Kulinarische Ideen aus dem Internet.

Bild: Kaiserschmarren im Alpengasthof Peter Rosegger in Ramsau am Dachstein

Keine Zeit zum Essen. Keine Zeit zum Kochen.

Früher, als ich noch im Verlagswesen, in Werbeagenturen und mit meinem eigenen Schuhgeschäft beschäftigt war, waren meine Kochkünste beschränkt, auch fehlte mir die Zeit für grosses “Aufkochen”.
Backen war da schon eher mein Ding, allerdings kam ich dabei über dänische Spezialitäten nicht hinaus.

Plötzlich Bäuerin.

Und dann, dann wurde ich Bäuerin. Biobäuerin. Und jetzt habe ich einen lieben Mann, der jeden Tag körperlich schwer arbeiten muss. Er ist gross und breit gebaut, mit muskelbepacktem Oberkörper und riesigen Händen und Füßen. Mit seinen 190 cm Körpergrösse bringt er weit mehr als 100 Kilo auf die Waage. Der muss jetzt versorgt werden. Von mir. Nur wie?

Essen für richtige Männer.

Ein Kochbuch, noch ein Kochbuch und noch eines. Die Wiener Küche und sogar eines vom Lafer. Bei der “Wiener Küche” fehlen mir die Bilder, beim Lafer passt’s manchmal gar nicht, manchmal schon. Es ist schwierig.

Mamas Wissen rettet viele Mittagessen.

Auch in Zeitschriften wurde ich fündig, und in den Koch- und Backbüchern der Bäuerinnen. Und dann – dann finde ich bei meinen Blog-KollegInnen sehr, sehr viele Anregungen. Rezepte, die ich bisher nicht kannte.

Zur Zeit findet man sehr viele Food-Blogs im Internet. Und sie werden immer mehr. Ich möchte hier einige vorstellen, die ich gerne mag. Und natürlich habe ich auch einen Favoriten, und zwar:

www.wagners-kulinarium.at
Von Paprikahendel über Burger bis hin zu Bud Spencer Bohnen findet man hier wirklich spannende Gerichte. Die Betreiber des Food-Blogs bezeichnen sich selbst als Hobbyköche und Profi-Esser. Sie sind Freunde der traditionellen Küche, und das merkt man. Toller Blog, tolle Rezepte. Hut ab.

Und es gibt noch viele, viele andere Food-Blogs mit Rezepten, die überraschen. Hier ein kleiner Auszug aus der grossen Welt der “Koch- und Backseiten” im Internet.

www.backenmitchristina.at Karotten Gugelhupf, Nussstrudel
www.aufunsere.art Kartoffelcreme Suppe mit Speck
www.chezsimonemarie.com Grießknödel mit Apfelmus
www.oatsandcrumbs.com Kürbis-Quiche (vegetarisch)
www.tasteoftravel.at Schneller Zucchini Schoko Kuchen oder eine Hotdogs Gourmet-Variante
a-modo-mio.atStrangolapreti (Priesterwürger)
www.guenstig-kochen.at Leberschedl
www.ichmussbacken.com Parmesan-Rosmarin-Cracker
www.aufgetischt.net Blunzengröstl mit Äpfeln
www.lovetoeat.at Osttiroler Schlipfkrapfen mit Spinat Ricotta Sauce
www.theapricotlady.com Linseneintopf, Palatschinken mit Mohn-Topfenfülle
www.meiliabstespeis.at Bröseltopfen-Nockerl mit Zimt-Zucker
www.vienna-sunday.kitchen Tafelspitz Schritt für Schritt mit Video Tutorial
www.mundgefuehl.at Saftige Mohntorte mit Birne und Ribiselschaum
www.twosisterslivinglife.com (engl.) Spiced Winter Blizzard – The perfect holiday whiskey drink recipe
www.kochen-mit-diana.com Gnocchi, klassiche Lasagne Schritt für Schritt mit Photos erklärt
www.kochschuerze.at Kokoskuppeln, Pistazien Marzipan Roulade
www.Salzburgerlandwirtschaft.at/gschichtn Rotkrautstudel, Marzipanpralinen
www.lounge20.com boef bourguignon á la julia childs

Schauen Sie vorbei, bei den Food-Bloggern und -Bloggerinnen, vielleicht findet sich das eine oder andere Rezept, das auch Sie begeistert.

