Bauern müssen sich nicht rechtfertigen.

NGOs, Vereine, Bünde, Bobos und die linksgrüne Stadt-Elite.

Die linksgrüne Stadt-Elite, Studierende aus gut situiertem Haus sowie Bobos, haben es in sich. Und nicht nur die. NGOs, Vereine und Bünde, die sich ach so gut mit Natur und Umwelt auskennen, mischen ganz gross mit: beim Thema Landwirtschaft und Ernährung.

Sie alle erzählen den Bauern nun, wie diese Landwirtschaft betreiben müssen, ja, wie Bauern ihre Betriebe führen sollen. Sie haben schon richtig gelesen: IHRE Betriebe. Die der Bauern.

Stellen Sie sich vor, Sie sind Unternehmer. Egal, ob gross oder klein. Und dann kommt jemand daher, jemand, der KEINE Ahnung von Ihrem Unternehmen hat, und meint, er kann jetzt über Ihr Unternehmen bestimmen und darüber, wie Sie es zu führen haben. Ja, Sie. Sie, die dieses Unternehmen aufgebaut haben, es vielleicht von den Eltern übernommen haben, die auf vieles verzichtet haben, damit sie Ihnen dieses Unternehmen weitergeben können.

Ja, jetzt kommen die daher. Die, die keine Ahnung haben von Ihrem Unternehmen, von der Landwirtschaft, und – wenn wir ehrlich sind – auch nicht von der Natur.

Denn: die Natur kennt der Landwirt am besten.

Der lebt dort nämlich. Der lebt in ihr und mit ihr und von ihr. Und er wäre absolut deppert, ja wirklich deppert, würde er sie ruinieren, die Natur. Weil: dann hat er nichts mehr, wovon er leben kann. Er würde ja sein Auskommen, sein Leben zerstören.

Das ist aber den komischen Personen, die da jetzt daherkommen und alles besser wissen, wurscht.
Und jetzt, jetzt sage ich diesen komischen Personen einmal etwas:

Wenn Euch das nicht passt, was Bauern machen, macht es selbst.

Ich bin schon sehr gespannt, wie lange ihr mit eurem ach so grossartigem Wissen, in der Natur und von der Natur (über-)leben könnt. Ich schätze einmal 4 Tage.

Ihr müsst ja die Produkte der Bauern nicht kaufen.

Kauft irgendeinen qualitativ minderwertigen Dreck von irgendwoher. Von dorther, wo die Standards so niedrig sind, dass weiss Gott was in verarbeiteten Lebensmitteln drinnen ist. Wo kleine Kinder am Feld arbeiten. Wo es keine 40-Stunden Woche gibt, keinen Kollektivvertrag, auch keine Steuern, keine Krankenvesicherung, nichts. Kauft es dort, wo Spritzmittel und Dünger verwendet werden von Personen, die nicht lesen und schreiben können, und daher irgendwas ausbringen oder versprühen, in einer Menge, die fernab von gut und böse ist. Kauft die Eier von dort, wo Hühner in Käfigen ihr Dasein fristen, Schweine zwischen Kadavern herumliegen oder Rinder so gehalten werden, das man nicht einmal hinschauen kann.

Ich hab ja meinen Gemüse-, Obst- und Ackerbau.

Ich hab auch Freunde, von denen ich wunderbares Fleisch bekomme, und Milchprodukte und Eier: von Tieren, die gut gehalten werden.
Mein Acker ist dann halt kleiner. Ich habe dann keine Mitarbeiter mehr. Die sind dann arbeitslos und müssen von Euch erhalten werden. Aber ich habe gute Produkte zu essen, für mich, meine Familie und meine Freunde aus der Landwirtschaft. Wahnsinnig gute. Etwas, das man wo anders nicht bekommt. Etwas, was ihr dann unbedingt haben möchtet. Weil irgendwann kommt ihr schon drauf, dass das gut war, was es früher gegeben hat. Früher, bevor ihr euch wichtig gemacht habt.

Dafür kann ich dann jeden Preis der Welt verlangen.

Weil: es ist ja ein knappes Gut. Da brauch ich dann auch die Förderung nicht mehr. Weil: ich verdien mich krumm und dämlich mit komplett überhöhten Phantasiepreisen, die ihr dann aber bereit seid zu zahlen, weil Euch dann auf einmal einfällt: huch – ich möchte jetzt doch das GUTE Essen haben.

Und darum müssen sich Bauern nicht rechtfertigen.

Bauern machen sich selbst klein.
Manche verlassen sich auf ihre Interessensvertretung.
Viele sagen nichts.
Einige suchen den Dialog mit den Konsumenten.

Aber eigentlich sollte es den Bauern mittlerweile egal sein.

Denn: wenn wir in Österreich nichts mehr produzieren, oder gleich gar europaweit nichts mehr produzieren, dann wird’s halt wo anders herkommen. Hergestellt unter fragwürdigen Bedingungen.

Solange die importierte Menge ausreicht, ist ja alles gut. Wenn’s einmal zu knapp wird, ja, dann werden wir halt eine Zeit lang nichts zu essen haben.

Pech für Euch.

Wir Bauern haben schon für UNSER Essen gesorgt.

Dass diese Produkte von irgendwoher einen ganz mistigen ökologischen Fußabdruck haben, dass unnötig CO2 in die Luft geblasen wird, das ist dann wurscht. Hauptsache, ihr habt irgendetwas zu essen. Die Betonung liegt auf irgendetwas. Und vielleicht wacht jetzt jemand auf, einer, der die ganze Zeit nur von den Bauern fordert und fordert, vielleicht wacht der dann auf, aus seinem Traum, und weiss – ah, früher, ja früher, war alles besser.

Ihr wollt die guten Produkte unserer Bauern?
Dann kauft sie und lasst die Bauern in Ruhe.
Weil: die haben zu tun.
Arbeiten.
Am Feld.

Nachtrag: während ich diesen Artikel geschrieben habe, ist mir klar geworden, warum uns so mache linksgrün orientierten Aktivisten und ähnliche enteignen möchten. Wir Bauern haben so viel Macht. Und wir nützen sie nicht. Wir müssen endlich aufstehen und das sein, was wir sind.

Hier geht’s zu den 5 Märchen der Sarah Wiener:

Märchen Nummer 1 Das Märchen von den Agrarsubventionen. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten schreibt „Die zitierte Aussage on Frau Sarah Wiener […] ist schlichtweg falsch.“
Märchen Nummer 2 Das Märchen von der Landwirtschaft. Oder: Sarah Wiener und ihre Partner. Wer sind ihre Partner – und was hat dieses Unternehmenskonstrukt noch mit Landwirtschaft zu tun?
Märchen Nummer 3 Das Märchen von der Visionärin. Oder: Johannes Niedeggen – der wahre Visionär auf Gut Kerkow.
Märchen Nummer 4 Das Märchen von der Biobäuerin. Oder: Sarah Wiener braucht keine Bank.
Märchen Nummer 5 Das Märchen von der erfolgreichen Geschäftsfrau. Oder: Was ist Erfolg?

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Hohenau an der March:

Warum werden manche Daten nicht gesetzeskonform veröffentlicht?

Auch am 14.6.2021 fehlt noch immer die gesetzlich vorgeschriebene Veröffentlichung des Nachtragsvoranschlages für das Jahr 2021.

Im Voranschlag ist ersichtlich, wieviel Geld im nächsten Jahr wofür ausgegeben wird.
Zumeist gibt es nicht nur einen Voranschlag, sondern auch einen Nachtragsvoranschlag. Diesen gibt es auch für das Jahr 2021. Nur – veröffentlicht wurde er bisher nicht, obwohl es dazu eine gesetzliche Verpflichtung gibt.

Hier die Geschichte dazu:

In einem meiner letzten Blogs hab ich darauf aufmerksam gemacht, dass aufgrund der NÖ Gemeindeordnung sowohl die Rechnungsabschlüsse als auch die Voranschläge und Nachtragsvoranschläge im Internet auf der Website der Gemeinde Hohenau an der March zu veröffentlichen sind, denn diese fand man für die letzten Jahre entweder gar nicht oder in nicht zu verwendender Form auf der Website der Gemeinde Hohenau an der March.

Vor kurzem habe ich mich dann gefreut, denn auf der Website der Gemeinde Hohenau an der March fand man unter “Downloads” die Links zu den jeweiligen Dokumenten. Hurra.



Die Freude währte jedoch nur kurz, denn – klickte man z.B. auf “Rechnungsabschluss 2018”, fand man jenen von 2019. Auch bei den restlichen Rechnungsabschlüssen war jedes Mal die Datei für den Rechnungsabschluss 2019 hinterlegt.

Nicht anders bei den Voranschlägen und Nachtragsvoranschlägen.

Überall war die gleiche Datei zu finden, nämlich jene des Rechnungsabschlusses 2019 mit einer Grösse von 6,15 MB.

Zuerst dachte ich, vielleicht hat man nur einmal Platzhalter geschaffen, um dann die richtigen Dokumente zu hinterlegen. Allerdings hat sich bis heute nichts geändert.
Das finde ich sehr befremdlich.

Nachtrag (4.1.2021)

Aufgrund dieses Blogs hat nun die Gemeinde Hohenau an der March auf ihrer Website die richtigen Dateien hinterlegt. Man kann nunmehr die Rechnungsabschlüsse der Jahre 2014 bis 2019 sowie die Voranschläge der Jahre 2014 bis 2021 und die Nachtragsvoranschläge für die Jahre 2019 und 2020 nachlesen. Was noch fehlt, ist der Nachtragsvoranschlag 2021.

Auch am 14.6.2021 fehlt noch immer die gesetzlich vorgeschriebene Veröffentlichung des Nachtragsvoranschlages für das Jahr 2021.

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Gerhard Bartosch kritisiert die SPÖ Hohenau.

Bezirksblatt Gänserndorf löscht den Artikel.

Bild: Screenshot Bezirksblätter, meinbezirk.at / Google Cache

Gestern hatte ich eine Unterhaltung mit Helmut Brandstätter (NEOS) über den Einfluss von Politikern auf Journalisten und einen Artikel von ihm im Kurier am 11.5.2019. Dabei ist mir nicht nur einiges klar geworden, sondern auch wieder in Erinnerung gerufen worden.

27.11.2019: Thomas Pfeiffer veröffentlicht im Onlineportal der Bezirksblätter Bezirk Gänserndorf, meinbezirk.at, eine interessante Geschichte.

Es geht darum, dass der aktuelle Obmann der VP Hohenau, Gerhard Bartosch, meint, die SPÖ Hohenau hätte eine Informationsveranstaltung des March-Thaya-Zentrum für den Wahlkampf genützt.

Leider wird der Artikel kurz nachdem ich ihn gelesen habe, offline gestellt, weswegen dann auch kein Screenshot mehr vom gesamten Artikel gemacht werden konnte, sondern nur noch von der Vorschau auf den Artikel. Auch war noch der Link und ein Teilabdruck des Textes in den Suchmaschinen Google, Yahoo und Bing zu finden.

Eine Nachfrage beim zuständigen Redakteur ergab, dass man vergessen hätte, den Bürgermeister der Gemeinde Hohenau, Wolfgang Gaida (SPÖ) dazu zu befragen und seine Stellungnahme einzuholen. Der Artikel würde aber in adaptierter Form demnächst erscheinen.

Der Artikel erschien nicht mehr, auch nicht in abgeänderter Form.

Was war passiert?

