besuchen möchten.

Der Besuch einer Mittelschule ausserhalb des Schulsprengels ist ab Herbst möglich.
Dies ist für alle interessant, die im Februar ihre Kinder der 4. Volksschulklasse in einer Mittelschule anmelden müssen.

Bisher war es in Niederösterreich vom Gesetzgeber vorgegeben, dass Kinder nach der 4. Schulstufe, sofern sie nicht ein Gymnasium (also eine Bundesschule) besuchen, die Mittelschule im jeweiligen Schulsprengel besuchen mussten.

Wollte man, dass das Schulkind eine Mittelschule ausserhalb des Schulsprengel besucht, benötigte man die Zustimmung des Bürgermeisters der Wohngemeinde. Nur damit war es möglich, eine andere Mittelschule als jene im Schulsprengel zu besuchen. Verweigerte der Bürgermeister seine Zustimmung hatte man einfach „Pech“.

Das ändert sich ab dem nächsten Schuljahr 2021/2022.

Denn der Niederösterreichische Landtag hat in seiner 34. Landtagssitzung der XIX Gesetzgebungsperiode am 17.12.2020 eine Änderung des NÖ Pflichtschulgesetzes beschlossen.

Konkret geht es um § 7 Abs. 11. Dieser wurde ergänzt.

Hier finden Sie den gesamten Gesetzesbeschluss.

Was bedeutet das nun für Schulkinder aus Hohenau an der March?

Kinder, die in Hohenau an der March wohnen, müssen ab September 2021 nicht mehr verpflichtend die Mittelschule Hohenau besuchen, sondern können frei wählen, welche Mittelschule sie in Niederösterreich besuchen möchten. Dies gilt auch für Schulkinder, die im Schulsprengel von Hohenau wohnen, also Kinder aus den Gemeinden Drösing (und Waltersdorf), Rabensburg und der Gemeinde Bernhardsthal (hier nur die KG Bernhardsthal).

Es müssen lediglich die Schulleitung der „Wunschschule“, der Schul-Erhalter (Bürgermeister bzw. Gemeinde der Wunsch-Schule) zustimmen, und es müssen dort genügend Ressourcen vorhanden sein, also Raum und Personal.

Der Bürgermeister der jeweiligen Wohngemeinde bzw. die Gemeinde kann dann den Besuch dieser Wunsch-Schule nicht verhindern, und muss auch den Schulerhaltungsbeitrag für den/die jeweilige/n Schüler/in an die aufnehmende Schule (bis maximal 2.000 Euro pro Kalenderjahr) bezahlen.

Kinder fördern und auf ihre Interessen eingehen.

Bisher war es oft schwer, auf die Bedürfnisse und vor allem Talente der Kinder in Bezug auf die Schulwahl einzugehen. Meist gelang dies nur dann, wenn ein Kind in einem Gymnasium aufgenommen wurde.

Nun können Eltern auch im Bereich der Mittelschule jene Schule auswählen, die den Talenten, Interessen und Fähigkeiten ihres Kindes am besten entspricht und sie entsprechend fördert.



(Neue) Mittelschulen in der Nähe von Hohenau.

Für Kinder aus dem Schulsprengel Hohenau kämen in der Nähe zum Beispiel die Mittelschulen in Dürnkrut, Neusiedl an der Zaya, Zisterdorf, Großkrut oder Matzen in Betracht.

Ein Blick auf die Webseiten der jeweiligen Schulen lohnt sich.

Viele dieser Mittelschulen haben sehr interessante Schwerpunkte.
Ein Blick auf die jeweiligen Webseiten vermittelt einen ersten, sehr positiven Eindruck.

Zum Beispiel die Musik-Mittelschule Dürnkrut, die schon auf ihrer Homepage zeigt, wie aktiv und vielseitig das Schulleben in dieser Schule ist. Ganz nebenbei hat diese Schule bereits sehr viele Auszeichnungen erhalten.

Oder die Sportmittelschule Matzen, bei der man schon auf der Website den Eindruck gewinnt, dass es sich hier um eine moderne und aktive Schule handelt.

Die Mittelschule Großkrut-Hausbrunn setzt mehrere Schwerpunkte, unter anderem Informatik, und wird jetzt schon gerne von Schülern aus Bernhardsthal gewählt.

Auch das Schulprofil der Mittelschule Neusiedl an der Zaya überzeugt: Menschlichkeit, Persönlichkeit und der Schwerpunkt auf den Hauptfächern sowie den naturwissenschaftlichen Fächern stehen hier im Vordergrund. Diese Mittelschule ist bekannt für ihre Ausbildung für weiterführende Schulen, da der Unterricht in den Hauptgegenständen dem des Gymnasium gleichgestellt ist.

Die Mittelschule Zistersdorf präsentiert sich als Allrounder.

Der Vollständigkeit halber führen wir hier auch den Link zur Mittelschule Hohenau an der March an.

Hier finden Sie weitere Mittelschulen in Niederösterreich.

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Alles gesetzeskonform veröffentlicht? Der Schein trügt.

Will man nicht, oder kann man nicht – im Gemeindeamt von Hohenau an der March?

In einem meiner letzten Blogs hab ich darauf aufmerksam gemacht, dass aufgrund der NÖ Gemeindeordnung sowohl die Rechnungsabschlüsse als auch die Voranschläge und Nachtragsvoranschläge im Internet auf der Website der Gemeinde Hohenau an der March zu veröffentlichen sind.

Vor kurzem habe ich mich dann gefreut, denn auf der Website der Gemeinde Hohenau an der March fand man unter “Downloads” die Links zu den jeweiligen Dokumenten. Hurra.

Die Freude währte jedoch nur kurz, denn – klickte man z.B. auf “Rechnungsabschluss 2018”, fand man jenen von 2019. Auch bei den restlichen Rechnungsabschlüssen war jedes Mal die Datei für den Rechnungsabschluss 2019 hinterlegt.

Nicht anders bei den Voranschlägen und Nachtragsvoranschlägen.

Überall war die gleiche Datei zu finden, nämlich jene des Rechnungsabschlusses 2019 mit einer Grösse von 6,15 MB.

Zuerst dachte ich, vielleicht hat man nur einmal Platzhalter geschaffen, um dann die richtigen Dokumente zu hinterlegen. Allerdings hat sich bis heute nichts geändert.
Das finde ich sehr befremdlich.

Nachtrag (4.1.2021)

Aufgrund dieses Blogs hat nun die Gemeinde Hohenau an der March auf ihrer Website die richtigen Dateien hinterlegt. Man kann nunmehr die Rechnungsabschlüsse der Jahre 2014 bis 2019 sowie die Voranschläge der Jahre 2014 bis 2021 und die Nachtragsvoranschläge für die Jahre 2019 und 2020 nachlesen. Was noch fehlt, ist der Nachtragsvoranschlag 2021.

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Der Bürgermeister von Hohenau/March ignoriert die NÖ Gemeindeordnung.

Kennt er sie nicht, oder will er sie nicht kennen?

Die NÖ Gemeindeordnung 1973 (NÖ GO 1973) bildet unter anderem die Grundlage für die Rechte und Pflichten eines Bürgermeisters in Niederösterreich.

So regelt sie zum Beispiel auch, wie mit dem Budgetvoranschlag und dem Nachtragsvoranschlag sowie dem Rechnungsabschluss zu verfahren ist, zum Beispiel wer wann und in welcher Form diese Dokumente zur Einsicht erhält.

§ 73 der NÖ Gemeindeordnung regelt den Beschluß des Voranschlages und sieht unter anderem folgendes vor:

(1) Der Bürgermeister hat jährlich spätestens sechs Wochen vor Beginn des Haushaltsjahres den Entwurf des Voranschlages einschließlich des Dienstpostenplans zu erstellen und durch zwei Wochen zur öffentlichen Einsicht aufzulegen. Die Auflage ist ortsüblich kundzumachen. Innerhalb der Auflagefrist kann jedes Gemeindemitglied schriftlich Stellungnahmen beim Gemeindeamt einbringen. Spätestens bei Beginn der Auflagefrist hat der Bürgermeister jeder im Gemeinderat vertretenen Wahlpartei eine Ausfertigung des Voranschlagentwurfs einschließlich des Dienstpostenplans auszufolgen. Die Ausfertigung kann auf elektronische Weise übermittelt werden. Zu diesem Zweck hat jede Wahlpartei einen Vertreter namhaft zu machen und muss dieser mit der elektronischen Übermittlung einverstanden sein.

