Heizkostenzuschuss vom Land Niederösterreich.

Heizkostenzuschuss: jetzt beantragen.

Sozial bedürftige Menschen mit Hauptwohnsitz in Niederösterreich können einen einmaligen Heizkostenzuschuss in der Höhe von 140 Euro für die Heizperiode 2020/2021 beantragen.

Frist dafür ist der 30. März 2021.
Bis dahin kann man auf dem Gemeindeamt des Hauptwohnsitzes den Antrag abgeben.

Hier finden Sie Informationen zu den Einkommensgrenzen sowie die Richtlinien und das Antragsformular.

Hier finden Sie ausführliche Informationen über den Heizkostenzuschuss des Landes Niederösterreich.

Gemeinde Hohenau an der March gewährt zusätzlich 100 Euro.
Alle, die den Heizkostenzuschuss vom Land Niederösterreich bewilligt bekommen haben und ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde Hohenau an der March haben, können am Gemeindeamt um eine weitere Unterstützung in der Höhe von 100 Euro ansuchen. Nach Erhalt des Landeszuschusses erhalten Sie diese Unterstützung bis 30. Juni 2021 am Gemeindeamt.

Informieren Sie sich bitte in Ihrer Wohnsitzgemeinde, ob auch diese eventuell eine zusätzliche Unterstützung anbietet.

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NÖ: Mittelschule ist jetzt frei wählbar.

Die Bindung an den Schulsprengel ist „Geschichte“.

SchülerInnen dürfen nun auch in Niederösterreich selbst bestimmen, welche Mittelschule (früher NMS oder Neue Mittelschule) sie besuchen möchten.

Der Besuch einer Mittelschule ausserhalb des Schulsprengels ist ab Herbst möglich.
Dies ist für alle interessant, die im Februar ihre Kinder der 4. Volksschulklasse in einer Mittelschule anmelden müssen.

Bisher war es in Niederösterreich vom Gesetzgeber vorgegeben, dass Kinder nach der 4. Schulstufe, sofern sie nicht ein Gymnasium (also eine Bundesschule) besuchen, die Mittelschule im jeweiligen Schulsprengel besuchen mussten.

Wollte man, dass das Schulkind eine Mittelschule ausserhalb des Schulsprengel besucht, benötigte man die Zustimmung des Bürgermeisters der Wohngemeinde. Nur damit war es möglich, eine andere Mittelschule als jene im Schulsprengel zu besuchen. Verweigerte der Bürgermeister seine Zustimmung hatte man einfach „Pech“.

Das ändert sich ab dem nächsten Schuljahr 2021/2022.

Denn der Niederösterreichische Landtag hat in seiner 34. Landtagssitzung der XIX Gesetzgebungsperiode am 17.12.2020 eine Änderung des NÖ Pflichtschulgesetzes beschlossen.

Konkret geht es um § 7 Abs. 11. Dieser wurde ergänzt.

Hier finden Sie den gesamten Gesetzesbeschluss.

Was bedeutet das nun für Schulkinder aus Hohenau an der March?

Kinder, die in Hohenau an der March wohnen, müssen ab September 2021 nicht mehr verpflichtend die Mittelschule Hohenau besuchen, sondern können frei wählen, welche Mittelschule sie in Niederösterreich besuchen möchten. Dies gilt auch für Schulkinder, die im Schulsprengel von Hohenau wohnen, also Kinder aus den Gemeinden Drösing (und Waltersdorf), Rabensburg und der Gemeinde Bernhardsthal (hier nur die KG Bernhardsthal).

Es müssen lediglich die Schulleitung der „Wunschschule“, der Schul-Erhalter (Bürgermeister bzw. Gemeinde der Wunsch-Schule) zustimmen, und es müssen dort genügend Ressourcen vorhanden sein, also Raum und Personal.

Der Bürgermeister der jeweiligen Wohngemeinde bzw. die Gemeinde kann dann den Besuch dieser Wunsch-Schule nicht verhindern, und muss auch den Schulerhaltungsbeitrag für den/die jeweilige/n Schüler/in an die aufnehmende Schule (bis maximal 2.000 Euro pro Kalenderjahr) bezahlen.

Kinder fördern und auf ihre Interessen eingehen.

Bisher war es oft schwer, auf die Bedürfnisse und vor allem Talente der Kinder in Bezug auf die Schulwahl einzugehen. Meist gelang dies nur dann, wenn ein Kind in einem Gymnasium aufgenommen wurde.

Nun können Eltern auch im Bereich der Mittelschule jene Schule auswählen, die den Talenten, Interessen und Fähigkeiten ihres Kindes am besten entspricht und sie entsprechend fördert.