Wir können nur Vermutungen anstellen. Dabei erinnere ich mich an einen Artikel von Helmut Brandstätter im Kurier am 11.5.2019, den dieser (Helmut Brandstätter) gestern in einer Diskussion mit mir erwähnte. Hier schreibt er unter anderem “Zuletzt haben mir Kolleginnen und Kollegen verschiedener Redaktionen erzählt, sie würden immer öfter beim Schreiben von Artikeln zumindest kurz daran denken, ob ihnen das schaden könnte, und wer wieder anrufen würde, und wer wieder versuchen würde, einzugreifen und wer wieder Druck machen würde.” War dies auch hier der Fall? Hat der Bürgermeister von Hohenau, Wolfgang Gaida, hier interveniert, waren die Vorwürfe des Obmanns der VP Hohenau, Gerhard Bartosch, unhaltbar oder hat dieser die Vorwürfe zurückgezogen? Was ist passiert?

Einflussnahme von Politikern auf die freie Presse.

Seit ich mich in meinen Blogs auch mit politischen Themen auseinandersetze, ist einiges passiert. Kommunalpolitiker haben mir mit Klagen gedroht (unter anderem via Facebook), mich zu “klärenden” Gesprächen face-to-face oder telephonisch eingeladen, obwohl von mir einfach nur der Sachverhalt dargestellt wurde. Freunde und Bekannte von Kommunalpolitikern meinten, ich solle mich zurücknehmen und schrieben mir unter anderem “Wie fad ist Ihnen eigentlich, müssen Sie immer auf andere Leute losgehen? […] Bitte…stellen Sie mal ihr Ego hinten an und bleibens bei den Kartoffeln ;)”, und so weiter. Damit erreicht man bei mir nichts. Also eigentlich erreicht man nur das Gegenteil. Man bestärkt mich in meinem Tun.

Mansplaining und Diskriminierung.

Und der Person, die meint, ich solle bei den Kartoffeln bleiben, sei gesagt wie folgt:

1) Bei uns im Weinviertel heissen die noch immer Erdäpfel.

2) Mansplaining (ich erkenne an einem Kommentar, ob er von einem Mann oder einer Frau geschrieben wurde) und Diskriminierung von Frauen und Nebenerwerbslandwirten/innen, Herunterputzen anderer Menschen in dieser herablassenden Art kommt bei mir nicht gut an und zeugt lediglich von einer Persönlichkeitsstörung und von psychischen Problemen des Verfassers des Kommentars.

3) Bei diesem speziellen Kommentar habe ich hier eine persönliche Information nicht gedruckt, sondern mit […] gekennzeichnet. Diese eine Information hatte nur eine Person, der Vizebürgermeister von Hohenau, Dieter Koch. Das heisst, entweder er selbst hat diesen herablassenden Kommentar geschrieben, oder er hat eine persönliche Information an andere weitergeleitet. Dazu wird es aber noch einen gesonderten Blogbeitrag geben.

4) Danke für diesen Kommentar, weil – jetzt geht’s erst richtig los. Ich habe noch sehr viel Material für weiter Blogs und ich recherchiere weiter. Denn: ich bin unabhängig, und ich schreibe nicht einfach irgenwelche Presseaussendungen ab, sondern ich recherchiere.

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Heizkostenzuschuss vom Land Niederösterreich.

Heizkostenzuschuss: jetzt beantragen.

Sozial bedürftige Menschen mit Hauptwohnsitz in Niederösterreich können einen einmaligen Heizkostenzuschuss in der Höhe von 140 Euro für die Heizperiode 2020/2021 beantragen.

Frist dafür ist der 30. März 2021.
Bis dahin kann man auf dem Gemeindeamt des Hauptwohnsitzes den Antrag abgeben.

Hier finden Sie Informationen zu den Einkommensgrenzen sowie die Richtlinien und das Antragsformular.

Hier finden Sie ausführliche Informationen über den Heizkostenzuschuss des Landes Niederösterreich.

Gemeinde Hohenau an der March gewährt zusätzlich 100 Euro.
Alle, die den Heizkostenzuschuss vom Land Niederösterreich bewilligt bekommen haben und ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde Hohenau an der March haben, können am Gemeindeamt um eine weitere Unterstützung in der Höhe von 100 Euro ansuchen. Nach Erhalt des Landeszuschusses erhalten Sie diese Unterstützung bis 30. Juni 2021 am Gemeindeamt.

Informieren Sie sich bitte in Ihrer Wohnsitzgemeinde, ob auch diese eventuell eine zusätzliche Unterstützung anbietet.

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Alles gesetzeskonform veröffentlicht? Der Schein trügt.

Will man nicht, oder kann man nicht – im Gemeindeamt von Hohenau an der March?

In einem meiner letzten Blogs hab ich darauf aufmerksam gemacht, dass aufgrund der NÖ Gemeindeordnung sowohl die Rechnungsabschlüsse als auch die Voranschläge und Nachtragsvoranschläge im Internet auf der Website der Gemeinde Hohenau an der March zu veröffentlichen sind.

Vor kurzem habe ich mich dann gefreut, denn auf der Website der Gemeinde Hohenau an der March fand man unter “Downloads” die Links zu den jeweiligen Dokumenten. Hurra.

Die Freude währte jedoch nur kurz, denn – klickte man z.B. auf “Rechnungsabschluss 2018”, fand man jenen von 2019. Auch bei den restlichen Rechnungsabschlüssen war jedes Mal die Datei für den Rechnungsabschluss 2019 hinterlegt.

Nicht anders bei den Voranschlägen und Nachtragsvoranschlägen.

Überall war die gleiche Datei zu finden, nämlich jene des Rechnungsabschlusses 2019 mit einer Grösse von 6,15 MB.

Zuerst dachte ich, vielleicht hat man nur einmal Platzhalter geschaffen, um dann die richtigen Dokumente zu hinterlegen. Allerdings hat sich bis heute nichts geändert.
Das finde ich sehr befremdlich.

Nachtrag (4.1.2021)

Aufgrund dieses Blogs hat nun die Gemeinde Hohenau an der March auf ihrer Website die richtigen Dateien hinterlegt. Man kann nunmehr die Rechnungsabschlüsse der Jahre 2014 bis 2019 sowie die Voranschläge der Jahre 2014 bis 2021 und die Nachtragsvoranschläge für die Jahre 2019 und 2020 nachlesen. Was noch fehlt, ist der Nachtragsvoranschlag 2021.

Auch am 7.3.2021 fehlt noch immer die gesetzlich vorgeschriebene Veröffentlichung des Nachtragsvoranschlages für das Jahr 2021.

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168

Der Bürgermeister von Hohenau/March ignoriert die NÖ Gemeindeordnung.

Kennt er sie nicht, oder will er sie nicht kennen?

Die NÖ Gemeindeordnung 1973 (NÖ GO 1973) bildet unter anderem die Grundlage für die Rechte und Pflichten eines Bürgermeisters in Niederösterreich.

So regelt sie zum Beispiel auch, wie mit dem Budgetvoranschlag und dem Nachtragsvoranschlag sowie dem Rechnungsabschluss zu verfahren ist, zum Beispiel wer wann und in welcher Form diese Dokumente zur Einsicht erhält.

§ 73 der NÖ Gemeindeordnung regelt den Beschluß des Voranschlages und sieht unter anderem folgendes vor:

(1) Der Bürgermeister hat jährlich spätestens sechs Wochen vor Beginn des Haushaltsjahres den Entwurf des Voranschlages einschließlich des Dienstpostenplans zu erstellen und durch zwei Wochen zur öffentlichen Einsicht aufzulegen. Die Auflage ist ortsüblich kundzumachen. Innerhalb der Auflagefrist kann jedes Gemeindemitglied schriftlich Stellungnahmen beim Gemeindeamt einbringen. Spätestens bei Beginn der Auflagefrist hat der Bürgermeister jeder im Gemeinderat vertretenen Wahlpartei eine Ausfertigung des Voranschlagentwurfs einschließlich des Dienstpostenplans auszufolgen. Die Ausfertigung kann auf elektronische Weise übermittelt werden. Zu diesem Zweck hat jede Wahlpartei einen Vertreter namhaft zu machen und muss dieser mit der elektronischen Übermittlung einverstanden sein.

(2) Der Entwurf des Voranschlages einschließlich des Dienstpostenplans ist sodann mindestens zwei Wochen vor Beginn des Haushaltsjahres vom Bürgermeister dem Gemeinderat vorzulegen und von diesem nach Prüfung der Stellungnahmen zu beschließen.

[…..]

(5) Der Voranschlag inklusive aller Beilagen ist zeitnah an die Beschlußfassung in einer Form im Internet zur Verfügung zu stellen, die eine weitere Verwendung ermöglicht. Zusätzlich ist eine Veröffentlichung im Internet in einem Format, das keine Veränderung der Daten ermöglicht, zulässig.

(6) Für die Dauer außergewöhnlicher Verhältnisse (§ 44 Abs. 4) kann von der Frist zur Vorlage an den Gemeinderat abgewichen werden. Die öffentliche Einsicht in den Entwurf ist in jeder technisch möglichen Weise zu gewähren.

§ 73 der NÖ Gemeindeordnung gilt auch sinngemäß für den Nachtragsvoranschlag.

Was ist nun in Hohenau passiert?

Das Budget wurde in der letzten Gemeinderatssitzung am 10.12.2020 beschlossen.
Der Voranschlag lag vom 23. November 2020 bis 7. Dezember 2020 beim Gemeindeamt Hohenau an der March zur öffentlichen Einsichtnahme auf (für jeden Gemeindebürger).
Bis 7. Dezember 2020, 24 Uhr, hatten alle Gemeindebürger von Hohenau an der March sowie die Oppositionsparteien Zeit, ihre Stellungnahme zum Voranschlag und Nachtragsvoranschlag beim Gemeindeamt einzubringen.

§ 73 der NÖ Gemeindeordnung sieht vor, dass der Bürgermeister den im Gemeinderat vertretenen Wahlparteien, also auch den Oppositionsparteien ÖVP, FPÖ und Grüne, spätestens bei Beginn der Auflagefrist diesen Voranschlag auszufolgen hat. Gleiches gilt für den Nachtragsvoranschlag.

Da die Auflagefrist am 23.11.2020 begann, hätte der Bürgermeister spätestens am 23.11.2020 die beiden Voranschläge den drei Oppositionsparteien übergeben müssen. Tatsächlich wurden beide Voranschläge erst am 30.11.2020, also 7 Tage zu spät, teilweise auch erst nach Urgenz, in Form einer pdf-Datei elektronisch an die Oppositionsparteien übermittelt.

Ich verstehe schon, dass man den Oppositionsparteien nicht freiwillig derartiges Material überlässt, aus dem ersichtlich ist, wieviel Geld wofür verwendet werden soll. Allerdings: der Gesetzgeber sieht das vor. Und er sieht auch vor, dass es zu einem bestimmten Zeitpunkt zu geschehen hat, nämlich spätestens zu Beginn der Auflagefrist. Bei 241 Seiten im Voranschlag und 143 Seiten im Nachtragsvoranschlag ist es für die Opposition ohnehin schon schwierig, sich hier innerhalb der 14-tägigen Auflagefrist „einzulesen“ und dazu eine Stellungnahme abzugeben. Wenn nun die Zeit dafür vom Bürgermeister sowohl willkürlich als auch gesetzeswidrig auf 7 Tage verkürzt wird, muss man das hinterfragen.

Diese Vorgangsweise verstößt gegen geltendes Österreichisches Recht.