(2) Der Entwurf des Voranschlages einschließlich des Dienstpostenplans ist sodann mindestens zwei Wochen vor Beginn des Haushaltsjahres vom Bürgermeister dem Gemeinderat vorzulegen und von diesem nach Prüfung der Stellungnahmen zu beschließen.

[…..]

(5) Der Voranschlag inklusive aller Beilagen ist zeitnah an die Beschlußfassung in einer Form im Internet zur Verfügung zu stellen, die eine weitere Verwendung ermöglicht. Zusätzlich ist eine Veröffentlichung im Internet in einem Format, das keine Veränderung der Daten ermöglicht, zulässig.

(6) Für die Dauer außergewöhnlicher Verhältnisse (§ 44 Abs. 4) kann von der Frist zur Vorlage an den Gemeinderat abgewichen werden. Die öffentliche Einsicht in den Entwurf ist in jeder technisch möglichen Weise zu gewähren.

§ 73 der NÖ Gemeindeordnung gilt auch sinngemäß für den Nachtragsvoranschlag.

Was ist nun in Hohenau passiert?

Das Budget wurde in der letzten Gemeinderatssitzung am 10.12.2020 beschlossen.
Der Voranschlag lag vom 23. November 2020 bis 7. Dezember 2020 beim Gemeindeamt Hohenau an der March zur öffentlichen Einsichtnahme auf (für jeden Gemeindebürger).
Bis 7. Dezember 2020, 24 Uhr, hatten alle Gemeindebürger von Hohenau an der March sowie die Oppositionsparteien Zeit, ihre Stellungnahme zum Voranschlag und Nachtragsvoranschlag beim Gemeindeamt einzubringen.

§ 73 der NÖ Gemeindeordnung sieht vor, dass der Bürgermeister den im Gemeinderat vertretenen Wahlparteien, also auch den Oppositionsparteien ÖVP, FPÖ und Grüne, spätestens bei Beginn der Auflagefrist diesen Voranschlag auszufolgen hat. Gleiches gilt für den Nachtragsvoranschlag.

Da die Auflagefrist am 23.11.2020 begann, hätte der Bürgermeister spätestens am 23.11.2020 die beiden Voranschläge den drei Oppositionsparteien übergeben müssen. Tatsächlich wurden beide Voranschläge erst am 30.11.2020, also 7 Tage zu spät, teilweise auch erst nach Urgenz, in Form einer pdf-Datei elektronisch an die Oppositionsparteien übermittelt.

Ich verstehe schon, dass man den Oppositionsparteien nicht freiwillig derartiges Material überlässt, aus dem ersichtlich ist, wieviel Geld wofür verwendet werden soll. Allerdings: der Gesetzgeber sieht das vor. Und er sieht auch vor, dass es zu einem bestimmten Zeitpunkt zu geschehen hat, nämlich spätestens zu Beginn der Auflagefrist. Bei 241 Seiten im Voranschlag und 143 Seiten im Nachtragsvoranschlag ist es für die Opposition ohnehin schon schwierig, sich hier innerhalb der 14-tägigen Auflagefrist „einzulesen“ und dazu eine Stellungnahme abzugeben. Wenn nun die Zeit dafür vom Bürgermeister sowohl willkürlich als auch gesetzeswidrig auf 7 Tage verkürzt wird, muss man das hinterfragen.

Diese Vorgangsweise verstößt gegen geltendes Österreichisches Recht.

Aber das ist noch nicht alles. Denn in § 73, (6) wird auch darauf hingewiesen, dass bei außergewöhnlichen Verhältnissen die öffentliche Einsicht in den Entwurf in jeder technisch möglichen Weise zu gewähren ist. Das heißt, man hätte den Voranschlag und Nachtragsvoranschlag im Internet, auf der Website der Gemeinde Hohenau an der March, zur Ansicht oder zum Download zur Verfügung stellen müssen. Auch das ist nicht passiert. Und die beiden Voranschläge sind auch jetzt noch nicht auf der Seite www.hohenau.at abrufbar. Und auch die Voranschläge für die Jahre 2018 und 2019 sind nicht auf der Website der Gemeinde Hohenau an der March zu finden. Und das, obwohl es laut NÖ Gemeindeordnung, § 73, Absatz (5), verpflichtend ist.

Die Jahre 2015, 2016 und 2017 finden sich dort als txt-Dateien, mit denen man genau nichts anfangen kann. Die Gemeindeordnung sieht vor, dass das Format (der Datei) eine weitere Verwendung ermöglichen soll. Diese Vorgabe ist bei einer txt-Datei nicht erfüllt. Hier kommen Sie zur txt-Datei des Voranschlages für 2017.

Der Bürgermeister ist verpflichtet, die NÖ Gemeindeordnung zu befolgen.

Warum tut er es nicht?
Hat er etwas zu verheimlichen?
Und wenn ja, was?

Denn – irgendwie hat das System.

Das zeigt sich auch beim Rechnungsabschluß.

Dieser muss laut NÖ Gemeindeordnung § 84 Absatz (1) ebenso im Internet, auf der Seite der Gemeinde Hohenau an der March, veröffentlicht werden. Hier der entsprechende Text der Gemeindeordnung:

§ 84 Beschluß des Rechnungsabschlusses
(1) Der Gemeinderat hat den Rechnungsabschluß so zeitgerecht zu beschließen, daß dieser samt den Beilagen und den Ergebnissen der Prüfung gemäß § 68a Abs. 3 spätestens vier Monate nach Ablauf des Haushaltsjahres der Aufsichtsbehörde schriftlich und in elektronischer Form zur Kenntnis gebracht werden kann. Der Rechnungsabschluß inklusive aller Beilagen ist außerdem zeitnah an die Beschlußfassung in einer Form im Internet zur Verfügung zu stellen, die eine weitere Verwendung ermöglicht. Zusätzlich ist eine Veröffentlichung im Internet in einem Format, das keine Veränderung der Daten ermöglicht, zulässig. Der Rechnungsabschluß hat auch einen Bericht über alle im Jahr neu getätigten Finanzgeschäfte gemäß §§ 69 Abs. 4 und 69a zur Finanzierung des Haushaltes und einen Bericht zum Schuldenstand zu enthalten. Im Bericht für das Jahr 2014, wenn dies aus organisatorischen Gründen nicht möglich ist, im Bericht für das Jahr 2015, sind die gesamten bestehenden Finanzgeschäfte anzuführen.

Aktuell sollten die Rechnungsabschlüsse bis zum Jahr 2019 auf der Website der Gemeinde Hohenau an der March veröffentlicht sein. Die Jahre 2019 und 2018 sucht man vergeblich. Für die Jahre 2014 bis 2017 findet man wiederum txt-Dateien, mit denen man wenig anfangen kann, also die nicht wirklich eine weitere Verwendung ermöglichen. Hier als Beispiel das Jahr 2017.

Nach meinem Blog bezüglich der aktuellen „Corona-Zahlen“ wurden diese dann auf der Website der Gemeinde Hohenau veröffentlicht. Und nach der Umfrage zur Amtstafel, also wo diese sich befinden soll, nämlich im Schaufenster im Erdgeschoss, wurde diese (zumindest teilweise) ins Erdgeschoss übersiedelt und ist nun wieder von dem Gehsteig aus sichtbar.

Ich hoffe, dass Bürgermeister Wolfgang Gaida nunmehr sowohl die Jahresabschlüsse 2018 und 2019 als auch die Voranschläge und Nachtragsvoranschläge für 2018, 2019, 2020 und 2021 auf der Website der Gemeinde Hohenau an der March veröffentlicht. Auch sollte er darauf achten, dass die Vertreter der Oppositionsparteien in Zukunft den Voranschlag zu jenem Zeitpunkt erhalten, wie es der Gesetzgeber vorschreibt.

Denn: die Niederösterreichische Gemeindeordnung sieht das so vor und ist zu befolgen.

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In Bregenz ein Skandal.
In Hohenau normal.

Bregenz hat einen neuen Bürgermeister: Michael Ritsch von der SPÖ. Dieser möchte den Posten des Stadtamtsdirektors neu besetzen, und zwar mit dem SPÖ NR-Abgeordneten Reinhold Einwallner. Das möchte er ohne Ausschreibung tun. Die Opposition und die grüne Vizebürgermeisterin sind dagegen. Sie fordern eine öffentliche Ausschreibung. Die ÖVP wirft Bürgermeister Ritsch “unkontrollierten Machtrausch” vor, wie auf orf.at am 28.11.2020 berichtet wird. Hier können Sie den Bericht auf orf.at nachlesen.