Hier finden Sie unsere aktuellen Buchempfehlungen.

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Das ist los steigt auf.

Blogheim.at ist die Heimat der Österreichischen Blogszene. Blogheim.at wurde im Jahr 2015 ins Leben gerufen. Derzeit sind 3.286 Blogger und 2.564 aktive Blogs auf diesem Portal registriert und verzeichnen je nach Monat insgesamt zwischen 40 und 60 Millionen Seitenaufrufe.

Jedes Monat wird ein Ranking dieser Blogs erstellt. Auch mein Blog “dasistlos.at” wird in diesem Ranking bewertet.

Im Monat Oktober wurde mein Blog auf Platz 166 gereiht. Das ist meine derzeit beste Reihung. Damit ist dasistlos.at unter den ersten 6,5 Prozent aller auf blogheim.at bewerteten Blogs.

Und damit nicht genug, gehört dasistlos.at in diesem Monat auch zu den Top-Aufsteigern.

Im Vergleich zum September konnte sich dasistlos.at um 218 Ränge verbessern. Damit ist dasistlos.at der zweitbeste Aufsteiger.

Bei der Wertung nach Punkten konnten 24,8 Punkte dazugewonnen werden. dasistlos.at ist somit in dieser Kategorie der drittbeste Aufsteiger.

Ich freu mich so sehr und darf mich bei allen Leserinnen und Lesern bedanken.

Hier finden Sie unsere aktuellen Buchempfehlungen.

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Erntedank in Hohenau.

Ausser dem Pfarrer darf niemand sprechen.

Da gibt es Menschen, die ihr ganzes Leben nach der Natur ausrichten. Sie dreschen bei 40 Grad das Korn oder bringen bei nicht weniger Hitze das Heu ein. Sie richten ihr Leben nach den Bedürfnissen der Tiere, die bei Ihnen am Hof leben, aus.
Sie kennen keinen Feierabend, kein Wochenende und keine Feiertage. Die Natur bestimmt ihr Leben.

Diese Menschen nennt man Bauern.


Das Erntedankfest in Hohenau.

Gestern war es so weit. Erntedank in Hohenau. Trotz Corona hat man das Erntedankfest stattfinden lassen. Im Vorfeld gab es viele Stimmen, es doch zum Schutze aller einmal ausfallen zu lassen. Nur ein einziges Mal. Nein. Es musste stattfinden.

Das Erntedankfest ist das am besten besuchte kirchliche Fest in Hohenau. Normalerweise finden sich 200-250 Besucher vorm Pfarrhof ein, um dann gemeinsam mit Blasmusik-Begleitung zur Kirche zu ziehen. Die Bauern tragen das Brot, den Wein, die Erntekrone und die Winzerkrone. Die Kinder tragen ihre selbst gebastelten Gestecke und kleine Körbe mit Früchten und Gemüse. Nach der Messe zieht man wieder zurück zum Pfarrhof, wo es dann unter anderem eine kleine Agape mit kalten Getränken, Wein und Aufstrichbroten, gespendet von den Bauern, gibt.

Dieses Jahr war alles anders.

Viele Menschen fanden sich nicht ein, zum Zug mit Erntekrone und Winzerkrone vom Pfarrheim zur Kirche. Rund 40 von den sonst 200-250 Besuchern wurden gezählt, davon rund die Hälfte jene, die dort sein “müssen” und deren Familien. Gründe dafür gibt es viele: die Angst vor einer Corona-Infektion, die fehlende Agape oder vielleicht die Annahme, dass das Erntedankfest gar nicht stattfinden würde.
Obwohl – einige Personen, die man eigentlich erwartet hätte, waren nicht gekommen. Warum das so war, konnten wir leider nicht eruieren.

Hohenau ist ja ein wenig anders, was das Erntedankfest betrifft. Es wird nicht von den Bauern gestaltet, sondern von der Kirche. Bei den Ansprachen darf dann auch der SPÖ-Bürgermeister nicht fehlen. Dass dieser spricht, darauf besteht der polnische Pfarrmoderator Leszek Bednarczyk. Er hat das nocht nicht so mitbekommen mit der Säkularisierung hier in Österreich.