Aber das ist noch nicht alles. Denn in § 73, (6) wird auch darauf hingewiesen, dass bei außergewöhnlichen Verhältnissen die öffentliche Einsicht in den Entwurf in jeder technisch möglichen Weise zu gewähren ist. Das heißt, man hätte den Voranschlag und Nachtragsvoranschlag im Internet, auf der Website der Gemeinde Hohenau an der March, zur Ansicht oder zum Download zur Verfügung stellen müssen. Auch das ist nicht passiert. Und die beiden Voranschläge sind auch jetzt noch nicht auf der Seite www.hohenau.at abrufbar. Und auch die Voranschläge für die Jahre 2018 und 2019 sind nicht auf der Website der Gemeinde Hohenau an der March zu finden. Und das, obwohl es laut NÖ Gemeindeordnung, § 73, Absatz (5), verpflichtend ist.

Die Jahre 2015, 2016 und 2017 finden sich dort als txt-Dateien, mit denen man genau nichts anfangen kann. Die Gemeindeordnung sieht vor, dass das Format (der Datei) eine weitere Verwendung ermöglichen soll. Diese Vorgabe ist bei einer txt-Datei nicht erfüllt. Hier kommen Sie zur txt-Datei des Voranschlages für 2017.

Der Bürgermeister ist verpflichtet, die NÖ Gemeindeordnung zu befolgen.

Warum tut er es nicht?
Hat er etwas zu verheimlichen?
Und wenn ja, was?

Denn – irgendwie hat das System.

Das zeigt sich auch beim Rechnungsabschluß.

Dieser muss laut NÖ Gemeindeordnung § 84 Absatz (1) ebenso im Internet, auf der Seite der Gemeinde Hohenau an der March, veröffentlicht werden. Hier der entsprechende Text der Gemeindeordnung:

§ 84 Beschluß des Rechnungsabschlusses
(1) Der Gemeinderat hat den Rechnungsabschluß so zeitgerecht zu beschließen, daß dieser samt den Beilagen und den Ergebnissen der Prüfung gemäß § 68a Abs. 3 spätestens vier Monate nach Ablauf des Haushaltsjahres der Aufsichtsbehörde schriftlich und in elektronischer Form zur Kenntnis gebracht werden kann. Der Rechnungsabschluß inklusive aller Beilagen ist außerdem zeitnah an die Beschlußfassung in einer Form im Internet zur Verfügung zu stellen, die eine weitere Verwendung ermöglicht. Zusätzlich ist eine Veröffentlichung im Internet in einem Format, das keine Veränderung der Daten ermöglicht, zulässig. Der Rechnungsabschluß hat auch einen Bericht über alle im Jahr neu getätigten Finanzgeschäfte gemäß §§ 69 Abs. 4 und 69a zur Finanzierung des Haushaltes und einen Bericht zum Schuldenstand zu enthalten. Im Bericht für das Jahr 2014, wenn dies aus organisatorischen Gründen nicht möglich ist, im Bericht für das Jahr 2015, sind die gesamten bestehenden Finanzgeschäfte anzuführen.

Aktuell sollten die Rechnungsabschlüsse bis zum Jahr 2019 auf der Website der Gemeinde Hohenau an der March veröffentlicht sein. Die Jahre 2019 und 2018 sucht man vergeblich. Für die Jahre 2014 bis 2017 findet man wiederum txt-Dateien, mit denen man wenig anfangen kann, also die nicht wirklich eine weitere Verwendung ermöglichen. Hier als Beispiel das Jahr 2017.

Nach meinem Blog bezüglich der aktuellen „Corona-Zahlen“ wurden diese dann auf der Website der Gemeinde Hohenau veröffentlicht. Und nach der Umfrage zur Amtstafel, also wo diese sich befinden soll, nämlich im Schaufenster im Erdgeschoss, wurde diese (zumindest teilweise) ins Erdgeschoss übersiedelt und ist nun wieder von dem Gehsteig aus sichtbar.

Ich hoffe, dass Bürgermeister Wolfgang Gaida nunmehr sowohl die Jahresabschlüsse 2018 und 2019 als auch die Voranschläge und Nachtragsvoranschläge für 2018, 2019, 2020 und 2021 auf der Website der Gemeinde Hohenau an der March veröffentlicht. Auch sollte er darauf achten, dass die Vertreter der Oppositionsparteien in Zukunft den Voranschlag zu jenem Zeitpunkt erhalten, wie es der Gesetzgeber vorschreibt.

Denn: die Niederösterreichische Gemeindeordnung sieht das so vor und ist zu befolgen.

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Die SPÖ fordert, fordert und fordert.

Selbst setzt sie ihre Forderungen aber nicht um.

Photo: SPÖ-Parlamentsklub/Kurt Prinz

Selbst setzt sie ihre Forderungen aber nicht um.

32 Stunden meinen Rendi-Wagner und ihre Genossinnen und Genossen, 32 Stunden wären genug.
Und das natürlich bei vollem Lohnausgleich.
Das würde Arbeitsplätze schaffen.

Von 40 auf 32 Stunden bei gleichem Gehalt – wie geht das?
Die Arbeitnehmer arbeiten 20% weniger als vorher. Rendi-Wagner und die SPÖ erhoffen sich durch diese Maßnahme die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Man geht natürlich davon aus, dass nicht in 32 Stunden die Arbeit von 40 Stunden gemacht werden kann. Es müssen also zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt werden. Nämlich 25% zusätzlich, um die 8 fehlenden Stunden von insgesamt 40 Stunden “abdecken” können.

125 MitarbeiterInnen statt 100.
Stellen wir eine kleine Rechnung an, also nur ganz grob gedacht und berechnet: Sind in einem Betrieb nun – sagen wir der Einfachheit halber – 100 MitarbeiterInnen beschäftigt, dann werden bei der Umstellung auf die 32-Stunden-Woche nunmehr 125 MitarbeiterInnen benötigt. Diese benötigen einen Arbeitsplatz. Das heisst zum Beispiel im Bürobereich Schreibtisch, Sessel, Telephon, EDV und so weiter. Und Quadratmeter. Man kann ja nicht einfach mehr MitarbeiterInnen in die bereits “besetzen” Räumlichkeiten unterbringen. Das wäre wahrscheinlich Anlass für die Gewerkschaft einzuschreiten.

EDV, Schreibtisch, Sessel, Telephon und so weiter werden vielleicht, vorausgesetzt der Betrieb ist liquid genug, kein Problem darstellen, der Platzbedarf jedoch schon. Muss das Unternehmen übersiedeln? Müssen Industriegebäude aufgestockt werden? Welche Maßnahmen sind notwendig und welche sind überhaupt möglich. Wie wäre das zum Beispiel bei Unternehmen wie der Post? Hier müßte man dann auch den Fuhrpark um 25% aufstocken. Also ist es doch nicht so einfach, die Umstellung von 40 auf 32 Stunden Wochenarbeitszeit. Aber egal.

Die SPÖ fordert und wartet ab.
“Eigeninitiative ist etwas schönes”, hat mein Mann einmal gesagt. Ja, ist sie. Und – man muss ja nicht warten, bis jemand einen entsprechenden Antrag im Nationalrat einbringt oder ein diesbezügliches Gesetz beschlossen wird. Man kann es ja trotzdem tun.

Denn: ich kann meine ArbeitnehmerInnen jederzeit besser stellen, als das geltende Österreichische Recht, also das Gesetz, es vorsieht. Man darf sie nicht schlechter stellen, aber man kann ja zum Beispiel auch statt 5 Wochen Urlaub im Dienstvertrag ganz individuell 8 Wochen Urlaub pro Jahr vereinbaren, oder nicht nur 14 Gehälter pro Jahr sondern 16 Gehälter, oder eine private Zusatzversicherung im Bereich der Gesundheit oder eine Firmenpension. Das ist alles möglich. Alles, was zum Grundsätzlichen dazukommt, also zu dem, was gesetzlich vorgeschrieben ist als Benefit dazukommt, ist erlaubt. Also kann jedes Unternehmen weniger Arbeitszeit bei gleichem Lohn vereinbaren. Das steht jedem frei.

Warum tut es die SPÖ dann nicht?
Die SPÖ hat die Möglichkeit das alles ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen anzubieten. Auch die 32-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Da wird sich sicher niemand aufregen.

Man könnte einmal mit den MitarbeiterInnen im SPÖ-Club beginnen, dann in den SPÖ-Clubs der einzelnen Länder, in den Gemeindeämtern der Gemeinden mit SPÖ-Bürgermeistern. Dann könnte man zum Beispiel im Bereich der Gewerkschaften (vielleicht mit Ausnahme der Beamten-Gewerkschaft) dieses neue Arbeitszeitmodell einführen und die Anzahl der MitarbeiterInnen erhöhen. Oder zum Beispiel bei den Kinderfreunden, der Mietervereinigung, dem VKI, dem SWV oder der Volkshilfe. Das sind nur einige von vielen Unternehmen und Organisationen, wo die SPÖ ihre Forderung umsetzen könnte, also überall dort, wo sie selbst “am Ruder ist”, “das Sagen” hat oder Einfluss hat.

In Wien wären das zum Beispiel die Wiener Stadtwerke mit ihren 15.000 Mitarbeitern. Setzt man dort die 32-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich um, dann würden – vereinfacht gerechnet – sofort 3.750 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Natürlich würden dann die Kosten der Wiener Stadtwerke steigen – zumindestens um 25% – und irgendjemand muss diese höheren Kosten auch tragen. Aber darüber machen wir uns jetzt noch keine Gedanken bei der SPÖ.

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, Frau Rendi-Wagner.
Zeigen Sie allen, wie es geht.
Machen Sie es vor.
Wir warten.

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In Bregenz ein Skandal.
In Hohenau normal.

Bregenz hat einen neuen Bürgermeister: Michael Ritsch von der SPÖ. Dieser möchte den Posten des Stadtamtsdirektors neu besetzen, und zwar mit dem SPÖ NR-Abgeordneten Reinhold Einwallner. Das möchte er ohne Ausschreibung tun. Die Opposition und die grüne Vizebürgermeisterin sind dagegen. Sie fordern eine öffentliche Ausschreibung. Die ÖVP wirft Bürgermeister Ritsch “unkontrollierten Machtrausch” vor, wie auf orf.at am 28.11.2020 berichtet wird. Hier können Sie den Bericht auf orf.at nachlesen.

Außenstelle der SP-Parteizentrale
Die Vorarlberger Nachrichten berichten am 27.11.2020 online darüber. So ist unter anderem zu lesen VP Stadträtin Veronika Marte meint, Ritsch wolle aus dem Rathaus eine Außenstelle der SP-Parteizentrale mit 100prozentig Ritsch-hörigen Mitarbeitern machen. Hier können Sie den Artikel auf vn.at nachlesen.

Und wie sieht das in Hohenau an der March aus?
In Hohenau ist es noch lustiger.

Der Amtsleiter ist auch Gemeinderat der SPÖ.
Ein Amtsleiter, der gleichzeitig Gemeinderat oder sogar geschäftsführender Gemeinderat ist, geht das? Viele sagen nein. Das wäre nicht in Ordnung. Diese beiden Tätigkeiten bergen unweigerlich Interessenskonflikte. Auch die Bürger/innen wären verunsichert, wenn sie in amtlichen Belangen mit jemandem “verhandeln” müßten, der gleichzeitig Parteifunktionär ist.
Kurz gesagt: eine Tätigkeit als (geschäftsführender) Gemeinderat ist mit einer beruflichen Tätigkeit für die Gemeinde (als Angestellte/r oder Arbeiter/in) nur sehr schwer vereinbar und meines Erachtens weder dienlich noch vertrauenserweckend.