Außenstelle der SP-Parteizentrale
Die Vorarlberger Nachrichten berichten am 27.11.2020 online darüber. So ist unter anderem zu lesen VP Stadträtin Veronika Marte meint, Ritsch wolle aus dem Rathaus eine Außenstelle der SP-Parteizentrale mit 100prozentig Ritsch-hörigen Mitarbeitern machen. Hier können Sie den Artikel auf vn.at nachlesen.

Und wie sieht das in Hohenau an der March aus?
In Hohenau ist es noch lustiger.

Der Amtsleiter ist auch Gemeinderat der SPÖ.
Ein Amtsleiter, der gleichzeitig Gemeinderat oder sogar geschäftsführender Gemeinderat ist, geht das? Viele sagen nein. Das wäre nicht in Ordnung. Diese beiden Tätigkeiten bergen unweigerlich Interessenskonflikte. Auch die Bürger/innen wären verunsichert, wenn sie in amtlichen Belangen mit jemandem “verhandeln” müßten, der gleichzeitig Parteifunktionär ist.
Kurz gesagt: eine Tätigkeit als (geschäftsführender) Gemeinderat ist mit einer beruflichen Tätigkeit für die Gemeinde (als Angestellte/r oder Arbeiter/in) nur sehr schwer vereinbar und meines Erachtens weder dienlich noch vertrauenserweckend.

Hohenau ist anders. Und das hat System.
Der frühere, bereits pensionierte Amtsleiter bzw. Gemeindesekretär war nicht nur Gemeinderat und eine Zeit lang auch geschäftsführender Gemeinderat der SPÖ, sondern auch Fraktionsvorsitzender der SPÖ.
Darüber hinaus war er auch Geschäftsführer der Bestattung.

Sein Nachfolger, der nur interimistisch Amtsleiter bzw. Gemeindesekretär war und nunmehr für das Bürgerservice zuständig ist, hat bei der letzten Gemeinderatswahl 2020 für die SPÖ kandidiert.

Der aktuelle Amtsleiter und Gemeindesekretär ist seit der letzten Gemeinderatswahl für die SPÖ im Gemeinderat.

Aber damit nicht genug. Auch die Buchhalterin der Gemeinde Hohenau ist geschäftsführende Gemeinderätin der SPÖ. Und sie ist Betriebsrätin. Jetzt ortet man bereits einen Interessenskonflikt und eine Unvereinbarkeit zwischen den beiden Tätigkeiten als Buchhalterin und geschäftsführende Gemeinderätin. Die zusätzliche Funktion als Betriebsrätin führt letztendlich diese Konstellation ins Absurde. Diese dritte Funktion kann meines Erachtens aufgrund der beiden anderen gar nicht mehr ernst genommen werden. Ich kann zum Beispiel nicht als geschäftsführender Gemeinderat die Geschäfte der Gemeinde führen (ähnlich eines Geschäftsführers eines Unternehmens) und gleichzeitig für die Arbeitnehmer bei der Geschäftsleitung, in diesem Fall bei der Gemeinde als Arbeitgeber, vertreten und mich für ihre Rechte einsetzen. Hier wird auf zwei Seiten gleichzeitig agiert.

Teilweise fehlende Transparenz bei der Besetzung vakanter Stellen.
Man muss vakante Stellen nicht gezwungenermaßen ausschreiben. Aber man kann. Und man sollte auch. Denn das ist der Transparenz dienlich. Wenn Stellen wiederholt mit Personen aus dem familiären Umfeld von geschäftsführenden Gemeinderäten der SPÖ besetzt werden, mutet das eigenartig an und könnte Intransparenz vermuten lassen.

Machtrausch wie in Bregenz?
Dass es um Macht geht, zeigt sich auch in der Multifunktionalität des SPÖ-Bürgermeisters. Dieser ist nämlich nicht nur Bürgermeister, sondern auch Standesbeamter und Geschäftsführer der Bestattung. Er übt also drei Berufe gleichzeitig aus. (Anmerkung: in einer niederösterreichischen Gemeinde von der Grösse wie Hohenau verdient ein Bürgermeister aktuell € 3.313.78. Quelle: www.kommunal.at.)

Diese drei Jobs sind vielleicht auch der Grund, warum er mir gegenüber gemeint hat, er hätte sehr wenig Zeit, sich um eine spezielle Friedhofsangelegenheit zu kümmern, die seit September 2019 unerledigt ist. Aber das ist eine andere Geschichte (folgt demnächst). Zurück zum Thema.

Einer hat drei Jobs. Zwei haben gar keinen.
Eigentlich könnte man die Position des Standesbeamten und jene des Geschäftsführers der Bestattung ja mit anderen Personen besetzen. Damit hätten zwei Menschen einen Arbeitsplatz, die sonst vielleicht keinen haben, und es hätten zwei weitere Familien ihr Auskommen. Das wäre auch sozial und würde der allgemeinen Intention der Sozialdemokratie entsprechen.

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Viele möchten die Amtstafel jederzeit
vom Gehsteig aus einsehen können.

Die Amtstafel soll wieder in ein Auslagen-Fenster des Rathauses im Erdgeschoss.

Vom 6. bis 18. Oktober war unsere Umfrage zum Thema “Amtstafel” online. Das Interesse und die Teilnahme war gross. Daraus konnten wir sehen, dass ein reges Interesse am Geschehen in der Gemeinde besteht.

Früher befand sich die Amtstafel im grossen Schaufenster im Erdgeschoss des Rathauses. Es war möglich zu jeder Zeit vom Gehsteig aus im Schaufenster die Aushänge zu lesen. Aufgrund von Renovierungsmaßnahmen wurde sie vor längerer Zeit in den ersten Stock übersiedelt. Dort ist sie bis heute. Aushänge können daher nur noch während der Öffnungszeiten eingesehen werden.

Die Frage unserer Umfrage lautete: Möchten Sie, dass die Amtstafel wieder in’s Erdgeschoss in das grosse Schaufenster übersiedelt wird, damit die amtlichen Aushänge wieder zu jeder Zeit vom Gehsteig aus gelesen werden können? Wäre das Ihrer Meinung nach sinnvoll?

93 Prozent haben die Frage mit “ja” beantwortet.
7 Prozent haben die Frage mit “nein” beantwortet.

Man hatte auch die Möglichkeit, seine Antwort zu begründen. Hier eine kleine Auswahl der Begründungen jener, die die Amtstafel gerne wieder im Fenster des Rathauses neben dem Haupteingang sehen würden:

Es gibt betagte Personen, die nur am Wochenende rausgehen und sich so auf dem Laufenden halten.
In Zeiten von Corona meide ich öffentliche Gebäude.
Damit man auch nach den Amtsstunden nachsehen kann.
Dann sind sie wirklich öffentlich.
Ist doch der Sinn einer Amtstafel, sie jederzeit einsehen zu können!
Ich habe sie früher immer gelesen beim Vorbeigehen.
Das Wort “Aushang” sagt alles, sonst müsste man es “Innenversteck” nennen!
Es ist praktischer, wenn man spazieren geht, sich zu informieren, was ist Hohenau los ist! Nach den Öffnungszeiten.
Somit jederzeit zugänglich.
Ich finde es wichtig, die Informationen jederzeit einsehen zu können.
Für Auspendler, die sich zu selten zu den Amtsstunden in Hohenau befinden, wäre das sicher klass!
Früher konnte man beim Spaziergang am Wochenende einen Blick auf die Amtstafel werfen. Ich denke nicht, dass viele Leute dafür zu den Amtszeiten extra in den 1. Stock gehen, überhaupt jetzt während der Coronakrise. Ist ein Aushang eigentlich ordnungsgemäß veröffentlicht, wenn er zwar rechtzeitig angeschlagen wurde, aber das Rathaus geschlossen ist?

Die Begründungen derer, die mit “ja” geantwortet haben, waren sehr konkret und konstruktiv. Dafür möchte ich mich sehr herzlich bedanken, weil sich sehr viele Menschen die Mühe gemacht haben, ihre Entscheidung ausführlich und sachlich zu begründen.

