Kostenlose COVID-19-Antigen-Tests in ausgewählten Apotheken.

Hohenau, Dürnkrut, Gänserndorf, Deutsch Wagram, Mistelbach

Ab Montag kann man sich auch in ausgewählten Apotheken einem kostenlosen COVID-19-Antigen-Test unterziehen.

Ausgewählte Apotheken führen den Test an symptomfreien Menschen durch.
Für den Test ist deine telephonische Anmeldung notwendig.
Und die e-card muss zum Test mitgenommen werden.

Im nordöstlichen Weinviertel kann man sich zum Beispiel in den Apotheken in Hohenau, Dürnkrut, Mistelbach, Gänserndorf und Deutsch Wagram testen lassen.

Hier die aktuelle Liste der Österreichischen Apothekerkammer mit den Apotheken in ganz Österreich, die diesen Test nach telephonischer Anmeldung durchführen.

Gratis-Antigentests_Apotheken

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Falschinformation durch Bürgermeister

Wolfgang Gaida (SPÖ, Hohenau an der March)

Die Falschinformation von Bürgermeister Wolfgang Gaida (SPÖ, Hohenau an der March) über die Möglichkeit der kostenlosen COVID-19 Antigen-Testung erhitzt die Gemüter.

Denn: Falschinformationen können Menschenleben kosten.

Konkret geht es um ein Posting (26.1.2021) des Bürgermeisters in der Facebook-Gruppe „Hohenau an der March“, dessen Administrator er auch ist. Darin ergeht er sich nicht nur in Selbstbeweihräucherung, sondern liefert dann im Verlauf der Diskussion auch noch falsche Informationen.

Zuerst ist zu lesen: „Nun freut es mich, mitteilen zu dürfen, dass es ab 8. Februar im Bezirk Gänserndorf dauerhaft mehrere Möglichkeiten geben wird, sich kostenlos auf das Virus testen zu lassen, darunter auch in unserer Gemeinde.“

Es ist nicht sein Verdienst, …
… dass es ab 8. Februar dauerhafte Testmöglichkeiten geben wird. Abgesehen davon gibt es diese Testmöglichkeiten bereits jetzt schon, nur nicht in dieser Dichte. Er, also Bürgermeister Wolfgang Gaida, hat diese nicht ins Leben gerufen. Das waren andere Menschen und Institutionen, weit entfernt von seinem „Wirkungskreis“ Hohenau an der March.

Weiter ist zu lesen „Wir haben uns bemüht, in Kooperation mit der Stadtgemeinde Zistersdorf eine beinahe lückenlose Testumgebung für den Norden des Bezirks zu organisieren. Und sollte es trotzdem einmal eng werden, stehen im Bezirk noch weitere Teststraßen zur Verfügung (siehe Aufstellung).“

Da frage ich mich schon:

Wer ist „Wir“?
Denn: auch hier liegt die Initiative nicht bei ihm, sondern bei anderen Organisationen und Institutionen, weit weg von Hohenau an der March. Diese haben z.B. Bürgermeisterkonferenzen organisiert und dazu eingeladen, damit man sich hier abstimmen kann.

Übrigens: warum wird die Hohenauer Bevölkerung nicht vom Bürgermeister über die aktuellen kostenlosen Testmöglichkeiten informiert, also über die Teststrassen, die aktuell und vor dem 8. Februar geöffnet sind? Die gibt es nämlich, auch in der Nähe von Hohenau. Vielleicht deshalb, weil Hohenau im Augenblick noch nicht “dabei ist”, und man sich damit halt nicht brüsten kann. Nur: es geht ja um Menschen und um Menschenleben. Also mir persönlich geht es darum. Ich bin nur einfach davon ausgegangen, dass Politiker für’s Volk arbeiten. Hier finden Sie die Information über die aktuellen Testmöglichkeiten.

Aber damit nicht genug.
Auf die Rückfrage einer Facebook-Userin aus Bernhardsthal (im Screenshot anonymisiert), ob dieses Angebot nur für Einwohner aus dem Bezirk Gänserndorf gilt, gibt Bürgermeister Wolfgang Gaida eine absolut falsche Information, nämlich jene, dass man sich nur im jeweiligen Wohnbezirk testen lassen könne (siehe Bild).

Bürgermeister Wolfgang Gaida (SPÖ) schreibt: „Eigentlich bezirksweise, aber vielleicht möchten uns die Gemeinden oder Freiwillige aus den umliegenden Gemeinden unterstützen, dann kann ich mir das vorstellen. Wir wollen niemanden abweisen, der eine Testung benötigt, aber ohne Unterstützung wird es schwer zu schaffen sein, diesen Service für die eigene Bevölkerung, Bediensteten, Berufsgruppen, die Umgebung aus dem Bezirk + Rabensburg + Bernhardsthal + Hausbrunn + Altlichtenwarth zu stemmen. Wir werden uns um eine Lösung bemühen.“

Und dann möchte er uns allen zeigen, wie toll er ist, und wie menschlich, denn er meint, er würde ja niemanden abweisen wollen und würde sich um einen Lösung bemühen und könnte sich das vorstellen, falls Freiwillige aus den umliegenden Gemeinden „uns“ (wer auch immer das ist) unterstützen würden.