Nachdem der Bürgermeister aber nur bis zur Kirche mitgegangen ist, und sich aufgrund der Corona-Gefahr weigerte dem Gottesdienst in der Kirche beizuwohnen, entfiel dieses Jahr seine Rede.

Allerdings ließ der Pfarrmoderator den Ortsbauernratsobmann dann auch nicht sprechen, was einigen Besuchern sehr negativ auffiel. Und darum gibt es die Zeilen, die er für das Erntedankfest vorbereitet hat, hier zu lesen.

Geschätzte Damen und Herren!

Erntedank heißt Danke sagen. Es gibt gerade in diesem Jahr viele Gründe, Danke zu sagen: Danke vor allem, dass wir gesund sind und hier und heute zusammen feiern können.

Danke an den Herrgott dafür, dass wir die Menschen in unserem Land mit Lebensmitteln – also Mitteln zum Leben – versorgen können. Danke auch für die vielerorts reiche Ernte, die wir bis zum Sommer so nicht erwartet hätten – und die uns gezeigt hat:

An Gottes Segen ist alles gelegen.

Wir erleben heuer ein besonderes Jahr – ein Jahr, das bisher wie kein anderes gewesen ist. Ein Jahr, in dem Althergebrachtes wieder an Bedeutung gewonnen hat. Die Corona-Krise hat uns gezeigt, dass eine regionale Versorgung wichtig ist. Speziell dann, wenn wir an die Verfügbarkeit von Lebensmitteln oder das Vorhandensein von medizinischer Schutzausrüstung denken. Corona hat uns auch gezeigt, dass nicht alles, was wir heute für selbstverständlich halten, auch morgen noch so selbstverständlich ist.

In der Krise ist vielen der Wert unseres täglichen Brotes bewusst geworden.

Sie haben wieder Zeit dafür gefunden, einmal selbst Brot zu backen und es in der Familie geteilt. Jeder kann in seinem eigenen Bereich die Lehren aus dieser Krise ziehen und wieder der Regionalität beim Einkauf den Vorrang geben. So, wie man es früher gemacht hat. Viele haben wieder an ihre Vorräte gedacht, sie haben also in die Vergangenheit und in die Zukunft gedacht.

Mit ist es ein besonderes Anliegen, heute jenen Danke zu sagen, die im Hintergrund ihrer Aufgabe nachkommen und so für unser täglich Brot sorgen. Ich möchte jenen danken, die ohne viel Aufhebens ihrer Aufgabe nachkommen. Man vergisst es leider immer wieder, jenen zu danken, die nicht auffallen und doch verlässlich ihre Aufgabe erfüllen.

Man dankt oft nur jenen, die sich selbst laut zur Schau stellen oder sich nach vorne drängen.

Wir sollten bedenken: nicht die Lauten halten unser Leben aufrecht, sondern die vielen unscheinbaren Menschen im Hintergrund erhalten uns am Leben.

Denken wir an die fleißigen Hände der Landwirte.

Sie erst ermöglichen durch die Aussaat der Körner eine neue Ernte zur Versorgung der Menschen. Nicht Einzelne, oder die Regierung, oder die Gemeinde, oder andere: sondern die Gemeinschaft der Landwirte macht eine Ernte möglich. Sie macht Lebensmittel möglich.

Unserem Berufsstand, den Bauern, ist das langfristige Planen in die Wiege gelegt worden. Dieses langfristige Planen sollte nicht nur in der Landwirtschaft ganz selbstverständlich sein. Wir wissen, dass nur ein rücksichtsvoller Umgang mit der Natur und mit dem Menschen auf lange Sicht unsere Zukunft sichert.

Das verbindet auch die Landwirtschaft mit unserer Glaubensgemeinschaft.

Ich hoffe, dass wir so ein Stück Heimat mitgeben können, und dass wir diese Verbundenheit mit unserer Region nicht nur in dieser schweren Zeit, sondern auch darüber hinaus bewahren.