(Neue) Mittelschulen in der Nähe von Hohenau.

Für Kinder aus dem Schulsprengel Hohenau kämen in der Nähe zum Beispiel die Mittelschulen in Dürnkrut, Neusiedl an der Zaya, Zisterdorf, Großkrut oder Matzen in Betracht.

Ein Blick auf die Webseiten der jeweiligen Schulen lohnt sich.

Viele dieser Mittelschulen haben sehr interessante Schwerpunkte.
Ein Blick auf die jeweiligen Webseiten vermittelt einen ersten, sehr positiven Eindruck.

Zum Beispiel die Musik-Mittelschule Dürnkrut, die schon auf ihrer Homepage zeigt, wie aktiv und vielseitig das Schulleben in dieser Schule ist. Ganz nebenbei hat diese Schule bereits sehr viele Auszeichnungen erhalten.

Oder die Sportmittelschule Matzen, bei der man schon auf der Website den Eindruck gewinnt, dass es sich hier um eine moderne und aktive Schule handelt.

Die Mittelschule Großkrut-Hausbrunn setzt mehrere Schwerpunkte, unter anderem Informatik, und wird jetzt schon gerne von Schülern aus Bernhardsthal gewählt.

Auch das Schulprofil der Mittelschule Neusiedl an der Zaya überzeugt: Menschlichkeit, Persönlichkeit und der Schwerpunkt auf den Hauptfächern sowie den naturwissenschaftlichen Fächern stehen hier im Vordergrund. Diese Mittelschule ist bekannt für ihre Ausbildung für weiterführende Schulen, da der Unterricht in den Hauptgegenständen dem des Gymnasium gleichgestellt ist.

Die Mittelschule Zistersdorf präsentiert sich als Allrounder.

Der Vollständigkeit halber führen wir hier auch den Link zur Mittelschule Hohenau an der March an.

Hier finden Sie weitere Mittelschulen in Niederösterreich.

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Schmuckenschlager und die Macht.

Johannes Schmuckenschlager ärgert sich über Spargel aus Peru. Dies tut er auf Facebook kund. Mehr fällt ihm dazu nicht ein? Das ist schon ziemlich schwach für einen Nationalratsabgeordneten, der auch Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich ist.

Aha – Sie sind verärgert, Herr Schmuckenschlager.
Das stimmt mich bedenklich. Sehr bedenklich.

Quelle: Facebook, Posting vom 22. März 2019, 14:49 Uhr


Besonders dann, wenn ich Ihre vielen Funktionen betrachte.
Dann denke ich mir schon – Wahnsinn, wo sich der Mann überall engagiert?
Angesehen und geschätzt ist er.
Man hört auf ihn.



2005-2010 Kammerrat der Bezirksbauernkammer.
2007-2010 Landesobmann der Bauernbund Jugend Niederösterreich.
Seit 2008 Bezirksbauernratsobmann Klosterneuburg.
Seit 2008 Abgeordneter zum Nationalrat.
2009-2017 Vizepräsident des Österreichischen Bauernbunds.
Seit 2010 Bezirksbauernratsobmann Wien-Umgebung.
Seit 2013 Bundesweinbaupräsident des Weinbauverbands.
Seit 2018 Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.

Na? Wer hört auf Sie?

Denken Sie, dass Ihr Facebook-Posting irgendetwas ändert?
Irgendetwas?

Glauben Sie wirklich, dass Sie mit diesem Facebook-Posting Sympathien einheimsen?
Denken Sie das wirklich?

Quelle: Facebook, Posting vom 22. März 2019, 14:49 Uhr

Ja, es sieht so aus.
Sie glauben, dass nun alle, die Ihr Posting gelesen haben, denken:
„Ui, na der denkt ja so wie ich.
Ja so ein sympathischer Mann.
Toll, dass der im Nationalrat sitzt.
Und Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich ist er auch.
Ach ja, ich find‘ den super.
Toll, dass der so etwas über den Spargel schreibt.“

Nein, Herr Schmuckenschlager, so denkt man nicht. Man denkt: „Ui, so ein engagierter Mann. Er vertritt als Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich alle niederösterreichischen Bauern. Und er vertritt uns als Nationalrat im Parlament. Dort werden die Gesetze „gemacht“. Der ist mächtig.“ Schade nur, dass Ihre Macht dort aufhört, wo Wirtschaft und Handel anfangen.

