Ältere Dame.

Schönheit ist etwas … Schönes.
Die meisten Menschen wollen „schön“ sein.
Ich natürlich auch.
Und so freue ich mich über meine Haare.
Sie sind sehr kräftig und dicht, und wachsen recht schnell.
Im Jahr so ca. 20 Zentimeter.

Eigentlich hätte ich sie gerne wieder ganz lang. Als Biobäuerin muss ich mir die Haare aber fast täglich waschen. Und das ist mühsam, wenn sie so lang sind. Kurz möchte ich sie aber auch nicht haben, weil ich dann jede vierte Woche zum Friseur muss.

Und so kam es, dass ich gestern abend das Schatzi gefragt habe, was er denn so dazu meint. Kurz oder lang?


Ich weiss, dass ist nicht einfach für einen Mann. Aber er hat da nicht lange nachgedacht und gemeint: „Mach wie Du glaubst. Aber es kommt ja nicht von ungefähr, dass viele ältere Damen kurze Haare haben.“

Wow. Was hat der gerade gesagt?
Ältere Dame?
Mein Mann.
Mein Schatzi.
Sagt das.
Zu mir!
Da muss ich aber gar nichts darauf sagen.

Weil: weisst, Schatzi, spätestens heute abend liest Deine Schwiegermutter diesen Blog.

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33

Alles dobre.

Ja, da wohne ich.
Im Nordosten Österreichs.
Direkt an der Grenze zur Slowakei und zu Tschechien.
Wir haben hier nicht viel.
Die Thaya fließt in die March, die Au ist schön, aber sonst – nein, wir haben hier nicht viel.
Es passiert auch nicht viel.
Abgesehen vom Mißtrauensantrag gegen den früheren Bürgermeister und seinem Rücktritt passiert hier nicht wirklich etwas aussergewöhnliches.
Und so ist es halt ein bisserl fad, für einige hier an der Grenze.

Auch bei mir ist nicht viel passiert in den letzten Tagen.
Ich habe viel Zeit am Schreibtisch verbracht und bin kaum rausgekommen.
Aber heute, heute da war ich draussen.
Und zwar nicht irgendwo.
Also ich bin nicht weggefahren.
Nein. Nach dem Motto „Fahr‘ nicht fort, kauf im Ort“ bin ich hier geblieben.
Hier in Hohenau.
Da, wo manches anders ist, ganz anders als im Westen von Österreich.


„Stimmt das – der Herbert hat einen Herzinfarkt gehabt, und der Gerhard liegt im Koma?“
So schallt es mir heute entgegen.
Im Wirtshaus wurde das gestern so – naja – kommuniziert, sage ich jetzt einmal.
Damit hier ein schönes Wort steht.

Herbert, das ist mein Schatzi, und Gerhard, das ist sein Bruder.

Also bitte – der Herbert war letzte Nacht sehr gut drauf.
Also in der Nacht.
Das hätte er mit Herzinfarkt nicht geschafft.
Jetzt sitzt er beim Zahnarzt.
Und Gerhard?
Den ruf ich gleich an.
Nein, sagt er, er macht gerade Sport, der Gerhard.
Kann man im Koma nicht.
Kein Koma.

Und das war die aktuelle Berichterstattung.
Aus Hohenau.
Einer Gemeinde am Rande von Österreich.
Dort, wo man sagt: „alles dobre“.

(Anmerkung: „alles dobre“ = alles gut.)


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13

Valentinstag.
Was er schenkt und was sie will.

Oje, schon wieder kommt er daher – der Valentinstag.
Na hoffentlich kommt das Schatzi nicht auf die Idee, mir Pralinen zu schenken.
Noch dazu welche, die mir so gar nicht schmecken, die nicht bio und nicht fairtrade sind,
und die auch noch dick machen.

Oder gar so komischen Blumen, so pseudoexotische, von denen ich den Namen nicht kenne.
Wer will sowas? Ich nicht.
Wiesenblumen sollen es sein.
Ja – und? Woher soll ich die nehmen – im Februar?
Ja, ist schon gut.

Vor Jahren habe ich mich im Spätsommer darüber beschwert, dass er mir nie Blumen schenkt.
Das hab ich bei einer Wanderung gemacht.
Schwerer Fehler.
Flugs hat das Schatzi am Wegesrand eine Sonnenblume „gepflückt“. Auf seine Art.
Er hat sie samt Wurzeln aus der Erde gerissen.
Ich hab sie nach Hause tragen dürfen, kilometerweit.
Daraus hab‘ ich gelernt.

Nein, bitte keine Blumen.
Keine Pralinen.
Und schon gar keinen Schmuck.
Wann soll ich den denn bitte tragen?
Mir steht kein Schmuck.
Ich seh immer aus wie ein Christbaum mit dem Zeug.