Herbert Bartosch


Ich freue mich auf viele Kommentare, Herzerln, und natürlich sehr, wenn Sie meinen Blog teilen.
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Märchen Nummer 1 Das Märchen von den Agrarsubventionen. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten schreibt „Die zitierte Aussage on Frau Sarah Wiener […] ist schlichtweg falsch.“
Märchen Nummer 2 Das Märchen von der Landwirtschaft. Oder: Sarah Wiener und ihre Partner. Wer sind ihre Partner – und was hat dieses Unternehmenskonstrukt noch mit Landwirtschaft zu tun?
Märchen Nummer 3 Das Märchen von der Visionärin. Oder: Johannes Niedeggen – der wahre Visionär auf Gut Kerkow.
Märchen Nummer 5 Das Märchen von der erfolgreichen Geschäftsfrau. Oder: Was ist Erfolg?

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Die andere Tanzschule.

September 2009.

Ich bin frisch verliebt.
Er ist ein toller Tänzer.
Ich habe noch nie getanzt.

Auf geht’s – in die Tanzschule.
Also – ich allein – er kommt natürlich nicht mit, weil – er kann es ja schon.

Dann nehme ich eben Privatstunden. Alles kein Problem, denke ich. Weit gefehlt.
Denn es ist gar nicht so einfach eine Tanzschule zu finden, die einzelne Personen in Form von Privatstunden unterrichtet. Nein, höre ich da von 6 verschiedenen, teils namhaften Schulen, nur wenn Sie mit einem Partner kommen.

Sehr nett, denke ich. Und wie soll ich das jetzt anstellen?
Ich will doch nur tanzen lernen. Das kann ja nicht so schwer sein.

Aber ich gebe nicht auf.
Mein nächstes Telephonat führe ich mit Ismet Özdek.
Ihm gehört die Tanzschule Isi-Dance in Bruck/Leitha.
Ich frage nach Privatstunden und ob ich diese auch alleine bei ihm besuchen kann, also ohne Partner.
Sein leichter Akzent und sein Name lassen mich vermuten, dass er nicht immer in Österreich gelebt hat.

Ich werde mich immer an dieses Telephongespräch erinnern. Mit Ismet Özdek zu sprechen ist so, als würde man mit einem guten Freund sprechen. Und er sagt: “Kein Problem. Wann haben Sie Zeit?”

Was? Kein Problem? Einfach so? So einfach?
Die anderen 6 Tanzschulen haben eine “Staatsaffaire” aus meinem Anliegen gemacht.
Und er sagt “Kein Problem?”
Ich war überrascht.
In den nächsten Jahren werde ich noch einige Male von ihm überrascht sein.

Isi ist anders.
So wie seine Tanzschule.
Und das ist gut so.

Tanzschule Isi-Dance
Alter Hainburgerweg 2A, 2460 Bruck an der Leitha
www.isi-dance.at

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Da steht was weg.
Was mich glücklich macht (Teil 2).
Der Striezel und das Schatzi.
Warum lächelst Du?
Das ist auch eine Möglichkeit.
Schön verheiratet.
Schlechtes Gewissen.
1. April 2009.
Freiheit für Jenny.
Gott zum Gruße.
Kein gutes Benehmen.22

Märchen Nummer 5 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

Eine prominente Köchin bezeichnet sich selbst als theoretische Landwirtin, Chef-Ideologin und Visionärin.
Für einige ist sie allerdings nur eine Meisterin der Selbstdarstellung. Eine, die oft über sich selbst, ihre Ansichten und “Werke” spricht. Eine, die gerne Geschichten erzählt, mitunter sehr frech ist und auch laut werden kann.

Das Märchen von der erfolgreichen Geschäftsfrau.

Und da sind sie wieder: Menschen, die Sarah Wiener als erfolgreiche Geschäftsfrau bezeichnen. Warum tun die das? „Märchen Nummer 5 der Sarah Wiener.“ weiterlesen131

Märchen Nummer 4 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

Da gibt es Menschen, die ihr ganzes Leben nach der Natur ausrichten. Sie dreschen bei 40 Grad das Korn oder bringen bei nicht weniger Hitze das Heu ein. Sie richten ihr Leben nach den Bedürfnissen der Tiere, die bei Ihnen am Hof leben, aus. Sie kennen keinen Feierabend, kein Wochenende und keine Feiertage.
Die Natur bestimmt ihr Leben.