Hohenau ist anders. Und das hat System.
Der frühere, bereits pensionierte Amtsleiter bzw. Gemeindesekretär war nicht nur Gemeinderat und eine Zeit lang auch geschäftsführender Gemeinderat der SPÖ, sondern auch Fraktionsvorsitzender der SPÖ.
Darüber hinaus war er auch Geschäftsführer der Bestattung.

Sein Nachfolger hat bei der letzten Gemeinderatswahl 2020 für die SPÖ kandidiert.

Der aktuelle Amtsleiter und Gemeindesekretär ist seit der letzten Gemeinderatswahl für die SPÖ im Gemeinderat.

Aber damit nicht genug. Auch die Buchhalterin der Gemeinde Hohenau ist geschäftsführende Gemeinderätin der SPÖ. Und sie ist Betriebsrätin. Jetzt ortet man bereits einen Interessenskonflikt und eine Unvereinbarkeit zwischen den beiden Tätigkeiten als Buchhalterin und geschäftsführende Gemeinderätin. Die zusätzliche Funktion als Betriebsrätin führt letztendlich diese Konstellation ins Absurde. Diese dritte Funktion kann meines Erachtens aufgrund der beiden anderen gar nicht mehr ernst genommen werden. Ich kann zum Beispiel nicht als geschäftsführender Gemeinderat die Geschäfte der Gemeinde führen (ähnlich eines Geschäftsführers eines Unternehmens) und gleichzeitig für die Arbeitnehmer bei der Geschäftsleitung, in diesem Fall bei der Gemeinde als Arbeitgeber, vertreten und mich für ihre Rechte einsetzen. Hier wird auf zwei Seiten gleichzeitig agiert.

Teilweise fehlende Transparenz bei der Besetzung vakanter Stellen.
Man muss vakante Stellen nicht gezwungenermaßen ausschreiben. Aber man kann. Und man sollte auch. Denn das ist der Transparenz dienlich. Wenn Stellen wiederholt mit Personen aus dem familiären Umfeld von geschäftsführenden Gemeinderäten der SPÖ besetzt werden, mutet das meines Erachtens eigenartig an und könnte eventuell Intransparenz vermuten lassen.

Machtrausch wie in Bregenz?
Dass es um Macht geht, zeigt sich auch in der Multifunktionalität des SPÖ-Bürgermeisters. Dieser ist nämlich nicht nur Bürgermeister, sondern auch Standesbeamter und Geschäftsführer der Bestattung. Er übt also drei Berufe gleichzeitig aus. (Anmerkung: in einer niederösterreichischen Gemeinde von der Grösse wie Hohenau verdient ein Bürgermeister aktuell € 3.313.78. Quelle: www.kommunal.at.)

Diese drei Jobs sind vielleicht auch der Grund, warum er mir gegenüber einmal gemeint hat, er hätte sehr wenig Zeit, sich um eine spezielle Friedhofsangelegenheit zu kümmern, die seit September 2019 unerledigt ist. Aber das ist eine andere Geschichte (folgt demnächst). Zurück zum Thema.

Einer hat drei Jobs. Zwei haben gar keinen.
Eigentlich könnte man die Position des Standesbeamten und jene des Geschäftsführers der Bestattung ja mit anderen Personen besetzen. Damit hätten zwei Menschen einen Arbeitsplatz, die sonst vielleicht keinen haben, und es hätten zwei weitere Familien ihr Auskommen. Das wäre auch sozial und würde der allgemeinen Intention der Sozialdemokratie entsprechen.

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Viele möchten die Amtstafel jederzeit
vom Gehsteig aus einsehen können.

Die Amtstafel soll wieder in ein Auslagen-Fenster des Rathauses im Erdgeschoss.

Vom 6. bis 18. Oktober war unsere Umfrage zum Thema “Amtstafel” online. Das Interesse und die Teilnahme war gross. Daraus konnten wir sehen, dass ein reges Interesse am Geschehen in der Gemeinde besteht.

Früher befand sich die Amtstafel im grossen Schaufenster im Erdgeschoss des Rathauses. Es war möglich zu jeder Zeit vom Gehsteig aus im Schaufenster die Aushänge zu lesen. Aufgrund von Renovierungsmaßnahmen wurde sie vor längerer Zeit in den ersten Stock übersiedelt. Dort ist sie bis heute. Aushänge können daher nur noch während der Öffnungszeiten eingesehen werden.

Die Frage unserer Umfrage lautete: Möchten Sie, dass die Amtstafel wieder in’s Erdgeschoss in das grosse Schaufenster übersiedelt wird, damit die amtlichen Aushänge wieder zu jeder Zeit vom Gehsteig aus gelesen werden können? Wäre das Ihrer Meinung nach sinnvoll?

93 Prozent haben die Frage mit “ja” beantwortet.
7 Prozent haben die Frage mit “nein” beantwortet.

Man hatte auch die Möglichkeit, seine Antwort zu begründen. Hier eine kleine Auswahl der Begründungen jener, die die Amtstafel gerne wieder im Fenster des Rathauses neben dem Haupteingang sehen würden:

Es gibt betagte Personen, die nur am Wochenende rausgehen und sich so auf dem Laufenden halten.
In Zeiten von Corona meide ich öffentliche Gebäude.
Damit man auch nach den Amtsstunden nachsehen kann.
Dann sind sie wirklich öffentlich.
Ist doch der Sinn einer Amtstafel, sie jederzeit einsehen zu können!
Ich habe sie früher immer gelesen beim Vorbeigehen.
Das Wort “Aushang” sagt alles, sonst müsste man es “Innenversteck” nennen!
Es ist praktischer, wenn man spazieren geht, sich zu informieren, was ist Hohenau los ist! Nach den Öffnungszeiten.
Somit jederzeit zugänglich.
Ich finde es wichtig, die Informationen jederzeit einsehen zu können.
Für Auspendler, die sich zu selten zu den Amtsstunden in Hohenau befinden, wäre das sicher klass!
Früher konnte man beim Spaziergang am Wochenende einen Blick auf die Amtstafel werfen. Ich denke nicht, dass viele Leute dafür zu den Amtszeiten extra in den 1. Stock gehen, überhaupt jetzt während der Coronakrise. Ist ein Aushang eigentlich ordnungsgemäß veröffentlicht, wenn er zwar rechtzeitig angeschlagen wurde, aber das Rathaus geschlossen ist?

Die Begründungen derer, die mit “ja” geantwortet haben, waren sehr konkret und konstruktiv. Dafür möchte ich mich sehr herzlich bedanken, weil sich sehr viele Menschen die Mühe gemacht haben, ihre Entscheidung ausführlich und sachlich zu begründen.

Diejenigen, die meinen, die Amtstafel soll dort bleiben, wo sie jetzt ist, also im 1. Stock, und nur zu den Öffnungszeiten einsehbar, begründeten ihre Entscheidungen durchwegs nicht so sachlich.
Und darum möchte ich hier auf einige dieser Antworten näher eingehen:

“Weil dort eigentlich die Rettung einquartiert ist und amtliche Aushänge dort nichts zu suchen haben.”
Nun: an der Südseite des Rathauses gibt es drei Eingänge. Östlich vom mittleren Eingang (dort befindet sich auch der Einwurfkasten der Gemeinde) gibt es einen Raum, der nicht von der Rettung benützt wird. In diesem steht, soweit wir wissen, ein Kopiergerät. Und das Fenster von genau diesem Raum wäre doch wirklich passend für die Amtstafel.

“Hört auf zu stichlen.”
Eine Umfrage ist kein “sticheln”. Ich bin akademisch geprüfte Markt- und Meinungsforscherin. Diesen Beruf habe ich rund 10 Jahre ausgeübt. Es geht darum, Menschen nach deren Meinung zu fragen, und dieser Meinung Platz und Gehör zu verschaffen. Das ist etwas POSITIVES.

“Wozu die Aufregung. Wenn man was wissen will, braucht man nur den Bürgermeister anrufen, man bekommt immer prompte Antwort, die Covid Zahlen kann man jeden Tag im Internet ablesen, ausser man ist zu blöd dafür.
Und zu diesem aggressiven Kommentar darf ich sagen: es gibt keine Aufregung. Es gibt nur eine Umfrage. Natürlich kann jeder, wenn er etwas wissen möchte, den Bürgermeister anrufen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob er wirklich so viel Zeit hat, alle Anfragen zu beantworten. Zum Beispiel kann man ihn ja jeden Tag anrufen, und fragen, was aktuell auf der Amtstafel ausgehängt ist. Denn: wir wissen es nicht, wenn wir nicht zu den Öffnungszeiten in den 1. Stock hinaufmarschieren. Also: was sollen wir fragen, wenn wir nicht wissen, was auf der Amtstafel ausgehängt ist? Zum Beispiel Informationen zum Feuerbrand. Die sind aushangpflichtig. Und zum Thema Covid – es ging in dieser Umfrage nicht um Covid. Aber die aktuellen Zahlen kann nicht jeder im Internet ablesen. Denn: nicht jede/r hat einen Internetzugang. Das hat nichts mit “blöd sein” zu tun. Und: bis vo bis vor kurzem wurden die aktuellen Covid-19 Zahlen z.B. auf der Homepage der Gemeinde Hohenau noch nicht veröffentlicht. Dies geschah erst nachdem der entsprechende Blog “Corona in Hohenau” hier erschienen ist.

Wir bedanken uns bei allen, die an der Umfrage teilgenommen haben.

Übrigens: die Antworten jener, die meinten, ihre Meinung doppelt oder mehrfach abgeben zu können und die Umfrageergebnisse auf diese Art nicht nutzbar zu machen, hat unser Umfragetool natürlich nicht in die Auswertung miteinbezogen.

Wir haben uns auch ein wenig schlau gemacht, und andere Gemeinden besucht. Eine davon war Ladendorf, die wirklich eine großartige Lösung für die Amtstafel gefunden haben (siehe Photo).

Auch gibt es einige Gemeinden, die auch auf ihrer Gemeinde-Homepage eine “Elektronische Amtstafel” anbieten. Allerdings sollte das nur als Zusatzservice verstanden werden. Denn: wir können nicht jene, die keinen Internetzugang haben oder das Internet nicht nutzen, von Informationen ausschließen. Jeder hat das Recht auf Information.

Hier kommen Sie zurück zur Startseite und zum Blog.

Falls Sie auch an anderen Umfragen teilnehmen möchten, gibt es hier interessante Umfragen verschiedener Institute, die eine Teilnahme auch honorieren (man bekommt eine Vergütung dafür):

Das renommierte Gallup-Institut.

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153

Das March-Thaya-Zentrum
und der Park.

Es wird immer besser. Und teurer.

Der Park rund um’s March-Thaya-Zentrum in Hohenau an der March wirbelt Staub auf.
Kein Wunder: keine Bäume, viel Staub.

Von rund 500.000 Euro Kosten für die Grünraumgestaltung rund um’s March-Thaya-Zentrum ist da die Rede. Auf Nachfrage bei Bürgermeister Wolfgang Gaida, erhielt die Redaktion eine grobe Kostenaufstellung: „Das March-Thaya-Zentrum
und der Park.“
weiterlesen

160

Corona in Hohenau.

Bürgermeister informiert die Bürger nicht.

Aktuell sind 4 Menschen in Hohenau positiv auf das Corona Virus getestet worden und haben einen Absonderungsbescheid erhalten.

Gleich vorweg: jeder Mensch, der an Covid-19 erkrankt, ist einer zuviel. Und es kann nicht genug dafür getan werden, dass so wenige Menschen wie nur möglich von dieser Infektion betroffen sind.