Diejenigen, die meinen, die Amtstafel soll dort bleiben, wo sie jetzt ist, also im 1. Stock, und nur zu den Öffnungszeiten einsehbar, begründeten ihre Entscheidungen durchwegs nicht so sachlich.
Und darum möchte ich hier auf einige dieser Antworten näher eingehen:

“Weil dort eigentlich die Rettung einquartiert ist und amtliche Aushänge dort nichts zu suchen haben.”
Nun: an der Südseite des Rathauses gibt es drei Eingänge. Östlich vom mittleren Eingang (dort befindet sich auch der Einwurfkasten der Gemeinde) gibt es einen Raum, der nicht von der Rettung benützt wird. In diesem steht, soweit wir wissen, ein Kopiergerät. Und das Fenster von genau diesem Raum wäre doch wirklich passend für die Amtstafel.

“Hört auf zu stichlen.”
Eine Umfrage ist kein “sticheln”. Ich bin akademisch geprüfte Markt- und Meinungsforscherin. Diesen Beruf habe ich rund 10 Jahre ausgeübt. Es geht darum, Menschen nach deren Meinung zu fragen, und dieser Meinung Platz und Gehör zu verschaffen. Das ist etwas POSITIVES.

“Wozu die Aufregung. Wenn man was wissen will, braucht man nur den Bürgermeister anrufen, man bekommt immer prompte Antwort, die Covid Zahlen kann man jeden Tag im Internet ablesen, ausser man ist zu blöd dafür.
Und zu diesem aggressiven Kommentar darf ich sagen: es gibt keine Aufregung. Es gibt nur eine Umfrage. Natürlich kann jeder, wenn er etwas wissen möchte, den Bürgermeister anrufen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob er wirklich so viel Zeit hat, alle Anfragen zu beantworten. Zum Beispiel kann man ihn ja jeden Tag anrufen, und fragen, was aktuell auf der Amtstafel ausgehängt ist. Denn: wir wissen es nicht, wenn wir nicht zu den Öffnungszeiten in den 1. Stock hinaufmarschieren. Also: was sollen wir fragen, wenn wir nicht wissen, was auf der Amtstafel ausgehängt ist? Zum Beispiel Informationen zum Feuerbrand. Die sind aushangpflichtig. Und zum Thema Covid – es ging in dieser Umfrage nicht um Covid. Aber die aktuellen Zahlen kann nicht jeder im Internet ablesen. Denn: nicht jede/r hat einen Internetzugang. Das hat nichts mit “blöd sein” zu tun. Und: bis vo bis vor kurzem wurden die aktuellen Covid-19 Zahlen z.B. auf der Homepage der Gemeinde Hohenau noch nicht veröffentlicht. Dies geschah erst nachdem der entsprechende Blog “Corona in Hohenau” hier erschienen ist.

Wir bedanken uns bei allen, die an der Umfrage teilgenommen haben.

Übrigens: die Antworten jener, die meinten, ihre Meinung doppelt oder mehrfach abgeben zu können und die Umfrageergebnisse auf diese Art nicht nutzbar zu machen, hat unser Umfragetool natürlich nicht in die Auswertung miteinbezogen.

Wir haben uns auch ein wenig schlau gemacht, und andere Gemeinden besucht. Eine davon war Ladendorf, die wirklich eine großartige Lösung für die Amtstafel gefunden haben (siehe Photo).

Auch gibt es einige Gemeinden, die auch auf ihrer Gemeinde-Homepage eine “Elektronische Amtstafel” anbieten. Allerdings sollte das nur als Zusatzservice verstanden werden. Denn: wir können nicht jene, die keinen Internetzugang haben oder das Internet nicht nutzen, von Informationen ausschließen. Jeder hat das Recht auf Information.

Hier kommen Sie zurück zur Startseite und zum Blog.

Falls Sie auch an anderen Umfragen teilnehmen möchten, gibt es hier interessante Umfragen verschiedener Institute, die eine Teilnahme auch honorieren (man bekommt eine Vergütung dafür):

Das renommierte Gallup-Institut.

Ich freue mich auf viele Kommentare, Herzerln, und natürlich sehr, wenn Sie meinen Blog teilen.
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Das March-Thaya-Zentrum
und der Park.

Es wird immer besser. Und teurer.

Der Park rund um’s March-Thaya-Zentrum in Hohenau an der March wirbelt Staub auf.
Kein Wunder: keine Bäume, viel Staub.

Von rund 500.000 Euro Kosten für die Grünraumgestaltung rund um’s March-Thaya-Zentrum ist da die Rede. Auf Nachfrage bei Bürgermeister Wolfgang Gaida, erhielt die Redaktion eine grobe Kostenaufstellung: „Das March-Thaya-Zentrum
und der Park.“
weiterlesen

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Corona in Hohenau.

Bürgermeister informiert die Bürger nicht.

Aktuell sind 4 Menschen in Hohenau positiv auf das Corona Virus getestet worden und haben einen Absonderungsbescheid erhalten.

Gleich vorweg: jeder Mensch, der an Covid-19 erkrankt, ist einer zuviel. Und es kann nicht genug dafür getan werden, dass so wenige Menschen wie nur möglich von dieser Infektion betroffen sind.

Die oben genannten Zahlen sind der Stand per 2.10.2020 (BH Gänserndorf). Wir haben das unter anderem durch einen Bürgermeister einer anderen Gemeinde erfahren. Einige Gemeinden im Bezirk Gänserndorf veröffentlichen diese Daten nämlich zumindest auf ihrer jeweiligen Gemeinde-Homepage.

Hohenau ist leider anders.

Über diese 4 “Fälle” findet sich leider keine Information auf der Gemeinde-Homepage und auch nicht in Sozialen Medien. Schaut man auf die Gemeinde-Homepage, ist alles sehr aktuell, also in puncto Selbstbeweihräucherung sowie Horrorkosten von 500.000 Euro für den Park rund um das March-Thaya-Zentrum. Aber egal. Darum geht’s jetzt nicht.

Warum informiert Bürgermeister Wolfgang Gaida die Bevölkerung nicht?
Unsere Nachfrage bei GGR Maria Jankowitsch, die Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Soziales ist, hat ergeben, dass Bürgermeister Gaida in der letzten Gemeinderatssitzung (29.9.2020) bekanntgegeben hat, dass aktuell 2 Menschen in Hohenau positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Von den 4 Fällen, die heute, am 2.10.2020, von der BH Gänserndorf bekanntgegeben wurden, wüßte sie noch nichts, teilt sie uns mit. Wir vermuten, dass das daran liegt, dass die Information der BH an die jeweiligen Bürgermeister übermittelt wird.

Warum Bürgermeister Gaida diese wichtigen Informationen den Hohenauer Bürgern vorenthält, verstehen wir nicht. Auch die Opposition, zum Beispiel die ÖVP, deren 3 Gemeinderäte bei der Gemeinderatssitzung laut unseren Informationen anwesend waren, informiert die Bürger/innen von Hohenau nicht. Auf der Facebook-Seite der Volkspartei Hohenau gab es lediglich Infos von Bund und Land, nichts betreffend Hohenau, auf der Homepage kaum etwas aktuelles, gerade einmal kurz ein Video mit Landeshauptfrau Mikl-Leitner.

Es kann doch nicht so schwer sein, diese Zahlen zu veröffentlichen.
Nun kann man dem natürlich entgegenhalten, dass eine Veröffentlichung vielleicht Panik auslösen würde oder die Menschen spekulieren würden, wer da wohl infiziert ist. Ja, das ist ein Argument.

Es gibt einen sehr viel wichtigeren Effekt.
Die Tatsache, dass das Virus ganz nah ist, bewirkt sehr viel. Denn wenn Menschen in meinem nächsten Umfeld, und das ist die Gemeinde, infiziert sind, mache ich mir vielleicht noch mehr Gedanken und auch Sorgen. Und Sorgen sind in diesem Fall gut, denn Sorgen bewirken, dass man dann vorsichtiger ist, mehr Abstand hält, den Mund-Nasen-Schutz ordnungsgemäß verwendet, und sich und andere schützt. Gut schützt.

Also schützen wir uns. Und schützen wir andere. Denn: es ist gut, andere zu schützen. Das ist verantwortungsvoll. Damit zeigt man, dass einem die Mitmenschen wichtig sind. Dass man möchte, dass sie gesund bleiben. Es ist ein Zeichen der Wertschätzung dem jeweils anderen gegenüber. Denn das Virus ist nicht irgendwo, im Nachbarort, irgendwo im Bezirk oder in Wien. Es ist hier. Hier, mitten unter uns.

Wir versuchen in Zukunft regelmäßig die aktuellen Infektionszahlen hier zu veröffentlichen.