Diese Menschen nennt man Bauern.

Das Märchen von der Bio-Bäuerin.

Und dann gibt es Investoren. Investoren, die Land kaufen. Land, das bisher Bauern ihr eigen nannten. Und es gibt eine Visionärin, die von diesen Investoren unterstützt wird. Eine Visionärin, die Mitarbeitern beim Arbeiten gerne über die Schulter schaut und mit den Tieren am Hof kuschelt. „Märchen Nummer 4 der Sarah Wiener.“ weiterlesen140

Märchen Nummer 3 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

In einem Interview mit der dpa (Deutsche Presse-Agentur, April 2019) bezeichnet sich Sarah Wiener in Bezug auf Gut Kerkow als „Chefideologin“, die Visionen hat.

In diversen Interviews mit ihr kann man nachlesen und nachhören, was sie nicht alles erneuert und verbessert und auch „neu erfunden“ hat.
Auch – so kann man in ihrem neuen Buch nachlesen – soll Gut Kerkow für sie etwas desolat und führungslos gewirkt haben. In einem Interview (Berliner Zeitung 17.6.2018) spricht sie sogar von einem völlig marodem und verschuldetem Hof.

Bild: David Zydd auf Pixabay.


Das Märchen von der Visionärin.

Sarah Wiener hat – gemeinsam mit ihren Partnern – Gut Kerkow im Jahr 2014 gekauft.
Der vorherige Eigentümer, und sehr bekannte und angesehene Diplomagraringenieur Johannes Niedeggen, „Märchen Nummer 3 der Sarah Wiener.“ weiterlesen64

Märchen Nummer 2 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

Die Vorgeschichte: In einem Interview (Ö1 Morgenjournal, 20.3.2019) sagte Sarah Wiener: „Wir haben eine Landwirtschaft, wo man einfach Fläche subventioniert. Also jeder Hektar wird subventioniert, egal, was Du da machst, und wer’s hat, und ob er überhaupt Landwirt ist. Und natürlich bin ich dagegen.“

Diese Aussage ist falsch, wie unter anderem vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in einem Schreiben erklärt.


Das Märchen von der Landwirtschaft. Oder: Sarah Wiener und ihre Partner.

Sprechen wir über die Empfänger von Agrarförderungen, die “keine Bauern sind”. Sprechen wir über Sarah und ihre Landwirtschaft. Gut Kerkow. Das ist zwar ein landwirtschaftlicher Betrieb, aber – wer sind die Eigentümer? Sind das Landwirte? „Märchen Nummer 2 der Sarah Wiener.“ weiterlesen66

Märchen Nummer 1 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

Wir sehen weites Land.
Unser Land.
Das Land unserer Bauern.
Land, auf dem das wächst, was wir brauchen.
Bestellt, behütet und beerntet.
Da steht er, der Bauer.
Ein Mensch, der nichts anderes möchte,
als das bewahren, was uns ernährt.
Wissend um die Natur. Wissend um alles,
was das bedroht, was uns ernährt.

Er lebt in und mit der Natur und trotzt ihren Gewalten, wenn es darum geht, das zu tun, was getan werden muss. Weil es die Natur verlangt. Und er tut es gern. Und ehrlich.

Und jetzt?
Jetzt kommt Sarah.
Sarah erzählt ihm, dass er es nicht richtig macht. „Märchen Nummer 1 der Sarah Wiener.“ weiterlesen77

DHL will meinen Blog versenden.

Ja, DHL. Und da gibt es noch andere sogenannte Paketdienste.
Aber – DHL ist mir heute ganz besonders aufgefallen.
Heute ist der 28. November 2018.
Es ist 13:55 Uhr.
Ich bekomme einen Anruf von der Nummer 01-76600.
Ein Herr S. von DHL ist am Telephon.

Es ist ein sehr schwieriges Telephonat.
Wir alle wissen ja, die Kommunikation zwischen Mann und Frau ist machmal eine schwierige.
Aber damit hat es jetzt wahrlich nichts zu tun.