Die oben genannten Zahlen sind der Stand per 2.10.2020 (BH Gänserndorf). Wir haben das unter anderem durch einen Bürgermeister einer anderen Gemeinde erfahren. Einige Gemeinden im Bezirk Gänserndorf veröffentlichen diese Daten nämlich zumindest auf ihrer jeweiligen Gemeinde-Homepage.

Hohenau ist leider anders.

Über diese 4 “Fälle” findet sich leider keine Information auf der Gemeinde-Homepage und auch nicht in Sozialen Medien. Schaut man auf die Gemeinde-Homepage, ist alles sehr aktuell, also in puncto Selbstbeweihräucherung sowie Horrorkosten von 500.000 Euro für den Park rund um das March-Thaya-Zentrum. Aber egal. Darum geht’s jetzt nicht.

Warum informiert Bürgermeister Wolfgang Gaida die Bevölkerung nicht?
Unsere Nachfrage bei GGR Maria Jankowitsch, die Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Soziales ist, hat ergeben, dass Bürgermeister Gaida in der letzten Gemeinderatssitzung (29.9.2020) bekanntgegeben hat, dass aktuell 2 Menschen in Hohenau positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Von den 4 Fällen, die heute, am 2.10.2020, von der BH Gänserndorf bekanntgegeben wurden, wüßte sie noch nichts, teilt sie uns mit. Wir vermuten, dass das daran liegt, dass die Information der BH an die jeweiligen Bürgermeister übermittelt wird.

Warum Bürgermeister Gaida diese wichtigen Informationen den Hohenauer Bürgern vorenthält, verstehen wir nicht. Auch die Opposition, zum Beispiel die ÖVP, deren 3 Gemeinderäte bei der Gemeinderatssitzung laut unseren Informationen anwesend waren, informiert die Bürger/innen von Hohenau nicht. Auf der Facebook-Seite der Volkspartei Hohenau gab es lediglich Infos von Bund und Land, nichts betreffend Hohenau, auf der Homepage kaum etwas aktuelles, gerade einmal kurz ein Video mit Landeshauptfrau Mikl-Leitner.

Es kann doch nicht so schwer sein, diese Zahlen zu veröffentlichen.
Nun kann man dem natürlich entgegenhalten, dass eine Veröffentlichung vielleicht Panik auslösen würde oder die Menschen spekulieren würden, wer da wohl infiziert ist. Ja, das ist ein Argument.

Es gibt einen sehr viel wichtigeren Effekt.
Die Tatsache, dass das Virus ganz nah ist, bewirkt sehr viel. Denn wenn Menschen in meinem nächsten Umfeld, und das ist die Gemeinde, infiziert sind, mache ich mir vielleicht noch mehr Gedanken und auch Sorgen. Und Sorgen sind in diesem Fall gut, denn Sorgen bewirken, dass man dann vorsichtiger ist, mehr Abstand hält, den Mund-Nasen-Schutz ordnungsgemäß verwendet, und sich und andere schützt. Gut schützt.

Also schützen wir uns. Und schützen wir andere. Denn: es ist gut, andere zu schützen. Das ist verantwortungsvoll. Damit zeigt man, dass einem die Mitmenschen wichtig sind. Dass man möchte, dass sie gesund bleiben. Es ist ein Zeichen der Wertschätzung dem jeweils anderen gegenüber. Denn das Virus ist nicht irgendwo, im Nachbarort, irgendwo im Bezirk oder in Wien. Es ist hier. Hier, mitten unter uns.

Wir versuchen in Zukunft regelmäßig die aktuellen Infektionszahlen hier zu veröffentlichen.

Wir wünschen jenen, die im Augenblick mit einer Corona-Infektion oder mit den Folgen einer Infektion zu kämpfen haben, alles Gute und eine schnelle Erholung.

Nachtrag: mittlerweile gibt es bereits etwas Aufregung seitens des Bürgermeisters Wolfgang Gaida. In einem Facebook-Posting meint er unter anderem: “Wie kann man einem Bgm. noch am selben Tag (2.10.), an dem die Nachricht von der BH ergeht, vorwerfen, er würde seine Bürger nicht informieren? Ich war am Freitag [….] unterwegs und bin vielleicht nur noch nicht dazu gekommen.”

Das ist eine interessante Reaktion und Begründung. Dazu darf ich informieren (es wurde auch im bereits Blog erwähnt), dass es bereits am 28. September 2020 zwei “Fälle” in Hohenau gab. Dies war dem Bürgermeister auch bekannt. Aber auch darüber hat er die Bevölkerung bis 2.10.2020 nicht informiert. Lediglich im Gemeinderat wurde dies angeblich kundgetan, nur – das Protokoll darüber kann ja erst in ca. 2-3 Monaten von der Bevölkerung eingesehen werden. Also: es hat leider bereits früher Infektionen in Hohenau gegeben, was uns alle sehr betroffen macht, und es gab darüber keine Information.

Im Gemeinderatsprotokoll der Sitzung vom 30.6.2020 ist unter TOP 2p unter anderem zu lesen: “Mit Schreiben vom 19. Mai 2020 wies die Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf hin, dass es einen positiv getesteten Fall in unserer Gemeinde gab.”. Auch hier wurde die Bevölkerung nicht informiert.

Der Bürgermeister meint also, man könne nicht verlangen, dass dies sofort kommuniziert werde. Naja, seit März hört man nur noch, dass alles mögliche hintangestellt werden muss. Grund dafür ist Corona. Corona an oberste Stelle zu stellen ist wichtig und richtig. Weil es hier um das wichtigste Gut des Menschen überhaupt geht: um Gesundheit und Menschenleben. Und gerade deshalb ist es so wichtig, zu informieren, und schnell zu informieren. Die Menschen wieder dafür zu sensibilisieren. Es obliegt ja dem Bürgermeister dies auch zu delegieren. Er hat Mitarbeiter und es gibt auch eine geschäftsführende Gemeinderätin, die dem Ausschuss für “Gesundheit & Soziales” vorsteht. Eigentlich wäre es auch ganz einfach: man müßte nur die Amtstafel wieder ins Erdgeschoss des Rathauses verlegen, in die beiden schönen grossen Auslagenfenster. Und dort kann man täglich die aktuellen Zahlen bekanntgeben. Das würde auch bewirken, dass die Menschen mehr auf sich und auf andere achten.

Hier geht’s zur aktuellen Umfrage.

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Das ist kein Fest. Das Erntedankfest in Hohenau.
Gemeinderatswahl 2020 in Hohenau. Was sagen Sie dazu?
Vermummt zur Ortsbauernratswahl. Extrem geheim – geheime Extreme

Das Bild in diesem Beitrag stammt von pixabay.

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Erntedank in Hohenau.

Ausser dem Pfarrer darf niemand sprechen.

Da gibt es Menschen, die ihr ganzes Leben nach der Natur ausrichten. Sie dreschen bei 40 Grad das Korn oder bringen bei nicht weniger Hitze das Heu ein. Sie richten ihr Leben nach den Bedürfnissen der Tiere, die bei Ihnen am Hof leben, aus.
Sie kennen keinen Feierabend, kein Wochenende und keine Feiertage. Die Natur bestimmt ihr Leben.

Diese Menschen nennt man Bauern.


Das Erntedankfest in Hohenau.

Gestern war es so weit. Erntedank in Hohenau. Trotz Corona hat man das Erntedankfest stattfinden lassen. Im Vorfeld gab es viele Stimmen, es doch zum Schutze aller einmal ausfallen zu lassen. Nur ein einziges Mal. Nein. Es musste stattfinden.

Das Erntedankfest ist das am besten besuchte kirchliche Fest in Hohenau. Normalerweise finden sich 200-250 Besucher vorm Pfarrhof ein, um dann gemeinsam mit Blasmusik-Begleitung zur Kirche zu ziehen. Die Bauern tragen das Brot, den Wein, die Erntekrone und die Winzerkrone. Die Kinder tragen ihre selbst gebastelten Gestecke und kleine Körbe mit Früchten und Gemüse. Nach der Messe zieht man wieder zurück zum Pfarrhof, wo es dann unter anderem eine kleine Agape mit kalten Getränken, Wein und Aufstrichbroten, gespendet von den Bauern, gibt.

Dieses Jahr war alles anders.

Viele Menschen fanden sich nicht ein, zum Zug mit Erntekrone und Winzerkrone vom Pfarrheim zur Kirche. Rund 40 von den sonst 200-250 Besuchern wurden gezählt, davon rund die Hälfte jene, die dort sein “müssen” und deren Familien. Gründe dafür gibt es viele: die Angst vor einer Corona-Infektion, die fehlende Agape oder vielleicht die Annahme, dass das Erntedankfest gar nicht stattfinden würde.
Obwohl – einige Personen, die man eigentlich erwartet hätte, waren nicht gekommen. Warum das so war, konnten wir leider nicht eruieren.

Hohenau ist ja ein wenig anders, was das Erntedankfest betrifft. Es wird nicht von den Bauern gestaltet, sondern von der Kirche. Bei den Ansprachen darf dann auch der SPÖ-Bürgermeister nicht fehlen. Dass dieser spricht, darauf besteht der polnische Pfarrmoderator Leszek Bednarczyk. Er hat das nocht nicht so mitbekommen mit der Säkularisierung hier in Österreich.

Nachdem der Bürgermeister aber nur bis zur Kirche mitgegangen ist, und sich aufgrund der Corona-Gefahr weigerte dem Gottesdienst in der Kirche beizuwohnen, entfiel dieses Jahr seine Rede.

Allerdings ließ der Pfarrmoderator den Ortsbauernratsobmann dann auch nicht sprechen, was einigen Besuchern sehr negativ auffiel. Und darum gibt es die Zeilen, die er für das Erntedankfest vorbereitet hat, hier zu lesen.

Geschätzte Damen und Herren!

Erntedank heißt Danke sagen. Es gibt gerade in diesem Jahr viele Gründe, Danke zu sagen: Danke vor allem, dass wir gesund sind und hier und heute zusammen feiern können.

Danke an den Herrgott dafür, dass wir die Menschen in unserem Land mit Lebensmitteln – also Mitteln zum Leben – versorgen können. Danke auch für die vielerorts reiche Ernte, die wir bis zum Sommer so nicht erwartet hätten – und die uns gezeigt hat:

An Gottes Segen ist alles gelegen.

Wir erleben heuer ein besonderes Jahr – ein Jahr, das bisher wie kein anderes gewesen ist. Ein Jahr, in dem Althergebrachtes wieder an Bedeutung gewonnen hat. Die Corona-Krise hat uns gezeigt, dass eine regionale Versorgung wichtig ist. Speziell dann, wenn wir an die Verfügbarkeit von Lebensmitteln oder das Vorhandensein von medizinischer Schutzausrüstung denken. Corona hat uns auch gezeigt, dass nicht alles, was wir heute für selbstverständlich halten, auch morgen noch so selbstverständlich ist.

In der Krise ist vielen der Wert unseres täglichen Brotes bewusst geworden.

Sie haben wieder Zeit dafür gefunden, einmal selbst Brot zu backen und es in der Familie geteilt. Jeder kann in seinem eigenen Bereich die Lehren aus dieser Krise ziehen und wieder der Regionalität beim Einkauf den Vorrang geben. So, wie man es früher gemacht hat. Viele haben wieder an ihre Vorräte gedacht, sie haben also in die Vergangenheit und in die Zukunft gedacht.