Wir wünschen jenen, die im Augenblick mit einer Corona-Infektion oder mit den Folgen einer Infektion zu kämpfen haben, alles Gute und eine schnelle Erholung.

Nachtrag: mittlerweile gibt es bereits etwas Aufregung seitens des Bürgermeisters Wolfgang Gaida. In einem Facebook-Posting meint er unter anderem: “Wie kann man einem Bgm. noch am selben Tag (2.10.), an dem die Nachricht von der BH ergeht, vorwerfen, er würde seine Bürger nicht informieren? Ich war am Freitag [….] unterwegs und bin vielleicht nur noch nicht dazu gekommen.”

Das ist eine interessante Reaktion und Begründung. Dazu darf ich informieren (es wurde auch im bereits Blog erwähnt), dass es bereits am 28. September 2020 zwei “Fälle” in Hohenau gab. Dies war dem Bürgermeister auch bekannt. Aber auch darüber hat er die Bevölkerung bis 2.10.2020 nicht informiert. Lediglich im Gemeinderat wurde dies angeblich kundgetan, nur – das Protokoll darüber kann ja erst in ca. 2-3 Monaten von der Bevölkerung eingesehen werden. Also: es hat leider bereits früher Infektionen in Hohenau gegeben, was uns alle sehr betroffen macht, und es gab darüber keine Information.

Im Gemeinderatsprotokoll der Sitzung vom 30.6.2020 ist unter TOP 2p unter anderem zu lesen: “Mit Schreiben vom 19. Mai 2020 wies die Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf hin, dass es einen positiv getesteten Fall in unserer Gemeinde gab.”. Auch hier wurde die Bevölkerung nicht informiert.

Der Bürgermeister meint also, man könne nicht verlangen, dass dies sofort kommuniziert werde. Naja, seit März hört man nur noch, dass alles mögliche hintangestellt werden muss. Grund dafür ist Corona. Corona an oberste Stelle zu stellen ist wichtig und richtig. Weil es hier um das wichtigste Gut des Menschen überhaupt geht: um Gesundheit und Menschenleben. Und gerade deshalb ist es so wichtig, zu informieren, und schnell zu informieren. Die Menschen wieder dafür zu sensibilisieren. Es obliegt ja dem Bürgermeister dies auch zu delegieren. Er hat Mitarbeiter und es gibt auch eine geschäftsführende Gemeinderätin, die dem Ausschuss für “Gesundheit & Soziales” vorsteht. Eigentlich wäre es auch ganz einfach: man müßte nur die Amtstafel wieder ins Erdgeschoss des Rathauses verlegen, in die beiden schönen grossen Auslagenfenster. Und dort kann man täglich die aktuellen Zahlen bekanntgeben. Das würde auch bewirken, dass die Menschen mehr auf sich und auf andere achten.

Hier geht’s zur aktuellen Umfrage.

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Das Bild in diesem Beitrag stammt von pixabay.

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Die Frau ist dem Manne untertan.

Die kleine Welt des kleinen Pastoralassistenten.
Die Welt, in der die Frau dem Mann zu gehorchen hat.

Mein letzter Blog hat viele Reaktionen hervorgerufen. Durchwegs fand man, dass der Pastoralassistent, Peter Heger, zumindest die Arbeit des Landwirten und den Landwirten selbst im Facebook-Post erwähnen hätte sollen.

Und dann gab es noch eine interessante Reaktion des Pastoralassistenten selbst. Nicht mir gegenüber, weil mit mir spricht er ja nicht. Wahrscheinlich hat er Angst, dass er mit seiner doch eigenartigen Weltanschauung und Aussagen bei mir nichts erreicht. Und das würde er wahrscheinlich nicht verkraften.

Also spricht er nicht mit mir. Nein, nein, er äußert sich über mich meinem Mann gegenüber, dem Mann, der die Kürbisse angebaut und kultiviert hat und die Kosten dafür übernommen hat.

Er, also der Pastoralassistent, konnte einfach nicht glauben, dass mein Mann nichts von meinem aktuellen Blog wußte. Er müßte das doch wissen. Ich dürfte das doch nicht schreiben, ohne vorher mit ihm gesprochen zu haben, ja quasi seine Erlaubnis dafür eingeholt zu haben.

Ich warte jetzt, bis auch Sie, liebe Leserin und lieber Leser, sich erholt haben und wieder ruhig atmen können.

Ich weiss ja nicht, wie es im Hause des Pastoralassistentn zugeht. Aber bei uns zuhause, so wie wahrscheinlich auch im zuhause aller, die das gerade lesen, gilt die Österreichische Verfassung. Hier werden Frauen (und auch Männer) nicht unterdrückt, nicht bevormundet. Ihnen wird nichts vorgeschrieben. Frauen sind dem Mann gleichgestellt. Sie müssen den Mann nicht um Erlaubnis fragen.

Aber wenn Pastoralassistent Peter Heger meint, die Frau müsse den Mann vorher informieren oder um Erlaubnis bitten, dann ist sie seiner Meinung nach offenbar dem Manne untertan. Es sieht nicht gut aus mit der Pfarre in Hohenau. Und, ja, da muss man sehr viel hinterfragen. Hier in Hohenau. Einer Gemeinde am Rande von Österreich.

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Herbert Bartosch macht’s möglich.

Die Pfarre Hohenau dankt jemand anderem.

Warum agiert die Pfarre Hohenau so?
Das würde viele interessieren.

Denn: gerade von einer Pfarre erwartet man wahrheitsgemäße Aussagen.

Seit einigen Jahren gibt diese Aktion: Kürbisse können gegen freie Spende von einem Anhänger entnommen werden. Das damit gesammelte Geld kommt der Pfarre Hohenau zugute.


Die Pfarre Hohenau, also Peter Heger, dankt in einem Facebook-Posting demjenigen dafür, der das möglich gemacht haben soll: Bürgermeister Wolfgang Gaida. Nur – was genau hat er möglich gemacht? Er hat erlaubt, dass der Anhänger beim Rathaus stehen darf. Super. Eine ganz grossartige Leistung. Respekt.

Und jetzt kommen wir zu dem Mann, der diese Aktion wirklich möglich gemacht hat:

Ing. Herbert Bartosch.


Er hat den Acker
– vorbereitet
– mit der Scheibenegge oder der Kombi oder dem Grubber bearbeitet
– das Saatbeet bereitet
– die Kürbissamen besorgt und bezahlt
– die Kürbissamen gesät
– das Unkraut mechanisch entfernt
– das Unkraut händisch entfernt.

Er hat seinen Traktor und die verschiedenen notwendigen Bodenbearbeitungsgeräte zur Verfügung gestellt. Und zwar dann, wenn der Boden sie gebraucht hat. Dann, wenn die Natur die Voraussetzungen dafür geschaffen hat. Dann, wenn gerade dieser oder jener Bearbeitungsschritt notwendig gewesen war. Immer genau zum richtigen Zeitpunkt. Und er hat sein Wissen, seine Erfahrung und seine Arbeitskraft eingebracht.

Er hat das gern gemacht. Für die Pfarre. Und er hat auch nie über die Kosten gesprochen.
Zum besseren Verständnis habe ich die jetzt recherchiert.
3x Bodenbearbeitung, 1x Anbau, 2x maschinelle Unkrautbearbeitung sind auf diesem knapp 1/2 Hektar rund 600 Euro für Traktor, Maschinen und Fahrer. Dazu kommt noch das Saatgut im Wert von 150 Euro, und ca. 16 Stunden händische Hacke (viele Disteln) mit knapp 200 Euro. In Summe 950 Euro.

Aber darum geht’s ja nicht. Es geht nur darum, wer es möglich gemacht hat. Und zwar nicht erst in diesem Jahr, sondern seit es diese “Aktion” gibt. Also jedes Jahr. Für die Pfarre und für die, die sich jetzt Kürbisse gegen eine freie Spende holen können. Eine freie Spende für die Pfarre.

Also: wer hat es jetzt diese Aktion möglich gemacht?

Und so, wie es jetzt aussieht, hat Herbert Bartosch das in diesem Jahr zum letzten Mal gemacht, dank einer Pfarre, der es offenbar nicht um die Wahrheit geht, sondern darum, sich nur beim Bürgermeister – ich sag’s jetzt einmal nett – einzuwamperln.

Übrigens es ist die Kürbissorte im Facebook-Posting auch falsch genannt. Es ist die Sorte “Rustikal”.