Ja, Männer schenken Blumen, Pralinen und Schmuck.
Und? Was wollen wir Frauen?
Die Mehrzahl der Frauen möchte gerne Zeit mit ihrem Partner verbringen.
Vielleicht einen Ausflug machen, etwas interessantes unternehmen, einen Film im Kino anschauen, fein essen gehen, oder sonst etwas, das Freude macht.
Oder eine kleine Reise, über’s Wochenende, in ein kleines, feines Hotel.
Es muss nicht weit weg sein, hauptsache romantisch.


Oder aber, man investiert ein wenig Zeit und denkt nach.
Über ein sehr persönliches Geschenk.
Etwas, das der Liebsten wirklich Freude macht. Wenn man genau hinhört, was sie sagt,
findet man es vielleicht heraus.

Hat die Liebste vielleicht schon von einer Reise gesprochen, die sie gerne unternehmen möchte? Dann wäre vielleicht ein Reiseführer ein guter Anfang und zaubert sehnsüchtige Sternchen in ihre Augen.


Und – ein Candlelight-Dinner macht auch Freude.
Und die Freude ist noch grösser, wenn der Mann es selbst kocht.
Wenn er’s kann.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Valentinstag.

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10

Diskussion mit dem Schatzi.

Man kann streiten.
Besser ist es aber, wenn man diskutiert.
Das Schatzi und ich haben Streitkultur.
Wir streiten nicht.
Wir diskutieren.
Das machen wir ganz zivilisiert.

Und so hat sich heute dieser Dialog ergeben.

Er: Also so kann man das nicht machen. Das bringt nichts.
Ich: Doch, das kann man machen. Rein rechtlich geht das.

Er: Also da bin ich nicht Deiner Meinung.
Ich: Ich bin schon meiner Meinung.

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9

Maria und der letzte Apfel.

Ja, vor rund 10 Jahren, da war er (noch) umschwärmt.
Der Herbert.
Mein Schatzi.
Da gab es einige.
Nur – die konnten sich nicht so recht entscheiden.
Tja. Dumm gelaufen.
Denn – ich treffe Entscheidungen sehr schnell.
Und ich bleibe dann auch dabei.

Und Herbert hat sich auch schnell entschieden.
Denn – kaum dass es gefunkt hat, sind wir schon zusammengezogen.
Nach zwei Wochen!
Schön, dass er mich eingeladen hat, mit ihm zu leben.


Und so kam es, dass die Damen, die ihn damals (noch) umschwärmt haben, leer ausgegangen sind.
Nur bis sie das endlich kapiert hatten, hat es sehr, sehr lange gedauert.
Weil das Schatzi auch nicht so einer ist, der das so direkt und unverblümt sagt, dass da nichts geht.
Er zieht sich leise zurück.
So ist er.

Aber die Damen haben’s teilweise nicht gecheckt.
Und so ist es geschehen, dass heute, nach mehr als 10 Jahren, nachdem das Schatzi und ich geheiratet haben, einander versprochen haben, und glücklich sind, dass heute eine Dame noch immer keine Ruhe findet. Und auch uns keine läßt.

Sie hat damals sehr lange gezögert.
Und als ich dann da war, kam ihr plötzlich in den Sinn:
„Huch – das war der letzte Apfel.
Den hätte ICH doch gerne gehabt.“


Und heute meint sie, sie könnte ihn sich holen.
Den Apfel.
Den letzten.
Die Maria.

Sie ruft an.
Sie schickt SMS.
Sie versucht es über Facebook.
Sie versucht es über WhatsApp.

Ja, wird mancheiner sagen, sie will halt mit Herbert befreundet bleiben.
Also bitte.
Jössas.
Meine (männlichen) Freunde sprechen ganz normal mit Herbert.
Und seine (weiblichen) Freundinnen sprechen ganz normal mit mir.


Aber Maria – Maria spricht nicht mit mir.
Bin ich am Telephon, legt sie auf.
Rufe ich sie zurück, legt sie auf.

Also wissen wir nun: die will mehr.
Und sicher nicht von mir.
Und – sie stalkt.

Ich bin gespannt, was sie sich demnächst einfallen läßt.
Denn sie versteht es nicht.
Die Maria.

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15

Die Semmel, das Schatzi und ich.

Die Semmel. Sie hat viele Formen.
In ihrer schönsten Form finden wir sie als Kaisersemmel.
Ich mag den Duft von frischen Semmeln.
Sie riechen wie Weizenfelder zur Erntezeit.