Mit ist es ein besonderes Anliegen, heute jenen Danke zu sagen, die im Hintergrund ihrer Aufgabe nachkommen und so für unser täglich Brot sorgen. Ich möchte jenen danken, die ohne viel Aufhebens ihrer Aufgabe nachkommen. Man vergisst es leider immer wieder, jenen zu danken, die nicht auffallen und doch verlässlich ihre Aufgabe erfüllen.

Man dankt oft nur jenen, die sich selbst laut zur Schau stellen oder sich nach vorne drängen.

Wir sollten bedenken: nicht die Lauten halten unser Leben aufrecht, sondern die vielen unscheinbaren Menschen im Hintergrund erhalten uns am Leben.

Denken wir an die fleißigen Hände der Landwirte.

Sie erst ermöglichen durch die Aussaat der Körner eine neue Ernte zur Versorgung der Menschen. Nicht Einzelne, oder die Regierung, oder die Gemeinde, oder andere: sondern die Gemeinschaft der Landwirte macht eine Ernte möglich. Sie macht Lebensmittel möglich.

Unserem Berufsstand, den Bauern, ist das langfristige Planen in die Wiege gelegt worden. Dieses langfristige Planen sollte nicht nur in der Landwirtschaft ganz selbstverständlich sein. Wir wissen, dass nur ein rücksichtsvoller Umgang mit der Natur und mit dem Menschen auf lange Sicht unsere Zukunft sichert.

Das verbindet auch die Landwirtschaft mit unserer Glaubensgemeinschaft.

Ich hoffe, dass wir so ein Stück Heimat mitgeben können, und dass wir diese Verbundenheit mit unserer Region nicht nur in dieser schweren Zeit, sondern auch darüber hinaus bewahren.

Herbert Bartosch


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Märchen Nummer 1 Das Märchen von den Agrarsubventionen. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten schreibt „Die zitierte Aussage on Frau Sarah Wiener […] ist schlichtweg falsch.“
Märchen Nummer 2 Das Märchen von der Landwirtschaft. Oder: Sarah Wiener und ihre Partner. Wer sind ihre Partner – und was hat dieses Unternehmenskonstrukt noch mit Landwirtschaft zu tun?
Märchen Nummer 3 Das Märchen von der Visionärin. Oder: Johannes Niedeggen – der wahre Visionär auf Gut Kerkow.
Märchen Nummer 5 Das Märchen von der erfolgreichen Geschäftsfrau. Oder: Was ist Erfolg?

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Der Frau Einhalt gebieten.

Heute ist internationaler Tag der Pressefreiheit.

Freiheit bedeutet uns allen sehr viel.
Denken wir nur, wie ungern wir die Einschränkungen in den letzten Wochen auf uns genommen haben.

Was bedeutet eigentlich Freiheit für uns?

Wir können unsere Entscheidungen selbst treffen. Solange wir niemandem schaden, und uns im Bereich der Legalität bewegen, können wir auch tun, was wir wollen. Und wir können sagen, was wir wollen. Unsere Meinung sagen.

So ist auch die Pressefreiheit eine der wichtigsten Grundsätze unserer Verfassung.

Und diese Pressefreiheit gilt auch für Blogger wie mich. Ich habe die gleichen Rechte und Pflichten wie Journalisten. Die Pressefreiheit gilt auch für mich.

Der Obmann der Volkspartei Hohenau sieht das anders.
Nicht nur, was die Pressefreiheit betrifft, die Meinungsfreiheit, sondern auch meine Freiheit als Frau.
So meint er gegenüber meinem Mann, dieser würde mir nicht genügend Einhalt gebieten.

Ich formuliere das einmal ganz allgemein: der Mann soll der Frau Einhalt gebieten.

Aha.
Dieses Ansinnen ist nicht nur gegen die Pressefreiheit gerichtet, sondern richtet sich auch gegen die Meinungsfreiheit im Allgemeinen, ist menschenverachtend und frauenfeindlich. Je öfter ich diese Aussage des aktuellen Obmanns der Volkspartei Hohenau lese, umso absurder scheint mir dieses Ansinnen zu sein. Ich habe mir auch bisher nicht vorstellen können, dass jemand im 21. Jahrhundert derartiges äußern kann. Abgesehen davon, dass eine derartige Aussage eines Politikers, wenn auch nur eines (sehr) kleinen Kommunalpolitikers und geschäftsführenden Gemeinderates, nicht würdig ist.

Ich denke, es ist Zeit für einen Rücktritt.
Am besten gleich.

23

Gemeinderatswahl 2020 in Hohenau.
Was sagen Sie dazu?

Es war wirklich spannend!

4 Parteien traten in Hohenau bei der Gemeinderatswahl 2020 an.


Mit diesen 4 Parteien traten auch 4 neue Spitzenkandidaten an. Damit war der Ausgang dieser Wahl nur schwer zu prognostizieren. „Gemeinderatswahl 2020 in Hohenau.
Was sagen Sie dazu?“
weiterlesen

57

SPÖ. Aufräumen und Gas geben.



Anläßlich der Gemeinderatswahl 2020 habe ich alle Parteien, die in Hohenau an der March kandidieren, um ein Interview gebeten.


Wolfgang Gaida, amtierender Bürgermeister und Spitzenkandidat der SPÖ Hohenau, war sofort bereit zum Chat via Facebook Messenger.

Einige Passagen dieses Interviews haben sich auf Forderungen der anderen Parteien bezogen und sind teilweise bei diesen und den jeweiligen Themenbereichen zu finden. „SPÖ. Aufräumen und Gas geben.“ weiterlesen

34

ÖVP. Alte Forderungen und verpasste Chancen.


Anläßlich der Gemeinderatswahl 2020 habe ich alle Parteien, die in Hohenau an der March kandidieren, um ein Interview gebeten.


Nach einigem hin und her und vielen Fragen, erklärt sich die ÖVP zum Interview via Chat im Facebook Messenger bereit. Wer von den Kandidaten oder dem Vorstand das Interview gegeben hat, wollte man mir nicht mitteilen.

“Mir ist die anonyme Antwort lieber”, ließ man mich während des Interviews wissen, als es um eine eher persönliche Frage ging.
„ÖVP. Alte Forderungen und verpasste Chancen.“ weiterlesen

40

FPÖ fordert mehr direkte Demokratie auf Gemeinde-Ebene.

Anläßlich der Gemeinderatswahl 2020 habe ich alle Parteien, die in Hohenau an der March kandidieren, um ein Interview gebeten.

Eva-Maria Kranz, Spitzenkandidatin der FPÖ, war sofort dazu bereit. “… damit Hohenau weiterhin Hohenau bleibt und die Menschen einander auf der Straße noch grüßen!” Dieser Satz aus der Zeitung der FPÖ Hohenau hat mir zu denken gegeben. Grüßen, Respekt und Benehmen, ohne “Standesdünkel” und ohne dass man jemanden ignoriert, nur weil er oder sie sich zu einer anderen politischen Partei bekennt. Das letzte kennt sie nur zu gut, sagt Eva-Maria Kranz, Spitzenkandidatin der FPÖ Hohenau, im Interview. „FPÖ fordert mehr direkte Demokratie auf Gemeinde-Ebene.“ weiterlesen

39

Kein Interview von den Grünen.

Anläßlich der Gemeinderatswahl 2020 habe ich alle Parteien, die in Hohenau an der March kandidieren, um ein Interview gebeten.

“Ein gutes und freundschaftliches Miteinander wollen auch wir Hohenauer GRÜNE.” So liest man in der Aussendung der Grünen Hohenau im Dezember 2010.

Keine Freundschaft.
Nun – dieses freundschaftliche Miteinander habe ich nicht so richtig erlebt. Irgendwie war’s nicht da. Zuerst einmal sind die „Kein Interview von den Grünen.“ weiterlesen

37

Sarah Wiener und die Fake-News.

Manchmal kommt etwas gerade recht.
Das kann ein Bericht sein, eine Studie, ein Mißstand, ein Bild oder auch: Fake-News.
Die Grünen greifen nach jedem Strohhalm, könnte man meinen, wenn man das hier eingehender betrachtet.

Sarah Wiener schreibt einen Brief.
Sie schreibt an ÖR Ing. Franz Reisecker „Sarah Wiener und die Fake-News.“ weiterlesen39

12 Fragen an Sarah Wiener.

Es ist nicht so wichtig,
wie die Wahrheit ist.

Ob sie hilfreich ist.
Ob sie bei anderen gut ankommt.
Ob sie einem zu Ansehen verhilft.

Aber es ist wichtig,
die Wahrheit zu sagen.”

(Birgit Medlitsch)
1) Sie sagen oft, Sie legen Wert auf regionale Lebensmittel. Woher kommen die Produkte (Lebensmittel), die Sie im Gut Kerkow Bauernmarkt verkaufen aber nicht selbst produzieren? Von anderen Landwirten aus der Region oder von einem Grosshandel wie zum Beispiel Terra? „12 Fragen an Sarah Wiener.“ weiterlesen47

7 Fragen an die Grünen*.

*Grüne = Die Grünen – die grüne Alternative (Österreich)

In den letzten Tagen gab es Beschwerden darüber, dass Journalisten bei Pressekonferenzen keine Fragen stellen dürfen.
Diese Kritik hat sich vornehmlich gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz gerichtet.
Aber auch die Grünen finden es nicht wert, Fragen von Journalisten zu beantworten. „7 Fragen an die Grünen*.“ weiterlesen
In den letzten Tagen gab es Beschwerden darüber, dass Journalisten bei Pressekonferenzen keine Fragen stellen dürfen.
Diese Kritik hat sich vornehmlich gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz gerichtet.
Aber auch die Grünen finden es nicht wert, Fragen von Journalisten zu beantworten. „7 Fragen an die Grünen*.“ weiterlesen
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Märchen Nummer 5 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

Eine prominente Köchin bezeichnet sich selbst als theoretische Landwirtin, Chef-Ideologin und Visionärin.
Für einige ist sie allerdings nur eine Meisterin der Selbstdarstellung. Eine, die oft über sich selbst, ihre Ansichten und “Werke” spricht. Eine, die gerne Geschichten erzählt, mitunter sehr frech ist und auch laut werden kann.

Das Märchen von der erfolgreichen Geschäftsfrau.

Und da sind sie wieder: Menschen, die Sarah Wiener als erfolgreiche Geschäftsfrau bezeichnen. Warum tun die das? „Märchen Nummer 5 der Sarah Wiener.“ weiterlesen134

Märchen Nummer 4 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

Da gibt es Menschen, die ihr ganzes Leben nach der Natur ausrichten. Sie dreschen bei 40 Grad das Korn oder bringen bei nicht weniger Hitze das Heu ein. Sie richten ihr Leben nach den Bedürfnissen der Tiere, die bei Ihnen am Hof leben, aus. Sie kennen keinen Feierabend, kein Wochenende und keine Feiertage.
Die Natur bestimmt ihr Leben.

Diese Menschen nennt man Bauern.

Das Märchen von der Bio-Bäuerin.

Und dann gibt es Investoren. Investoren, die Land kaufen. Land, das bisher Bauern ihr eigen nannten. Und es gibt eine Visionärin, die von diesen Investoren unterstützt wird. Eine Visionärin, die Mitarbeitern beim Arbeiten gerne über die Schulter schaut und mit den Tieren am Hof kuschelt. „Märchen Nummer 4 der Sarah Wiener.“ weiterlesen145

Märchen Nummer 3 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

In einem Interview mit der dpa (Deutsche Presse-Agentur, April 2019) bezeichnet sich Sarah Wiener in Bezug auf Gut Kerkow als „Chefideologin“, die Visionen hat.