Und ich weiss schon jetzt, was Peter Heger zu Herbert Bartosch sagen wird. Er wird sagen: “Hättest ja nicht müssen.” Genau. Hätte er nicht. Genauso wenig, wie er die Pfarre beim Aufgraben des Pfarrhofes anläßlich des Einbaus der neuen Heizung unterstützt hat: mit seiner Arbeitskraft, seinen Traktoren, Anhängern, Geräten und so weiter. Hätte er nicht müssen.

Ja, sowas hören manche Menschen vom Pastoralassistenten und von so manchen Vertretern der Pfarre Hohenau, wenn sie die Pfarre unterstützen. Wirklich toll, diese Art der Kommunikation. Und wirklich christlich. Respekt und Applaus.


Ich freue mich auf viele Kommentare. Danke.

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Der Frau Einhalt gebieten.

Heute ist internationaler Tag der Pressefreiheit.

Freiheit bedeutet uns allen sehr viel.
Denken wir nur, wie ungern wir die Einschränkungen in den letzten Wochen auf uns genommen haben.

Was bedeutet eigentlich Freiheit für uns?

Wir können unsere Entscheidungen selbst treffen. Solange wir niemandem schaden, und uns im Bereich der Legalität bewegen, können wir auch tun, was wir wollen. Und wir können sagen, was wir wollen. Unsere Meinung sagen.

So ist auch die Pressefreiheit eine der wichtigsten Grundsätze unserer Verfassung.

Und diese Pressefreiheit gilt auch für Blogger wie mich. Ich habe die gleichen Rechte und Pflichten wie Journalisten. Die Pressefreiheit gilt auch für mich.

Der Obmann der Volkspartei Hohenau sieht das anders.
Nicht nur, was die Pressefreiheit betrifft, die Meinungsfreiheit, sondern auch meine Freiheit als Frau.
So meint er gegenüber meinem Mann, dieser würde mir nicht genügend Einhalt gebieten.

Ich formuliere das einmal ganz allgemein: der Mann soll der Frau Einhalt gebieten.

Aha.
Dieses Ansinnen ist nicht nur gegen die Pressefreiheit gerichtet, sondern richtet sich auch gegen die Meinungsfreiheit im Allgemeinen, ist menschenverachtend und frauenfeindlich. Je öfter ich diese Aussage des aktuellen Obmanns der Volkspartei Hohenau lese, umso absurder scheint mir dieses Ansinnen zu sein. Ich habe mir auch bisher nicht vorstellen können, dass jemand im 21. Jahrhundert derartiges äußern kann. Abgesehen davon, dass eine derartige Aussage eines Politikers, wenn auch nur eines (sehr) kleinen Kommunalpolitikers und geschäftsführenden Gemeinderates, nicht würdig ist.

Ich denke, es ist Zeit für einen Rücktritt.
Am besten gleich.

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Gemeinderatswahl 2020 in Hohenau.
Was sagen Sie dazu?

Es war wirklich spannend!

4 Parteien traten in Hohenau bei der Gemeinderatswahl 2020 an.


Mit diesen 4 Parteien traten auch 4 neue Spitzenkandidaten an. Damit war der Ausgang dieser Wahl nur schwer zu prognostizieren. „Gemeinderatswahl 2020 in Hohenau.
Was sagen Sie dazu?“
weiterlesen

57

SPÖ. Aufräumen und Gas geben.



Anläßlich der Gemeinderatswahl 2020 habe ich alle Parteien, die in Hohenau an der March kandidieren, um ein Interview gebeten.


Wolfgang Gaida, amtierender Bürgermeister und Spitzenkandidat der SPÖ Hohenau, war sofort bereit zum Chat via Facebook Messenger.

Einige Passagen dieses Interviews haben sich auf Forderungen der anderen Parteien bezogen und sind teilweise bei diesen und den jeweiligen Themenbereichen zu finden. „SPÖ. Aufräumen und Gas geben.“ weiterlesen

34

ÖVP. Alte Forderungen und verpasste Chancen.


Anläßlich der Gemeinderatswahl 2020 habe ich alle Parteien, die in Hohenau an der March kandidieren, um ein Interview gebeten.


Nach einigem hin und her und vielen Fragen, erklärt sich die ÖVP zum Interview via Chat im Facebook Messenger bereit. Wer von den Kandidaten oder dem Vorstand das Interview gegeben hat, wollte man mir nicht mitteilen.

“Mir ist die anonyme Antwort lieber”, ließ man mich während des Interviews wissen, als es um eine eher persönliche Frage ging.
„ÖVP. Alte Forderungen und verpasste Chancen.“ weiterlesen

40

FPÖ fordert mehr direkte Demokratie auf Gemeinde-Ebene.

Anläßlich der Gemeinderatswahl 2020 habe ich alle Parteien, die in Hohenau an der March kandidieren, um ein Interview gebeten.

Eva-Maria Kranz, Spitzenkandidatin der FPÖ, war sofort dazu bereit. “… damit Hohenau weiterhin Hohenau bleibt und die Menschen einander auf der Straße noch grüßen!” Dieser Satz aus der Zeitung der FPÖ Hohenau hat mir zu denken gegeben. Grüßen, Respekt und Benehmen, ohne “Standesdünkel” und ohne dass man jemanden ignoriert, nur weil er oder sie sich zu einer anderen politischen Partei bekennt. Das letzte kennt sie nur zu gut, sagt Eva-Maria Kranz, Spitzenkandidatin der FPÖ Hohenau, im Interview. „FPÖ fordert mehr direkte Demokratie auf Gemeinde-Ebene.“ weiterlesen

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Kein Interview von den Grünen.

Anläßlich der Gemeinderatswahl 2020 habe ich alle Parteien, die in Hohenau an der March kandidieren, um ein Interview gebeten.

“Ein gutes und freundschaftliches Miteinander wollen auch wir Hohenauer GRÜNE.” So liest man in der Aussendung der Grünen Hohenau im Dezember 2010.

Keine Freundschaft.
Nun – dieses freundschaftliche Miteinander habe ich nicht so richtig erlebt. Irgendwie war’s nicht da. Zuerst einmal sind die „Kein Interview von den Grünen.“ weiterlesen

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Vermummt zur Ortsbauernratswahl.
Extrem geheim – geheime Extreme.

Die Ortsbauernratswahl ist eine geheime Wahl.
So wie andere Wahlen auch.
Und manche nehmen es mit dem Geheimnis ganz genau.
So vor kurzem in Hohenau.
Einer Gemeinde am Rande von Österreich.

Es ist Dienstag.
Dienstag, der 5. Februar 2019.
Ein kalter Tag.
Der Wind lässt es uns die Luft noch kälter empfinden.
Und da ist es schon verständlich, wenn man sich ordentlich einpackt und schützt.
Mit Mütze und Schal.
Ja, das ist verständlich.
Also dann, wenn man draussen ist.
Draussen in der Welt. Im Freien.


Und so geschieht es, dass an diesem Tag, dem Tag der Ortsbauernratswahl in Hohenau, eine Person zum Wahllokal eilt.
Diese Person ist erkennbar, also nicht grossartig gegen Kälte und Wind geschützt.
Und man denkt sich nicht viel.
In diesem Moment noch nicht.
Aber dann, kurz bevor diese Person in den Bereich des Wahllokales (im Inneren des Atrium) tritt, wird von ihr/ihm eine Mütze aufgesetzt und ein Schal um den Kopf gewickelt.
Und so ist diese Person nun nurnoch sehr schwer, wenn überhaupt erkennbar.
Alleine die Statur lässt hinter dieser Erscheinung eine männliche Person vermuten.

Die Person betritt den Raum, in dem die Wahlkommission und einige andere Personen (Wahlberechtigte) anwesend sind.
Er/Sie geht schnurstraks zur Wahlurne, legt einen Ordner auf den Tisch, nimmt das Wahlkuvert heraus und wirft es in die Urne.
Dann verlässt die Person den Raum und das Atrium.
Schweigend.
Ja, schweigend.
Kein Gruß nach links, kein Gruß nach rechts.
Nichts.
Schweigend.
Vermummt.
Offenbar in geheimer Mission.

Bevor ich es vergesse: bei dieser Wahl wurde der Wahlvorschlag vorher an alle Wahlberechtigten an deren Wohnadresse zugestellt, um auch Wahlberechtigten, die am Wahltag keine Zeit haben, die Teilnahme an der Wahl zu ermöglichen.
Und der Wahlvorschlag wurde fast einstimmig angenommen.
Nur eine der abgegebenen gültigen Stimmen war gegen den Wahlvorschlag.
Ob die wohl von dieser geheimnisumwobenen Person stammt?
Die Gegenstimme?
Wir werden es nie erfahren.