Jemandem eine Semmel zu schenken, war früher eine noble Geste.
Auch galt anfangs des 20. Jahrhunderts eine Semmel als Festtagsschmaus.
Und auch ich finde die Semmel in ihrer Erscheinung majestätisch.
Sie ist golden und hat etwas Erhabenes, Besonderes.

Ich freue mich, wenn meine Semmel aussen gerade so richtig knusprig ist und innen flaumig weich.



Sie scheint perfekt zu sein.
Oder doch nicht?
Denn – so eine Semmel wird zumeist durchgeschnitten.
Waagerecht.

In zwei Hälften.
Unterschiedliche Hälften.

Und da geht es los.
Mit dem Schatzi.
Mit der Semmel.
Und mit mir.

Die obere Hälfte ist abwechselnd dick und dünn.
Sie liegt so gut in der Hand.
Sie ist knusprig und flaumig.
Sie ist meine Lieblingshälfte.



Die untere Hälfte ist eher dünn und flach.
Und sie ist auch nicht so knusprig.
Und nicht so flaumig.
Ich will die nicht.

Ja, und dann ist da das Schatzi.
Und die Liebe.
Und oft macht die Liebe etwas mit uns, das wir nicht verstehen.
Sie verleitet zum Verzicht.
Verzicht zugunsten des Schatzis.

Und so geschah es, dass ich verzichtete.
Ich verzichtete auf meine ach so heiss geliebte obere Hälfte meiner goldenen Kaisersemmel.

Und so biß ich lächelnd (und innerlich sehr unzufrieden) in die untere Hälfte meiner Semmel,
und überließ dem Schatzi meine dicke, knusprige obere Hälfte.

Und das Schatzi gab mir dafür – ganz generös – seine untere Hälfte der Semmel.
Die ich wiederum mit einem Lächeln (innerlich weinend) entgegennahm und (mittlerweile appetitlos) verzehrte (damit’s wegkommt).



So ging das eine Weile.
Also es ging Wochen, Monate und Jahre.

Aus Liebe.
Meine Liebe zu ihm.
Seine Liebe zu mir.

Es war eine sehr, sehr lange Zeit.

Und dann, irgendwann stellten wir fest:
Das Schatzi will die obere Hälfte gar nicht.
Er kann die überhaupt nicht leiden.
Nein, er will die untere Hälfte.
Er findet die toll!

Wahnsinn.
All die Jahre!
All die Semmeln!

Und so geschah es, dass sich alles zum Guten wandte.

Ich durfte die von mir geliebte obere Hälfte meiner Semmel behalten
Und ich bekam noch eine obere Hälfte dazu.

Und das Schatzi durfte die von ihm geliebte untere Hälfte seiner Semmel behalten.
Und bekam noch eine untere Hälfte dazu.

Und jetzt freuen wir uns.
Wir freuen uns darüber, dass wir so unterschiedlich sind.

Weil – unsere Unterschiedlichkeit hat viele Vorteile.
Nicht nur bei der Semmel.

Weitere Blogs zu ähnlichen Themen:
Schlechtes Gewissen.
Glättung Nummer 2.
Da steht was weg.
Was mich glücklich macht (Teil 2).
Die andere Tanzschule.
Der Striezel und das Schatzi.
Warum lächelst Du?
Das ist auch eine Möglichkeit.
Schön verheiratet.
1. April 2009.

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8

Schlechtes Gewissen.

Da sitzt das Schatzi im Büro und beschäftigt sich mit der Buchhaltung. Ich hab mich in die Küche zurückgezogen, surfe im Internet und schaue das WM-Spiel Belgien-Japan.

Ich freue mich für die Japaner und bin bestärkt in meiner Einschätzung. Irgendwie habe ich ein schlechtes Gewissen, dass ich das Match anschaue und mein Schatzi sich mit der Buchhaltung auseinandersetzen muss. „Schlechtes Gewissen.“ weiterlesen

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7

Das ist auch eine Möglichkeit.

Photo: „Isi“ Ismet Özdek; aufgenommen in seiner Tanzschule in Bruck/Leitha www.isi-dance.at

Wir sind verschieden.
Sehr verschieden.
Herbert und ich.
Manches, das ihm wichtig ist, ist mir nicht wichtig und umgekehrt.
Wo ich mit Akribie dahinter bin, ist für ihn reine Zeitverschwendung.
Ja, da gibt es vieles.
Herbert ist gerne unter Menschen, ich fühle mich in einer ruhigen Umgebung wohler. „Das ist auch eine Möglichkeit.“ weiterlesen

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Was mich glücklich macht (Teil 2).

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Ein Acker, ein Schatzi, ein Traktor und einige Geräte.
Nicht, woran ihr denkt.
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