Ich denke, es reicht.
Er muss sich nicht um eine Lösung bemühen. Das ist gar nicht notwendig. Es ist auch nicht notwendig, dass Helfer aus anderen Gemeinden unterstützend hinzukommen (wo man doch bisher auch potentielle Helfer aus der eigenen Gemeinde abgelehnt hat). Und er wird auch niemanden abweisen, denn das darf er nicht.

Wir, die Redaktion, haben nachgefragt. Und zwar bei jener Stelle, die dafür zuständig ist, für die Tests, für die Organisation und Koordinierung.

Und hier ist die Stellungnahme des Notrufs Niederösterreich:

„Die Testungen werden für Personen angeboten, welche ihre Wohn- oder Arbeitsstätte in NÖ haben. In welche der NÖ Testorte man fährt, ist völlig jedem selbst überlassen.“

Das heisst:
Man kann sich in Niederösterreich kostenlos testen lassen wo man will.
Man ist nicht an den Wohnbezirk gebunden.

Hat jemand noch Fragen?
Die sollte man vielleicht nicht dem Bürgermeister von Hohenau an der March stellen.
Und vor allem: man sollte die Antworten von ihm immer hinterfragen.

Man sollte ihm immer die Frage stellen:
„Wo steht das?“

Hier finden Sie die Teststationen im Weinviertel, die aktuell und schon vor dem 8.2.2021 geöffnet sind.

Warum ich denke, dass Falschinformationen bezüglich des “erlaubten” Testortes gefährlich sein könnte. Hier ein Scenario:
Nennen wir ihn Otto. Otto wohnt in Hausbrunn. Er möchte sich gerne testen lassen. Heute könnte er das in Hohenau tun. Allerdings hat er die Information erhalten (vom Hohenauer Bürgermeister), dass man nur in dem Bezirk getestet werden kann, in dem man wohnt. Im Falle Ottos wäre das die Testeinrichtung in Mistelbach. Dort kann man sich aber erst in 3 Tagen testen lassen. Otto wartet geduldig ab und fährt dann nach Mistelbach zum Test. Dieser ist positiv. Otto hat sich leider mit dem Corona-Virus infiziert. In den letzten 3 Tagen war er in einigen Geschäften und auch beim Zahnarzt. Hoffentlich hat er in diesen 3 Tagen niemanden sonst infiziert, der dann vielleicht schwer erkrankt oder sogar stirbt.

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Corona in Hohenau.

Bürgermeister informiert die Bürger nicht.

Aktuell sind 4 Menschen in Hohenau positiv auf das Corona Virus getestet worden und haben einen Absonderungsbescheid erhalten.

Gleich vorweg: jeder Mensch, der an Covid-19 erkrankt, ist einer zuviel. Und es kann nicht genug dafür getan werden, dass so wenige Menschen wie nur möglich von dieser Infektion betroffen sind.

Die oben genannten Zahlen sind der Stand per 2.10.2020 (BH Gänserndorf). Wir haben das unter anderem durch einen Bürgermeister einer anderen Gemeinde erfahren. Einige Gemeinden im Bezirk Gänserndorf veröffentlichen diese Daten nämlich zumindest auf ihrer jeweiligen Gemeinde-Homepage.

Hohenau ist leider anders.

Über diese 4 “Fälle” findet sich leider keine Information auf der Gemeinde-Homepage und auch nicht in Sozialen Medien. Schaut man auf die Gemeinde-Homepage, ist alles sehr aktuell, also in puncto Selbstbeweihräucherung sowie Horrorkosten von 500.000 Euro für den Park rund um das March-Thaya-Zentrum. Aber egal. Darum geht’s jetzt nicht.

Warum informiert Bürgermeister Wolfgang Gaida die Bevölkerung nicht?
Unsere Nachfrage bei GGR Maria Jankowitsch, die Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Soziales ist, hat ergeben, dass Bürgermeister Gaida in der letzten Gemeinderatssitzung (29.9.2020) bekanntgegeben hat, dass aktuell 2 Menschen in Hohenau positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Von den 4 Fällen, die heute, am 2.10.2020, von der BH Gänserndorf bekanntgegeben wurden, wüßte sie noch nichts, teilt sie uns mit. Wir vermuten, dass das daran liegt, dass die Information der BH an die jeweiligen Bürgermeister übermittelt wird.