Das war eine weitere Berichterstattung.
Aus Hohenau.
Einer Gemeinde am Rande von Österreich.


15

Alles dobre.

Ja, da wohne ich.
Im Nordosten Österreichs.
Direkt an der Grenze zur Slowakei und zu Tschechien.
Wir haben hier nicht viel.
Die Thaya fließt in die March, die Au ist schön, aber sonst – nein, wir haben hier nicht viel.
Es passiert auch nicht viel.
Abgesehen vom Mißtrauensantrag gegen den früheren Bürgermeister und seinem Rücktritt passiert hier nicht wirklich etwas aussergewöhnliches.
Und so ist es halt ein bisserl fad, für einige hier an der Grenze.

Auch bei mir ist nicht viel passiert in den letzten Tagen.
Ich habe viel Zeit am Schreibtisch verbracht und bin kaum rausgekommen.
Aber heute, heute da war ich draussen.
Und zwar nicht irgendwo.
Also ich bin nicht weggefahren.
Nein. Nach dem Motto “Fahr’ nicht fort, kauf im Ort” bin ich hier geblieben.
Hier in Hohenau.
Da, wo manches anders ist, ganz anders als im Westen von Österreich.


“Stimmt das – der Herbert hat einen Herzinfarkt gehabt, und der Gerhard liegt im Koma?”
So schallt es mir heute entgegen.
Im Wirtshaus wurde das gestern so – naja – kommuniziert, sage ich jetzt einmal.
Damit hier ein schönes Wort steht.

Herbert, das ist mein Schatzi, und Gerhard, das ist sein Bruder.

Also bitte – der Herbert war letzte Nacht sehr gut drauf.
Also in der Nacht.
Das hätte er mit Herzinfarkt nicht geschafft.
Jetzt sitzt er beim Zahnarzt.
Und Gerhard?
Den ruf ich gleich an.
Nein, sagt er, er macht gerade Sport, der Gerhard.
Kann man im Koma nicht.
Kein Koma.

Und das war die aktuelle Berichterstattung.
Aus Hohenau.
Einer Gemeinde am Rande von Österreich.
Dort, wo man sagt: “alles dobre”.

(Anmerkung: “alles dobre” = alles gut.)

21

Die NÖN und das Kreuzerl.


Oder: Bürgermeisterwahl in Hohenau – die Berichterstattung.

Sie war spannend und doch wieder nicht.
Spannender war für mich wieder einmal die Berichterstattung der Regionalmedien. So haben sich schon manche Redakteure “ausgezeichnet”, als sie über den Mißtrauensantrag gegen den ehemaligen Bürgermeister Robert Freitag berichtet haben. “Ausgezeichnet” in dem Sinne, als manchen Redakteuren offenbar die Gemeindeordnung nicht einmal in Grundzügen bekannt war und ist, obwohl sie sehr oft über Ereignisse im Bereich der Kommunalpolitik berichten. Auch fehlerhafte Bezeichnungen sind leider sehr häufig.

Ich fange einmal mit ganz einfachen Dingen an. Hohenau an der March ist kein Ort. Hohenau an der March ist eine Gemeinde. Somit gibt es keine “Orts-Chefs” und auch keine “Orts-Partei”. Es gibt Bürgermeister, Vizebürgermeister, Gemeinderäte, Mitglieder des Vorstandes, Gemeindeparteien, Gemeindeparteiobmänner, u.s.w. Aber es gibt hier nichts mit “Ort-“.

Jetzt lese ich in der Onlineausgabe der NÖN (Internet, 29.1.2019, 00:30 Uhr) “Wolfgang Gaida jetzt SP-Ortschef”. Nicht böse sein, aber er ist weder SP-Ortschef, noch SP-Gemeindechef, er ist Bürgermeister. Und zwar einer der Fraktion der SPÖ. Und – in der Headline wäre noch Platz für ein Verb gewesen. Aber das nur so nebenbei.

Und wieder lese ich das Wort “Ortschef” im ersten Absatz. Und dann noch “Der bisherige SP-Vize”. So etwas gibt es auch nicht. Er war bisher Vizebürgermeister. Und zwar einer, der der Fraktion der SPÖ angehörte.

Aber es geht ja noch weiter. “Nicole Prohaska, die schon bei der Gemeinderatswahl 2015 auf der Kandidatenliste gestanden war, rückte nach und sitzt ab sofort im Ortsparlament”. Es ist immer wieder schön, und ich weiss, man lernt es in der Schule: keine Wortwiederholungen. Aber hätte jemand die Bücher von Wolf Schneider gelesen, das sind Lehrbücher für angehende großartige Journalisten, oder sogar die Hamburger Henri-Nannen-Schule besucht, würde niemand “Ortsparlament” schreiben. Sondern Gemeinderat. So heisst das höchste Gremium in einer Gemeinde nämlich. Gemeinderat.

Und übrigens: Nicole Prohaska hat nicht einfach so nebenbei auf der Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl 2015 gestanden, deren korrekte Bezeichnung “Wahlvorschlag” ist. Dass sie auf dieser sogenannten Liste gestanden hat, macht es erst möglich, dass sie ein Gemeinderatsmandat innehaben kann, sprich Gemeinderätin werden kann. Durch das Ausscheiden von Robert Freitag aus dem Gemeinderat musste sein Mandat neu besetzt werden und Nicole Prohaska ist – aufgrund ihres “Listenplatzes” nachgerückt.

Es nimmt ja kein Ende. Wieder ist dann von einem SP-Vizebürgermeister die Rede. Von mir aus. Man könnte es durchaus schöner und korrekter ausdrücken. Aber was dem ganzen die Krone aufsetzt: “… für Bartosch gab es abermals nur fünf Kreuzerl”. Acht Wörter und drei Fehler. Das muss man erst einmal schaffen.
Erstens sollte man schon auch den Vornamen nennen, denn es sitzen zwei Gemeinderäte mit dem Nachnamen Bartosch im Gemeinderat.
Zweitens gehört zu einer objektiven Berichterstattung, dass man ohne Bewertung berichtet. “…gab es abermals nur fünf Kreuzerl” ist nicht objektiv. Ausserdem ist nicht klar, was genau an diesen “fünf Kreuzerl” schlecht sein soll. Denn: hätte man hier im Vorfeld recherchiert, dann wüßte man, dass die vorhergehenden Bürgermeister meist einstimmig, also ohne 5 Stimmen für GGR Ing. Herbert Bartosch, gewählt worden sind. Sprich: das sind nicht “nur” 5 Kreuzerl, sondern, wenn man schon von “Kreuzerl” spricht und wertet, “gute” 5 Kreuzerl.
Und drittens: es gab keine Kreuzerl. Es wurde nämlich so gewählt, wie es gesetzlich in der NÖ Gemeindeordnung 1973 in der aktuellen Fassung vorgesehen und vorgeschrieben ist. Nämlich mit leeren Stimmzetteln. Da konnte niemand ein Kreuzerl machen, sondern nur einen Namen darauf schreiben. Und zwar den Namen der Person, der die einzelnen Gemeinderäte ihre Stimme gaben.

Hätten die Gemeinderäte bei dieser Wahl ein Kreuzerl gemacht, wäre ein Kreuzerl gewählt worden.
Ja, ein Kreuzerl wäre jetzt Bürgermeister.

Medien sollen objektiv berichten. Auch haben Sie einen Informations- und Bildungsauftrag. Diesen sollten sie auch als Regionalmedium wahrnehmen, und korrekte Bezeichnungen verwenden. Auch sollten sie nur dann über etwas berichten, wenn sie auch darüber ausreichend Bescheid wissen.

Unsere Sprache verroht. Besonders viele junge Menschen gehen nicht sorgsam damit um, woraus ein “flapsiger” Umgang mit unserer Sprache resultiert und diese im Laufe der Jahre verkümmert. Nun ist Sprache aber wichtig. Sehr wichtig. Sie gehört zu unserer Kultur. Sie ist Kultur. Und es ist Aufgabe von Menschen, die für andere schreiben, sei es als Autor oder Journalist, diese Sprache zu bewahren, mit ihr sorgsam und präzise umzugehen. Der Gemeinderat ist das höchste Organ einer Gemeinde. Diesem steht der Bürgermeister vor. Und: Bürgermeister ist ein Amt. Ein flapsiger Sprachgebrauch in diesem Zusammenhang ist nicht nur unangebracht, sondern auch diesem Gremium und dessen Mitgliedern nicht würdig.