Vielleicht sprechen Sie einmal mit den 3-5 Personen, die für den Einkauf im österreichischen Lebensmittelhandel verantwortlich sind. Die, die dafür sorgen, dass zum Beispiel heimische Bauern für ihre Bio-Erdäpfel zumeist nur 20 Cent pro Kilo bekommen, die dann von den Supermärkten um 1,49 Euro pro Kilo verkauft werden. Ja, ja. Reden Sie mit denen. Das sind auch die, die dann die von den Großhändlern aussortierte Erdäpfel (zu klein, zu krumm) als Wunderlinge verkaufen. Ah ja, für die aussortierten Erdäpfel bekommen die Bauern nichts.
Genau: 0 (in Worten: null) Euro.


Und es kommt noch besser. Seit einigen Wochen wird gross gejammert, es gäbe in Österreich keine heimischen Erdäpfel mehr. Man müsse importieren – woher auch immer. Nun denn – Ing. Herbert Bartosch ist Biolandwirt im nordöstlichen Weinviertel. Er hat noch tonnenweise Bio-Erdäpfel im Lager. Nur – die wollen die Großhändler nicht. „Nicht schön genug“ und andere Ausreden sind da zu hören. Da holt man die eben aus dem fernen Ausland herbei.“ so Ing. Herbert Bartosch.

Weiter meint er: „Die Großhändler des LEH kaufen offenbar lieber günstige Erdäpfel, die in der Wüste nur durch künstliche Beregnung wachsen. Interessanterweise sind diese für den Lebensmittelhandel weit billiger zu haben als jene, die wir hier selbst „produzieren“ können. Zu behaupten, es gäbe keine Erdäpfel in Östereich oder Europa ist ein willkommener Anlass Erdäpfel im EU-Ausland weit günstiger als in Europa zu erwerben, aber zum bisher gleichen oder höheren Preis im Supermarkt zu verkaufen. Und der Lebensmittelhandel freut sich darüber, dass Argumente wie „es gibt keine Erdäpfel mehr in Österreich oder Mitteleuropa“ schon durch andere, nämlich diverse Medien, nach aussen getragen wurden. Somit braucht er sich nicht mehr zu rechtfertigen, dass er nordafrikanische Erdäpfel anbietet.“ Und dann fügt er hinzu: „Bevor ich es vergesse: meine Erdäpfel haben kein Drahtwurmproblem. Die sind in Ordnung.“

Eine Berufskollegin von mir baut Spargel an. Sie liefert ihn auch an Supermärkte bei ihr in der Nähe. Sie kann diese Supermärkte täglich frisch beliefern. Aber – die Filialleitung kann nicht bestimmten, welcher Spargel im Geschäft angeboten wird.
Und so kam es, dass neben ihrem tollen Spargel (weniger als 4 km vom Supermarkt entfernt geerntet) Spargel von weiss Gott wo her angeboten wurde. Natürlich auch günstiger als ihr Spargel.
Einige Tage nach ihrer Lieferung bekam sie einen Anruf vom Supermarkt. Sie könne sich ihren Spargel wieder holen, er würde sich nicht verkaufen.

Ja – geht’s noch?

Man kann mit etwas nicht zufrieden sein.
Man kann sich darüber ärgern.
Man kann es die ganze Welt via Facebook wissen lassen.
Man kann es aber auch ändern.
Vor allem dann, wenn man „am Hebel der Macht“ sitzt.

Wie heisst es so schön?
„Love it, change it oder leave it.“

Ja, Herr Schmuckenschlager, wenn es Ihnen nicht gefällt, dann ändern Sie es.
Und wenn Sie es nicht ändern können – mit all der Macht, und all den Möglichkeiten, die Sie als Politiker haben – dann lassen Sie es bleiben.
Verlassen Sie es.
Verlassen Sie das Parlament.

Nicht die Bauern können über den Preis für ihre Produkte bestimmen. Nein. „Natürlich nicht“, höre ich da. „In einer freien Marktwirtschaft bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis.“ Ja, ja, das ist mir schon klar. Nur – wenn es nur 3-5 Nachfrager gibt, kann man sich leicht ausrechnen, wer bestimmt.

Also: sprechen Sie es aus.
Machen Sie schon.
Oder trauen Sie sich nicht?
Nicht die Bauern bestimmen.
Nicht die Politiker (=Gesetzgeber) bestimmen.

Die Einkäufer der Supermarktketten bestimmen.
Die bestimmen was, wann und zu welchem Preis in den Supermärkten erhältlich ist.
Sie bestimmen, wieviel die Großhändler für die landwirtschaftlichen Produkte bekommen.
Und daraus resultiert dann der Betrag, den die Landwirte bekommen.
Und das läuft schon sehr lange so.

Diese 3-5 Einkäufer sind ganz offenbar mächtiger als Sie, Herr Schmuckenschlager.

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