Warum Bürgermeister Gaida diese wichtigen Informationen den Hohenauer Bürgern vorenthält, verstehen wir nicht. Auch die Opposition, zum Beispiel die ÖVP, deren 3 Gemeinderäte bei der Gemeinderatssitzung laut unseren Informationen anwesend waren, informiert die Bürger/innen von Hohenau nicht. Auf der Facebook-Seite der Volkspartei Hohenau gab es lediglich Infos von Bund und Land, nichts betreffend Hohenau, auf der Homepage kaum etwas aktuelles, gerade einmal kurz ein Video mit Landeshauptfrau Mikl-Leitner.

Es kann doch nicht so schwer sein, diese Zahlen zu veröffentlichen.
Nun kann man dem natürlich entgegenhalten, dass eine Veröffentlichung vielleicht Panik auslösen würde oder die Menschen spekulieren würden, wer da wohl infiziert ist. Ja, das ist ein Argument.

Es gibt einen sehr viel wichtigeren Effekt.
Die Tatsache, dass das Virus ganz nah ist, bewirkt sehr viel. Denn wenn Menschen in meinem nächsten Umfeld, und das ist die Gemeinde, infiziert sind, mache ich mir vielleicht noch mehr Gedanken und auch Sorgen. Und Sorgen sind in diesem Fall gut, denn Sorgen bewirken, dass man dann vorsichtiger ist, mehr Abstand hält, den Mund-Nasen-Schutz ordnungsgemäß verwendet, und sich und andere schützt. Gut schützt.

Also schützen wir uns. Und schützen wir andere. Denn: es ist gut, andere zu schützen. Das ist verantwortungsvoll. Damit zeigt man, dass einem die Mitmenschen wichtig sind. Dass man möchte, dass sie gesund bleiben. Es ist ein Zeichen der Wertschätzung dem jeweils anderen gegenüber. Denn das Virus ist nicht irgendwo, im Nachbarort, irgendwo im Bezirk oder in Wien. Es ist hier. Hier, mitten unter uns.

Wir versuchen in Zukunft regelmäßig die aktuellen Infektionszahlen hier zu veröffentlichen.

Wir wünschen jenen, die im Augenblick mit einer Corona-Infektion oder mit den Folgen einer Infektion zu kämpfen haben, alles Gute und eine schnelle Erholung.

Nachtrag: mittlerweile gibt es bereits etwas Aufregung seitens des Bürgermeisters Wolfgang Gaida. In einem Facebook-Posting meint er unter anderem: “Wie kann man einem Bgm. noch am selben Tag (2.10.), an dem die Nachricht von der BH ergeht, vorwerfen, er würde seine Bürger nicht informieren? Ich war am Freitag [….] unterwegs und bin vielleicht nur noch nicht dazu gekommen.”

Das ist eine interessante Reaktion und Begründung. Dazu darf ich informieren (es wurde auch im bereits Blog erwähnt), dass es bereits am 28. September 2020 zwei “Fälle” in Hohenau gab. Dies war dem Bürgermeister auch bekannt. Aber auch darüber hat er die Bevölkerung bis 2.10.2020 nicht informiert. Lediglich im Gemeinderat wurde dies angeblich kundgetan, nur – das Protokoll darüber kann ja erst in ca. 2-3 Monaten von der Bevölkerung eingesehen werden. Also: es hat leider bereits früher Infektionen in Hohenau gegeben, was uns alle sehr betroffen macht, und es gab darüber keine Information.

Im Gemeinderatsprotokoll der Sitzung vom 30.6.2020 ist unter TOP 2p unter anderem zu lesen: “Mit Schreiben vom 19. Mai 2020 wies die Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf hin, dass es einen positiv getesteten Fall in unserer Gemeinde gab.”. Auch hier wurde die Bevölkerung nicht informiert.

Der Bürgermeister meint also, man könne nicht verlangen, dass dies sofort kommuniziert werde. Naja, seit März hört man nur noch, dass alles mögliche hintangestellt werden muss. Grund dafür ist Corona. Corona an oberste Stelle zu stellen ist wichtig und richtig. Weil es hier um das wichtigste Gut des Menschen überhaupt geht: um Gesundheit und Menschenleben. Und gerade deshalb ist es so wichtig, zu informieren, und schnell zu informieren. Die Menschen wieder dafür zu sensibilisieren. Es obliegt ja dem Bürgermeister dies auch zu delegieren. Er hat Mitarbeiter und es gibt auch eine geschäftsführende Gemeinderätin, die dem Ausschuss für “Gesundheit & Soziales” vorsteht. Eigentlich wäre es auch ganz einfach: man müßte nur die Amtstafel wieder ins Erdgeschoss des Rathauses verlegen, in die beiden schönen grossen Auslagenfenster. Und dort kann man täglich die aktuellen Zahlen bekanntgeben. Das würde auch bewirken, dass die Menschen mehr auf sich und auf andere achten.

Hier geht’s zur aktuellen Umfrage.

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Das Bild in diesem Beitrag stammt von pixabay.

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