Bevor ich es vergesse: Wolfgang Gaida (SP) ist mit 13 von 18 Stimmen zum Bürgermeister gewählt worden. Ing. Herbert Bartosch (VP) erhielt 5 Stimmen. Dieter Koch (SP) ist mit 13 von 18 Stimmen zum Vizebürgermeister gewählt worden. Auch in diesem Wahlgang entfielen 5 Stimmen auf Ing. Herbert Bartosch (VP).

Zur Information: der Gemeinderat in Hohenau an der March besteht aus 21 Gemeinderäten – 15 der SPÖ, 5 der ÖVP und ein freier Mandatar (ursprünglich von der FPÖ nominiert).

30

Nicht sprechen. Lesen.

Man spricht miteinander.
Man unterhält sich.
Über dies und das.
Verschiedenes.
So wie man das eben macht.

Auch GGR Ing. Herbert Bartosch.
Er spricht mit Bürgermeister Robert Freitag.
Man spricht miteinander.

Und so geschah es, dass Herbert in einem Gespräch so nebenbei fragte:
“Sag, wann ist die Eröffnung der Ordination?”
Er hat einfach nur gefragt. Im Gespräch.
Und das war die Antwort des Bürgermeisters:

“Steht in der Gemeindezeitung.”

Ja bitte – geht’s noch?
Alles in Ordnung?
Wo ist denn da die Gesprächskultur?
Haben wir überhaupt eine Kultur?
Darf man nicht nach einem Termin fragen?
Einfach so?

Diese überhebliche und herablassende Art des Bürgermeisters ist kein Novum.
Seit längerer Zeit schon gibt es von Seiten des Bürgermeisters Antworten in derlei Ton.
Und auch verbale Attacken.
Nicht nur gegenüber GGR Ing. Herbert Bartosch.
Es fällt auf.

Bereits in der Sitzung des Gemeindesrates am 12. Dezember 2017 ist dies aufgefallen. Und es hat im Laufe des Jahres 2018 keine Besserung seitens des Bürgermeisters gegeben. Und diese Art der Kommunikation setzt er auch im Jahr 2019 fort.

So am 2. Jänner 2019: bei der Eröffnung der Ordination von Dr. Shahram Adel.

GGR Ing. Herbert Bartosch “erdreiste” sich bei der Eröffnung der Ordination mit Barbara, einer der Arztassistentinnen unter anderem über die Abläufe in der Ordination, die Arbeitszeit und die freien Tage zu sprechen. Herbert hat gefragt, weil es ihn interessiert.
Er interessiert sich für andere Menschen. Er interessiert sich dafür, wie andere Menschen ihr Leben gestalten, womit sie sich gerne beschäftigen, was ihnen wichtig ist, was sie erfüllt und vieles mehr. Das machen Menschen, die sich engagieren, sozial oder politisch. Sie interessieren sich für andere.

Das ist ein Zeichen von Wertschätzung.
Wertschätzung drückt sich unter anderem in Interesse, Aufmerksamkeit und Freundlichkeit aus.
Sprich: mit diesem Gespräch drückte Herbert seine Wertschätzung aus.
Wertschätzung gegenüber dem Arzt, seiner Familie und seinen Assistentinnen.
Wertschätzung gegenüber jenen, die sich der kranken Menschen annehmen.

Offenbar hat der Bürgermeister dieses Gespräch mitangehört, und es scheint ihm nicht gepaßt zu haben.
Denn er sagt – zu Herbert gewandt – “Steht eh in der Zeitung drin. Hast sie nicht gelesen?”

Ja geht’s noch?

Wie sagt meine Mama so schön?
Einmal ist es vorbei, sagt sie. Ja. Und jetzt ist es wirklich vorbei. Es reicht.
Man kann sich ja wohl ganz normal mit anderen Menschen unterhalten. Oder passt das dem Bürgermeister jetzt auch nicht? Schreibt er jetzt auch schon vor, wer sich mit wem wo, wann und worüber unterhalten darf? Die “Nummer Eins”?

Übrigens: auch in der letzten Sitzung des Gemeinderates hat es einen Vorfall dieser Art gegeben.
Es ist sogar soweit eskaliert, dass “eingeschritten” werden mußte. Ja genau. Eingeschritten.

Aber dazu in einem anderen Blog. Demnächst.

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Will Bürgermeister keine Windräder?
Keine Antwort.
17

Gespräche mit der Mama. (Folge 1)

Telephonate mit meiner Mama sind sehr erfrischend, lustig und nehmen häufig eine erstaunliche Wendung.

Die Mama ist keine Frau der vielen Worte, aber sie ist eine, die alles sehr treffsicher und einfach
auf den Punkt bringt.

Eine weise Frau.

Auch in unserem Gespräch von heute, also in unserer Folge 1.




Ich: Stell Dir vor, Mama, da sitzt ich heute am Clo und schau auf das kleine Küberl unter dem Waschbecken.
Und da war so was wolliges, rundliches.
Neben dem Küberl.
Das hat ausgeschaut wie eine Maus.

Die Mama sagt nichts.




Ich: Und dann schau ich genau – war das ein Lurch.

Die Mama sagt noch immer nichts.
Stille am anderen Ende der Leitung.

Dann – die Mama: Sei froh.

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Warum lächelst Du?
Das ist auch eine Möglichkeit.
Schön verheiratet.
1. April 2009.9

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Manchmal erschrecke ich. Ich erschrecke, wieviel Müll wir produzieren. Wir beide, Herbert und ich. Ein Zwei-Personen-Haushalt. Dabei kaufen wir kaum etwas mit Verpackung ein, da wir sehr vieles selbst produzieren, also Gemüse und Obst. Und trotzdem. „Der Müll, der Nöli und wir.“ weiterlesen9

Leben als Frau in Hohenau.

Ja, ich war lange weg.
Und dann bin ich zurückgekommen.
In meine Heimatgemeinde.

In die Gemeinde, in der schon meine Vorfahren zuhause waren.
Viele Generationen zurück.
Ich gehöre sozusagen zu den Nachfahren der Ureinwohner von Hohenau.

Weil ich so lange weg war, habe ich gar nicht mehr gewußt,
wie es hier ist. Speziell für eine Frau. „Leben als Frau in Hohenau.“ weiterlesen7

Gott zum Gruße.

Aquarell von Birgit Medlitsch, 2002

Ja, wie ist das so im nordöstlichen Österreich?
Dort, wo ich wohne.
Wird man da gegrüßt?

Schön wär’s.
Soweit ich mich jetzt erinnern kann, grüßt der Jüngere den Älteren, der Herr die Dame, u.s.w. Aber hier und heute? Ich habe mir angewöhnt jeden zu grüßen. Nur – da kommt meist nichts zurück. „Gott zum Gruße.“ weiterlesen7

Das karierte Hemd.

Kaum erscheint die “(nicht-)amtliche Mitteilung” der Marktgemeinde Hohenau an der March, ist bei uns zuhause Ausnahmezustand. „Das karierte Hemd.“ weiterlesen12

Kein gutes Benehmen.

Erwarte ich zu viel?
Bin ich anderes gewohnt?
Von früher vielleicht?
Oder von anderen Menschen, als jenen, mit denen ich es jetzt zu tun habe?
Bin ich ein böser Mensch, wenn ich das einfordere, was ich erwarte? „Kein gutes Benehmen.“ weiterlesen10

Der Herbert war’s (nicht).

Ja, das war eine Gemeinderatssitzung der anderen Art.
Am 20. März 2018 in Hohenau an der March. „Der Herbert war’s (nicht).“ weiterlesen11

Will Bürgermeister keine Windräder?

Ökozentrum ja.
Radwege ja.

Gesunde Gemeinde nein.
Bienenfreundliche Blumen nein.
Und Windräder schon überhaupt nicht.

Was ist mit dem Bürgermeister von Hohenau/March los? „Will Bürgermeister keine Windräder?“ weiterlesen13

Keine Antwort.

Ich habe eine Anfrage per E-Mail geschickt.

Die Beantwortung sollte normalerweise nicht mehr als 2 Minuten in Anspruch nehmen.
Aber – er antwortet nicht.
Der Bürgermeister von Hohenau. „Keine Antwort.“ weiterlesen14