In diversen Interviews mit ihr kann man nachlesen und nachhören, was sie nicht alles erneuert und verbessert und auch „neu erfunden“ hat.
Auch – so kann man in ihrem neuen Buch nachlesen – soll Gut Kerkow für sie etwas desolat und führungslos gewirkt haben. In einem Interview (Berliner Zeitung 17.6.2018) spricht sie sogar von einem völlig marodem und verschuldetem Hof.

Bild: David Zydd auf Pixabay.


Das Märchen von der Visionärin.

Sarah Wiener hat – gemeinsam mit ihren Partnern – Gut Kerkow im Jahr 2014 gekauft.
Der vorherige Eigentümer, und sehr bekannte und angesehene Diplomagraringenieur Johannes Niedeggen, „Märchen Nummer 3 der Sarah Wiener.“ weiterlesen71

Märchen Nummer 2 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

Die Vorgeschichte: In einem Interview (Ö1 Morgenjournal, 20.3.2019) sagte Sarah Wiener: „Wir haben eine Landwirtschaft, wo man einfach Fläche subventioniert. Also jeder Hektar wird subventioniert, egal, was Du da machst, und wer’s hat, und ob er überhaupt Landwirt ist. Und natürlich bin ich dagegen.“

Diese Aussage ist falsch, wie unter anderem vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in einem Schreiben erklärt.


Das Märchen von der Landwirtschaft. Oder: Sarah Wiener und ihre Partner.

Sprechen wir über die Empfänger von Agrarförderungen, die “keine Bauern sind”. Sprechen wir über Sarah und ihre Landwirtschaft. Gut Kerkow. Das ist zwar ein landwirtschaftlicher Betrieb, aber – wer sind die Eigentümer? Sind das Landwirte? „Märchen Nummer 2 der Sarah Wiener.“ weiterlesen72

Märchen Nummer 1 der Sarah Wiener.

Ein Bericht und Kommentar von Birgit Medlitsch.

Wir sehen weites Land.
Unser Land.
Das Land unserer Bauern.
Land, auf dem das wächst, was wir brauchen.
Bestellt, behütet und beerntet.
Da steht er, der Bauer.
Ein Mensch, der nichts anderes möchte,
als das bewahren, was uns ernährt.
Wissend um die Natur. Wissend um alles,
was das bedroht, was uns ernährt.

Er lebt in und mit der Natur und trotzt ihren Gewalten, wenn es darum geht, das zu tun, was getan werden muss. Weil es die Natur verlangt. Und er tut es gern. Und ehrlich.

Und jetzt?
Jetzt kommt Sarah.
Sarah erzählt ihm, dass er es nicht richtig macht. „Märchen Nummer 1 der Sarah Wiener.“ weiterlesen81

Schmuckenschlager und die Macht.

Johannes Schmuckenschlager ärgert sich über Spargel aus Peru. Dies tut er auf Facebook kund. Mehr fällt ihm dazu nicht ein? Das ist schon ziemlich schwach für einen Nationalratsabgeordneten, der auch Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich ist.

Aha – Sie sind verärgert, Herr Schmuckenschlager.
Das stimmt mich bedenklich. Sehr bedenklich.

Quelle: Facebook, Posting vom 22. März 2019, 14:49 Uhr


Besonders dann, wenn ich Ihre vielen Funktionen betrachte.
Dann denke ich mir schon – Wahnsinn, wo sich der Mann überall engagiert?
Angesehen und geschätzt ist er.
Man hört auf ihn.



2005-2010 Kammerrat der Bezirksbauernkammer.
2007-2010 Landesobmann der Bauernbund Jugend Niederösterreich.
Seit 2008 Bezirksbauernratsobmann Klosterneuburg.
Seit 2008 Abgeordneter zum Nationalrat.
2009-2017 Vizepräsident des Österreichischen Bauernbunds.
Seit 2010 Bezirksbauernratsobmann Wien-Umgebung.
Seit 2013 Bundesweinbaupräsident des Weinbauverbands.
Seit 2018 Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.

Na? Wer hört auf Sie?

Denken Sie, dass Ihr Facebook-Posting irgendetwas ändert?
Irgendetwas?

Glauben Sie wirklich, dass Sie mit diesem Facebook-Posting Sympathien einheimsen?
Denken Sie das wirklich?

Quelle: Facebook, Posting vom 22. März 2019, 14:49 Uhr

Ja, es sieht so aus.
Sie glauben, dass nun alle, die Ihr Posting gelesen haben, denken:
„Ui, na der denkt ja so wie ich.
Ja so ein sympathischer Mann.
Toll, dass der im Nationalrat sitzt.
Und Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich ist er auch.
Ach ja, ich find‘ den super.
Toll, dass der so etwas über den Spargel schreibt.“

Nein, Herr Schmuckenschlager, so denkt man nicht. Man denkt: „Ui, so ein engagierter Mann. Er vertritt als Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich alle niederösterreichischen Bauern. Und er vertritt uns als Nationalrat im Parlament. Dort werden die Gesetze „gemacht“. Der ist mächtig.” Schade nur, dass Ihre Macht dort aufhört, wo Wirtschaft und Handel anfangen.

Vielleicht sprechen Sie einmal mit den 3-5 Personen, die für den Einkauf im österreichischen Lebensmittelhandel verantwortlich sind. Die, die dafür sorgen, dass zum Beispiel heimische Bauern für ihre Bio-Erdäpfel zumeist nur 20 Cent pro Kilo bekommen, die dann von den Supermärkten um 1,49 Euro pro Kilo verkauft werden. Ja, ja. Reden Sie mit denen. Das sind auch die, die dann die von den Großhändlern aussortierte Erdäpfel (zu klein, zu krumm) als Wunderlinge verkaufen. Ah ja, für die aussortierten Erdäpfel bekommen die Bauern nichts.
Genau: 0 (in Worten: null) Euro.


Und es kommt noch besser. Seit einigen Wochen wird gross gejammert, es gäbe in Österreich keine heimischen Erdäpfel mehr. Man müsse importieren – woher auch immer. Nun denn – Ing. Herbert Bartosch ist Biolandwirt im nordöstlichen Weinviertel. Er hat noch tonnenweise Bio-Erdäpfel im Lager. Nur – die wollen die Großhändler nicht. “Nicht schön genug” und andere Ausreden sind da zu hören. Da holt man die eben aus dem fernen Ausland herbei.” so Ing. Herbert Bartosch.

Weiter meint er: “Die Großhändler des LEH kaufen offenbar lieber günstige Erdäpfel, die in der Wüste nur durch künstliche Beregnung wachsen. Interessanterweise sind diese für den Lebensmittelhandel weit billiger zu haben als jene, die wir hier selbst “produzieren” können. Zu behaupten, es gäbe keine Erdäpfel in Östereich oder Europa ist ein willkommener Anlass Erdäpfel im EU-Ausland weit günstiger als in Europa zu erwerben, aber zum bisher gleichen oder höheren Preis im Supermarkt zu verkaufen. Und der Lebensmittelhandel freut sich darüber, dass Argumente wie “es gibt keine Erdäpfel mehr in Österreich oder Mitteleuropa” schon durch andere, nämlich diverse Medien, nach aussen getragen wurden. Somit braucht er sich nicht mehr zu rechtfertigen, dass er nordafrikanische Erdäpfel anbietet.” Und dann fügt er hinzu: “Bevor ich es vergesse: meine Erdäpfel haben kein Drahtwurmproblem. Die sind in Ordnung.”

Eine Berufskollegin von mir baut Spargel an. Sie liefert ihn auch an Supermärkte bei ihr in der Nähe. Sie kann diese Supermärkte täglich frisch beliefern. Aber – die Filialleitung kann nicht bestimmten, welcher Spargel im Geschäft angeboten wird.
Und so kam es, dass neben ihrem tollen Spargel (weniger als 4 km vom Supermarkt entfernt geerntet) Spargel von weiss Gott wo her angeboten wurde. Natürlich auch günstiger als ihr Spargel.
Einige Tage nach ihrer Lieferung bekam sie einen Anruf vom Supermarkt. Sie könne sich ihren Spargel wieder holen, er würde sich nicht verkaufen.

Ja – geht’s noch?

Man kann mit etwas nicht zufrieden sein.
Man kann sich darüber ärgern.
Man kann es die ganze Welt via Facebook wissen lassen.
Man kann es aber auch ändern.
Vor allem dann, wenn man „am Hebel der Macht“ sitzt.

Wie heisst es so schön?
“Love it, change it oder leave it.”

Ja, Herr Schmuckenschlager, wenn es Ihnen nicht gefällt, dann ändern Sie es.
Und wenn Sie es nicht ändern können – mit all der Macht, und all den Möglichkeiten, die Sie als Politiker haben – dann lassen Sie es bleiben.
Verlassen Sie es.
Verlassen Sie das Parlament.

Nicht die Bauern können über den Preis für ihre Produkte bestimmen. Nein. “Natürlich nicht”, höre ich da. “In einer freien Marktwirtschaft bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis.” Ja, ja, das ist mir schon klar. Nur – wenn es nur 3-5 Nachfrager gibt, kann man sich leicht ausrechnen, wer bestimmt.

Also: sprechen Sie es aus.
Machen Sie schon.
Oder trauen Sie sich nicht?
Nicht die Bauern bestimmen.
Nicht die Politiker (=Gesetzgeber) bestimmen.

Die Einkäufer der Supermarktketten bestimmen.
Die bestimmen was, wann und zu welchem Preis in den Supermärkten erhältlich ist.
Sie bestimmen, wieviel die Großhändler für die landwirtschaftlichen Produkte bekommen.
Und daraus resultiert dann der Betrag, den die Landwirte bekommen.
Und das läuft schon sehr lange so.

Diese 3-5 Einkäufer sind ganz offenbar mächtiger als Sie, Herr Schmuckenschlager.

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Vermummt zur Ortsbauernratswahl.
Extrem geheim – geheime Extreme.

Die Ortsbauernratswahl ist eine geheime Wahl.
So wie andere Wahlen auch.
Und manche nehmen es mit dem Geheimnis ganz genau.
So vor kurzem in Hohenau.
Einer Gemeinde am Rande von Österreich.

Es ist Dienstag.
Dienstag, der 5. Februar 2019.
Ein kalter Tag.
Der Wind lässt es uns die Luft noch kälter empfinden.
Und da ist es schon verständlich, wenn man sich ordentlich einpackt und schützt.
Mit Mütze und Schal.
Ja, das ist verständlich.
Also dann, wenn man draussen ist.
Draussen in der Welt. Im Freien.


Und so geschieht es, dass an diesem Tag, dem Tag der Ortsbauernratswahl in Hohenau, eine Person zum Wahllokal eilt.
Diese Person ist erkennbar, also nicht grossartig gegen Kälte und Wind geschützt.
Und man denkt sich nicht viel.
In diesem Moment noch nicht.
Aber dann, kurz bevor diese Person in den Bereich des Wahllokales (im Inneren des Atrium) tritt, wird von ihr/ihm eine Mütze aufgesetzt und ein Schal um den Kopf gewickelt.
Und so ist diese Person nun nurnoch sehr schwer, wenn überhaupt erkennbar.
Alleine die Statur lässt hinter dieser Erscheinung eine männliche Person vermuten.

Die Person betritt den Raum, in dem die Wahlkommission und einige andere Personen (Wahlberechtigte) anwesend sind.
Er/Sie geht schnurstraks zur Wahlurne, legt einen Ordner auf den Tisch, nimmt das Wahlkuvert heraus und wirft es in die Urne.
Dann verlässt die Person den Raum und das Atrium.
Schweigend.
Ja, schweigend.
Kein Gruß nach links, kein Gruß nach rechts.
Nichts.
Schweigend.
Vermummt.
Offenbar in geheimer Mission.