Herr S. von DHL meint, er wäre im Internet auf meine Seite gestoßen.
Da denke ich natürlich gleich an meinen Webshop Sandali oder an meine Bio-Landwirtschaft Bio-Birgit.
Aber nein.
Dasistlos.at heißt die Seite, meint er.

Aha, auch gut. Vielleicht möchte DHL ja Werbung auf meiner Seite machen.
Gut besucht ist sie ja.
Schauen wir einmal, was Herr S. von mir möchte.

Herr S. meint, ob ich nicht via DHL versenden möchte.
Ich: “Und was soll ich da versenden?” .

Herr S. schweigt.

Ich: “Das ist ein Blog. Ein Online-Blog, sage ich ihm.

Stille am Telephon.

Haben Sie das verstanden? Den Blog gibt es nur im Internet.
Da wird nichts versendet.”

Noch immer Stille.

Und dann – die scheinbare Lösung für Herrn S. – in letzter Minute.
Er meint: “Sie sind ja auch Autorin.
Ich: “Ja.”
Er: “Sie schreiben ja Bücher.”
Ich: “Ja. Und die versende ich selber?”

Es ist ein Kampf.
Ein Kampf um’s wirtschaftliche Überleben der Paketdienste.
Und ein Kampf um die Intelligenz.
Wobei – der, der’s nicht hat, der kämpft wahrscheinlich nicht.10

Was mich glücklich macht. (Teil 3)

Was macht eine kleine Bio-Bäuerin glücklich?
Natürlich eine schöne Ernte.
Aber – die ist in diesem Jahr nicht so gut ausgefallen
Und das ist noch positiv formuliert.



Heute hat mich ein E-Mail glücklich gemacht.
Von meinem Zahnarzt.
Ja, ihr lest schon richtig.
Von meinem Zahnarzt.

Er hat nämlich bei mir einen größeren Einkauf getätigt.
Unter anderem die feine Gemüsewürze, die ich aus meinem eigenen Bio-Gemüse herstelle.
Er schwärmt davon, und hat sich viele, viele Gläser “gesichert”.
Jetzt hat er mir ein E-Mail geschickt, mit einem Photo von einem Teil des Vorrats.

“Der Winter kann kommen”, hat er geschrieben.

Und ich freue mich.
Ich freue mich, dass meine selbst produzierten feinen Lebensmittel so gut angenommen werden.

Mehr braucht’s nicht zum Glück einer kleinen Bio-Bäuerin.

Übrigens: meine Produkte findet ihr hier: https://www.bio-birgit.at/bio-birgit-shop/

 

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Die andere Tanzschule.
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Warum lächelst Du?
Das ist auch eine Möglichkeit.
Schön verheiratet.
Schlechtes Gewissen.
1. April 2009.
Das ist traurig.
Junges Gemüse – ganz früh.
Kräuter im Frühling.
Schreiben ist zu wenig. (Biene 2)
Mode für Bio-Bäuerinnen. (1)
Der Löwenzahn und die Biene. (Biene 1)
Was mich glücklich macht (Teil 1).
Wer weiss, wozu’s gut ist.
Der Müll, der Nöli und wir.6

Glättung Nummer 2.

Ich brauche ein Portraitphoto.
Immer wieder fehlt mir für verschiedene Gelegenheiten ein schönes, professionelles Portraitphoto von mir selbst.
Am Dienstag war es dann so weit.
Ich fasste mir ein Herz und vereinbarte einen Termin beim Photographen.
Und hier fängt alles an.

Die Geschichte der Glättung Nummer 2.



Haare waschen, Haare frisieren (das mach ich sonst nie!), Haare föhnen, nicht einfach so, sondern mit der Rundbürste. Das ist schon einmal ein Aufwand, den ich gar nicht mag. Die sollen alleine trocknen. Ich will nicht vor’m Spiegel stehen und mir die Arme mit Föhn und Rundbürste verrenken. Noch dazu hab ich diese eigenartigen Haare. Man frisiert sie und 2 Minuten später sind sie wieder so verheddert, dass man wieder nicht mit der Bürste durchkommt und jedes 2. Haar ausreisst. Eine Aufgabe, die in Oberarm-Muskeltraining endet.