Bevor ich es vergesse: bei dieser Wahl wurde der Wahlvorschlag vorher an alle Wahlberechtigten an deren Wohnadresse zugestellt, um auch Wahlberechtigten, die am Wahltag keine Zeit haben, die Teilnahme an der Wahl zu ermöglichen.
Und der Wahlvorschlag wurde fast einstimmig angenommen.
Nur eine der abgegebenen gültigen Stimmen war gegen den Wahlvorschlag.
Ob die wohl von dieser geheimnisumwobenen Person stammt?
Die Gegenstimme?
Wir werden es nie erfahren.

Das war eine weitere Berichterstattung.
Aus Hohenau.
Einer Gemeinde am Rande von Österreich.


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Die NÖN und das Kreuzerl.


Oder: Bürgermeisterwahl in Hohenau – die Berichterstattung.

Sie war spannend und doch wieder nicht.
Spannender war für mich wieder einmal die Berichterstattung der Regionalmedien. So haben sich schon manche Redakteure “ausgezeichnet”, als sie über den Mißtrauensantrag gegen den ehemaligen Bürgermeister Robert Freitag berichtet haben. “Ausgezeichnet” in dem Sinne, als manchen Redakteuren offenbar die Gemeindeordnung nicht einmal in Grundzügen bekannt war und ist, obwohl sie sehr oft über Ereignisse im Bereich der Kommunalpolitik berichten. Auch fehlerhafte Bezeichnungen sind leider sehr häufig.

Ich fange einmal mit ganz einfachen Dingen an. Hohenau an der March ist kein Ort. Hohenau an der March ist eine Gemeinde. Somit gibt es keine “Orts-Chefs” und auch keine “Orts-Partei”. Es gibt Bürgermeister, Vizebürgermeister, Gemeinderäte, Mitglieder des Vorstandes, Gemeindeparteien, Gemeindeparteiobmänner, u.s.w. Aber es gibt hier nichts mit “Ort-“.

Jetzt lese ich in der Onlineausgabe der NÖN (Internet, 29.1.2019, 00:30 Uhr) “Wolfgang Gaida jetzt SP-Ortschef”. Nicht böse sein, aber er ist weder SP-Ortschef, noch SP-Gemeindechef, er ist Bürgermeister. Und zwar einer der Fraktion der SPÖ. Und – in der Headline wäre noch Platz für ein Verb gewesen. Aber das nur so nebenbei.

Und wieder lese ich das Wort “Ortschef” im ersten Absatz. Und dann noch “Der bisherige SP-Vize”. So etwas gibt es auch nicht. Er war bisher Vizebürgermeister. Und zwar einer, der der Fraktion der SPÖ angehörte.

Aber es geht ja noch weiter. “Nicole Prohaska, die schon bei der Gemeinderatswahl 2015 auf der Kandidatenliste gestanden war, rückte nach und sitzt ab sofort im Ortsparlament”. Es ist immer wieder schön, und ich weiss, man lernt es in der Schule: keine Wortwiederholungen. Aber hätte jemand die Bücher von Wolf Schneider gelesen, das sind Lehrbücher für angehende großartige Journalisten, oder sogar die Hamburger Henri-Nannen-Schule besucht, würde niemand “Ortsparlament” schreiben. Sondern Gemeinderat. So heisst das höchste Gremium in einer Gemeinde nämlich. Gemeinderat.

Und übrigens: Nicole Prohaska hat nicht einfach so nebenbei auf der Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl 2015 gestanden, deren korrekte Bezeichnung “Wahlvorschlag” ist. Dass sie auf dieser sogenannten Liste gestanden hat, macht es erst möglich, dass sie ein Gemeinderatsmandat innehaben kann, sprich Gemeinderätin werden kann. Durch das Ausscheiden von Robert Freitag aus dem Gemeinderat musste sein Mandat neu besetzt werden und Nicole Prohaska ist – aufgrund ihres “Listenplatzes” nachgerückt.

Es nimmt ja kein Ende. Wieder ist dann von einem SP-Vizebürgermeister die Rede. Von mir aus. Man könnte es durchaus schöner und korrekter ausdrücken. Aber was dem ganzen die Krone aufsetzt: “… für Bartosch gab es abermals nur fünf Kreuzerl”. Acht Wörter und drei Fehler. Das muss man erst einmal schaffen.
Erstens sollte man schon auch den Vornamen nennen, denn es sitzen zwei Gemeinderäte mit dem Nachnamen Bartosch im Gemeinderat.
Zweitens gehört zu einer objektiven Berichterstattung, dass man ohne Bewertung berichtet. “…gab es abermals nur fünf Kreuzerl” ist nicht objektiv. Ausserdem ist nicht klar, was genau an diesen “fünf Kreuzerl” schlecht sein soll. Denn: hätte man hier im Vorfeld recherchiert, dann wüßte man, dass die vorhergehenden Bürgermeister meist einstimmig, also ohne 5 Stimmen für GGR Ing. Herbert Bartosch, gewählt worden sind. Sprich: das sind nicht “nur” 5 Kreuzerl, sondern, wenn man schon von “Kreuzerl” spricht und wertet, “gute” 5 Kreuzerl.
Und drittens: es gab keine Kreuzerl. Es wurde nämlich so gewählt, wie es gesetzlich in der NÖ Gemeindeordnung 1973 in der aktuellen Fassung vorgesehen und vorgeschrieben ist. Nämlich mit leeren Stimmzetteln. Da konnte niemand ein Kreuzerl machen, sondern nur einen Namen darauf schreiben. Und zwar den Namen der Person, der die einzelnen Gemeinderäte ihre Stimme gaben.

Hätten die Gemeinderäte bei dieser Wahl ein Kreuzerl gemacht, wäre ein Kreuzerl gewählt worden.
Ja, ein Kreuzerl wäre jetzt Bürgermeister.

Medien sollen objektiv berichten. Auch haben Sie einen Informations- und Bildungsauftrag. Diesen sollten sie auch als Regionalmedium wahrnehmen, und korrekte Bezeichnungen verwenden. Auch sollten sie nur dann über etwas berichten, wenn sie auch darüber ausreichend Bescheid wissen.

Unsere Sprache verroht. Besonders viele junge Menschen gehen nicht sorgsam damit um, woraus ein “flapsiger” Umgang mit unserer Sprache resultiert und diese im Laufe der Jahre verkümmert. Nun ist Sprache aber wichtig. Sehr wichtig. Sie gehört zu unserer Kultur. Sie ist Kultur. Und es ist Aufgabe von Menschen, die für andere schreiben, sei es als Autor oder Journalist, diese Sprache zu bewahren, mit ihr sorgsam und präzise umzugehen. Der Gemeinderat ist das höchste Organ einer Gemeinde. Diesem steht der Bürgermeister vor. Und: Bürgermeister ist ein Amt. Ein flapsiger Sprachgebrauch in diesem Zusammenhang ist nicht nur unangebracht, sondern auch diesem Gremium und dessen Mitgliedern nicht würdig.

Bevor ich es vergesse: Wolfgang Gaida (SP) ist mit 13 von 18 Stimmen zum Bürgermeister gewählt worden. Ing. Herbert Bartosch (VP) erhielt 5 Stimmen. Dieter Koch (SP) ist mit 13 von 18 Stimmen zum Vizebürgermeister gewählt worden. Auch in diesem Wahlgang entfielen 5 Stimmen auf Ing. Herbert Bartosch (VP).

Zur Information: der Gemeinderat in Hohenau an der March besteht aus 21 Gemeinderäten – 15 der SPÖ, 5 der ÖVP und ein freier Mandatar (ursprünglich von der FPÖ nominiert).

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Nicht sprechen. Lesen.

Man spricht miteinander.
Man unterhält sich.
Über dies und das.
Verschiedenes.
So wie man das eben macht.

Auch GGR Ing. Herbert Bartosch.
Er spricht mit Bürgermeister Robert Freitag.
Man spricht miteinander.

Und so geschah es, dass Herbert in einem Gespräch so nebenbei fragte:
“Sag, wann ist die Eröffnung der Ordination?”
Er hat einfach nur gefragt. Im Gespräch.
Und das war die Antwort des Bürgermeisters:

“Steht in der Gemeindezeitung.”

Ja bitte – geht’s noch?
Alles in Ordnung?
Wo ist denn da die Gesprächskultur?
Haben wir überhaupt eine Kultur?
Darf man nicht nach einem Termin fragen?
Einfach so?

Diese überhebliche und herablassende Art des Bürgermeisters ist kein Novum.
Seit längerer Zeit schon gibt es von Seiten des Bürgermeisters Antworten in derlei Ton.
Und auch verbale Attacken.
Nicht nur gegenüber GGR Ing. Herbert Bartosch.
Es fällt auf.

Bereits in der Sitzung des Gemeindesrates am 12. Dezember 2017 ist dies aufgefallen. Und es hat im Laufe des Jahres 2018 keine Besserung seitens des Bürgermeisters gegeben. Und diese Art der Kommunikation setzt er auch im Jahr 2019 fort.

So am 2. Jänner 2019: bei der Eröffnung der Ordination von Dr. Shahram Adel.

GGR Ing. Herbert Bartosch “erdreiste” sich bei der Eröffnung der Ordination mit Barbara, einer der Arztassistentinnen unter anderem über die Abläufe in der Ordination, die Arbeitszeit und die freien Tage zu sprechen. Herbert hat gefragt, weil es ihn interessiert.
Er interessiert sich für andere Menschen. Er interessiert sich dafür, wie andere Menschen ihr Leben gestalten, womit sie sich gerne beschäftigen, was ihnen wichtig ist, was sie erfüllt und vieles mehr. Das machen Menschen, die sich engagieren, sozial oder politisch. Sie interessieren sich für andere.

Das ist ein Zeichen von Wertschätzung.
Wertschätzung drückt sich unter anderem in Interesse, Aufmerksamkeit und Freundlichkeit aus.
Sprich: mit diesem Gespräch drückte Herbert seine Wertschätzung aus.
Wertschätzung gegenüber dem Arzt, seiner Familie und seinen Assistentinnen.
Wertschätzung gegenüber jenen, die sich der kranken Menschen annehmen.

Offenbar hat der Bürgermeister dieses Gespräch mitangehört, und es scheint ihm nicht gepaßt zu haben.
Denn er sagt – zu Herbert gewandt – “Steht eh in der Zeitung drin. Hast sie nicht gelesen?”

Ja geht’s noch?

Wie sagt meine Mama so schön?
Einmal ist es vorbei, sagt sie. Ja. Und jetzt ist es wirklich vorbei. Es reicht.
Man kann sich ja wohl ganz normal mit anderen Menschen unterhalten. Oder passt das dem Bürgermeister jetzt auch nicht? Schreibt er jetzt auch schon vor, wer sich mit wem wo, wann und worüber unterhalten darf? Die “Nummer Eins”?

Übrigens: auch in der letzten Sitzung des Gemeinderates hat es einen Vorfall dieser Art gegeben.
Es ist sogar soweit eskaliert, dass “eingeschritten” werden mußte. Ja genau. Eingeschritten.

Aber dazu in einem anderen Blog. Demnächst.

Weitere Blogs zu ähnlichen Themen:
Hohenau ohne Freitag.
Das karierte Hemd.
Der Herbert war’s (nicht).
Will Bürgermeister keine Windräder?
Keine Antwort.
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