Aber – was tut man nicht alles für ein schönes Portraitphoto.

Meine dekorative Kosmetik hab ich schon vor Jahren weggeräumt.
30 Minuten habe ich gesucht.
Dann habe ich eine Grundierung, ein helles Puder und ein kleines Pinserl gefunden. Das Rouge war unauffindbar. Lediglich der grosse Rougepinsel ist aufgetaucht, mit noch etwas Rouge aus vergangenen Zeiten d’rauf. Um genau zu sein, das war 10 Jahre alt – also bereits pubertierend.

Ich malte mir also ein Gesicht.
Und ich dachte, es wäre ein schönes Gesicht.



Jetzt musste ich noch verschiedene Outfits suchen. Keiner meiner Blazer passte mir noch. Also nahm ich den schönen schwarzen von Ivan Grundahl, geschätzte 15 Jahre alt, wo die Knöpfe 10 cm von den Knopflöchern entfernt sind.
Sieht ja keiner.
Ist ja nur ein Brustbild.
Das geht schon.

Das Photoshooting war anstrengend.
Das Ergebnis …

“Jessas. Soooo schau’ ich aus?”
“Bist ja keine 20 mehr” meinte mein Photograph.
Naja gut, aber sooo schiach?

Das kann ich gar nicht verwenden.
Das geht nicht.

Meine ganzen Hoffnungen setzte ich nun auf die Retusche.
Leider setzte sich mein Photograph kurzfristig ab, weil irgendetwas passiert war.
Nun stand ich alleine da.

Und da – da kommt Isi ins Spiel. Ja, mein Tanzlehrer Isi (www.isi-dance.at).
Er gab mir einen wirklich wunderbaren Tip: Snapseed. Eine App, mit der man am Handy Photos retuschieren kann. Also eine grobe Retusche, nicht wie vom Profi, aber so, wie ich sie halt gerade noch schaffe.

Dieses Ding, also Snapseed, ist der Hit.
Es bietet tolle Möglichkeiten, Bilder zu verändern.
Und ich spreche da nicht von Helligkeit und Kontrast – haha.
Nein, davon nicht.
Ich spreche von Retro, Glamour Glow, Grunge, und solchen Dingen.



Aber vor allem – ja – vor allem spreche ich von Glättung.
Ja, Glättung.
Es gibt Glättung 1 und Glättung 2.
Ich hab’ Glättung 2 gewählt.

Und jetzt – jetzt bin ich wieder 20.

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Schlechtes Gewissen.
Da steht was weg.

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Der Müll, der Nöli und wir.

Manchmal erschrecke ich. Ich erschrecke, wieviel Müll wir produzieren. Wir beide, Herbert und ich. Ein Zwei-Personen-Haushalt. Dabei kaufen wir kaum etwas mit Verpackung ein, da wir sehr vieles selbst produzieren, also Gemüse und Obst. Und trotzdem. „Der Müll, der Nöli und wir.“ weiterlesen9

Da steht was weg.

Ja, ich bin dick. So ist es. Und das Schatzi ist auch ein wenig rundlich, aber sehr elastisch. Und wenn wir etwas schneller aufeinander zugehen, dann kann es sein, dass ich – bei seinem Bauch angekommen – gleich wieder abgefedert werde und leicht nach hinten kippe.
Zumeist lachen wir dann. Wir mögen das.
Auch spannt die Haut rund um den Bauch, und nicht nur dort. Herbert meint, darum sind wir faltenfrei. „Da steht was weg.“ weiterlesen

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Will Bürgermeister keine Windräder?

Ökozentrum ja.
Radwege ja.

Gesunde Gemeinde nein.
Bienenfreundliche Blumen nein.
Und Windräder schon überhaupt nicht.

Was ist mit dem Bürgermeister von Hohenau/March los? „Will Bürgermeister keine Windräder?“ weiterlesen13

Die andere Tanzschule.

September 2009.

Ich bin frisch verliebt.
Er ist ein toller Tänzer.
Ich habe noch nie getanzt.

Auf geht’s – in die Tanzschule. „Die andere Tanzschule.“ weiterlesen10